Oculus kündigt Mittelklasse-VR-Headset an und senkt Systemvoraussetzungen

Am 6. Oktober 2016 fand die diesjährige Ausgabe der Oculus Connect-Entwicklerkonferenz statt und Facebook-CEO Mark Zuckerberg hatte einiges zu verkünden: Zum einen arbeite das Unternehmen an einem neuen Headset, das ohne Kabel und mit einem günstigeren Preis als die Oculus Rift auskommen soll. Außerdem sollen die Systemvoraussetzungen für den Einsatz eines Oculus Rift-Headsets deutlich sinken.

Das neue Mittelklasse-VR-Headset, das Zuckerberg mit einem kleinen Video vorstellte, soll The Verge zufolge das fehlende Glied zwischen einem Smartphone-betriebenen Gear VR-Headset und dem High-End-Modell Oculus Rift darstellen, das einen leistungsstarken PC voraussetzt. Das Gerät soll offenbar vollständig unabhängig von weiteren Geräten und zudem transportabel sein. Im Video sehen wir eine kurze Demo des Headsets.

Timewarp und Spacewarp

Der Facebook-CEO nannte weder einen Namen noch einen Release-Termin für das Gerät, doch gibt es immerhin bereits einen funktionierenden Prototyp. Wie hoch die Auflösung des verbauten Displays ist, wie lange der Akku hält und wie leistungsstark die verbaute Hardware ist, bleibt wohl noch eine Zeit lang ungewiss.

Wer kein Virtual Reality-Headset mit eingesetztem Smartphone, sondern direkt ein High-End-Modell wie das Oculus Rift nutzen möchte, der soll dieses nun auch mit schwächerer PC-Hardware betreiben können, berichtet The Verge. Mark Zuckerberg kündigte nämlich mit Timewarp und Spacewarp zwei neue Software-Features an, welche die Verwendung des Headsets mit deutlich schwächeren Systemen ermöglichen sollen.

Eigentlich sollte der PC eine Bildwiederholrate von 90 fps ermöglichen. Fällt die Rate, weil der PC zu wenig Leistung hat, kommt es zu Rucklern und das VR-Erlebnis wird beeinträchtigt. Mit Timewarp soll das Oculus Rift-Headset künstlich erschaffene Bilder einschieben können, um Lücken aufgrund mangelnder Grafikleistung des PCs auszugleichen. Mit aktiviertem Spacewarp-Feature muss der PC einfach nur noch 45 Bilder in der Sekunde berechnen und ausliefern, während weitere 45 Bilder in der Sekunde künstlich hinzugefügt werden, damit die benötigten 90 fps erreicht werden. Damit soll Oculus Rift von nun an auch mit deutlich günstigeren PC-Systemen genutzt werden können.

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