Line: WhatsApp-Alternative erfolgreicher als WhatsApp

Na ja7
Chat-Sticker sind eine der Einnahmequellen des Line Messengers
Chat-Sticker sind eine der Einnahmequellen des Line Messengers(© 2014 Line, CURVED Montage)

Line macht vor, was WhatsApp bisher verpasst: Wie man mit einer erfolgreichen Messenger-App auch gutes Geld verdient. Der große Konkurrent zählt zwar mehr als dreimal so viele aktive Nutzer. Line macht aus weniger Publikum aber viel mehr Geld – mehr als zwanzigmal so viel wie WhatsApp. Ob sich der Messenger-Marktführer da künftig eine Scheibe von abschneiden wird?

Wie die japanische Line Corporation nun mit der Bekanntgabe ihrer Quartalszahlen verkündete, haben sich die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelt: 20,9 Milliarden Yen wurden im dritten Geschäftsquartal 2014 kassiert, umgerechnet rund 190 Millionen Dollar.

Zusammen mit den Einnahmen des vorigen Quartals hat das Unternehmen über 350 Millionen Dollar umgesetzt. Messenger-Marktführer WhatsApp verdiente im selben Zeitraum mit über 600 Millionen monatlich aktiven Nutzern schlappe 16 Millionen Dollar – nicht einmal ein Zwanzigstel dessen, was Line aus 170 Millionen aktiven Nutzern herausholen konnte.

Line Messenger: Big in Japan

Der Line Messenger ist vor allem in seiner Heimat Japan, Taiwan und Thailand verbreitet, hierzulande noch eher eine Randerscheinung – zumindest im Vergleich mit dem allgegenwärtigen WhatsApp. Allerdings drängt das japanische Unternehmen zunehmend auf westliche Märkte. Das nötige Geld für entsprechende Marketing-Anstrengungen scheint ja vorhanden zu sein.

Verdient wird dieses beispielsweise durch den Verkauf von Stickern und Spielen innerhalb der Line-Plattform. Aber auch über die Vermarktung offizieller Line-Accounts an Marken, ähnlich wie Ihr es von Facebook, Twitter, Instagram und Co. kennt, kommt Geld in die Kassen. Das sind Methoden, gegen die sich WhatsApp sträubt. Die Facebook-Tochter kann sich den Luxus solcher Prinzipien angesichts des Erfolges seines Mutterkonzerns aber auch leisten.


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