Notruf über die Apple Watch: das eigentliche Killerfeature in watchOS 3

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watchOS 3 kann in Deutschland automatisch die 112 wählen.
watchOS 3 kann in Deutschland automatisch die 112 wählen.(© 2016 Apple)

Wobei: Eigentlich handelt es sich um ein Anti-Killerfeature - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Notruf-Funktion in watchOS 3 könnte Leben retten.

Nein, Ihr könnt mit der neuen Betriebssystemversion die Apple Watch nicht als Defibrillator nutzen. Vielmehr macht sich Apple den breiten Knopf an der rechten Gehäusekante zunutze. Diesen könnt Ihr im Notfall, etwa bei einem Unfall, sechs Sekunden lang gedrückt halten.

Notfallkontakt wird benachrichtigt und über Standort informiert

Anschließend setzt das Gerät einen Notruf ab und ruft den jeweiligen Notfalldienst an. Das funktioniert entweder über das WLAN oder mit dem verbundenen iPhone über das Mobilfunknetz. iOS bzw. watchOS erkennt dabei, in welchem Land Ihr Euch befindet und kontaktiert den passenden Rettungsdienst - in Deutschland also die 112.

In der Apple-Watch-App in iOS 10 können Nutzer zudem noch einen Notfallkontakt angeben. Dieser bekommt dann im Falle eines Notrufs eine Nachricht mit dem Aufenthaltsort des Opfers. Weil von der Benachrichtigung bis zur Anreise durchaus einige Minuten vergehen können und die verunfallte Person mittlerweile bereits von Rettungskräften verarztet und in ein Krankenhaus transportiert sein könnte, bekommt die Kontaktperson auch im Verlauf die weiteren Aufenthaltsorte angezeigt.

Für die Rettungskräfte vor Ort können Nutzer zudem den Notfallpass mit allen wichtigen medizinischen Daten von iPhone auch auf die Apple Watch übertragen und anzeigen lassen.

"Location Sharing" kurzfristig außer Kraft gesetzt

Dafür setzen iOS und watchOS kurzfristig das "Location Sharing" außer Kraft. Das Unfallopfer kann jederzeit innerhalb des SOS-Menüs das "Location Sharing" deaktivieren.

Aktuell ist das Feature, wie auch iOS 10 und watchOS 3, noch in der Beta. Zusammen mit den neuen iPhones und vermutlich auch der neuen Apple Watch werden die finalen Versionen ab Mitte September für Nutzer zur Verfügung stehen.


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