Pokémon GO: Darum hat Niantic die Radar-Apps gesperrt

Peinlich !31
Die meisten Radar-Apps für Pokémon GO funktoinieren nicht mehr. PokéMesh läuft aber noch
Die meisten Radar-Apps für Pokémon GO funktoinieren nicht mehr. PokéMesh läuft aber noch(© 2016 CURVED)

Niantic, der Entwickler hinter Pokémon GO, hat es gar nicht gern gesehen, dass überall Apps und Webseiten wie Pokevision, PokeHuntr oder Pika Pika auftauchten, die Euch genau zeigen wo in Eurem Umfeld welches Pokémon noch wie lange stehen wird. Denn das scheint die Server zu belasten. Also wurden diese Radar-Apps kurzerhand gesperrt.

In einem offiziellen Facebook-Post schreibt Niantic, dass sie den Zugriff für Fremdentwickler limitiert haben. Denn durch die Radar-Apps wurden die Server zusätzlich zu den steigenden Spielerzahlen stark belastet. Niantic möchte Pokémon GO aber auch noch in anderen Ländern veröffentlichen. Dadurch sei es notwendig gewesen, die Pokémon-Apps zum Finden der Monster durch Unterlassungserklärungen auszuschließen.

Eine App funktioniert noch

Das hat zur Folge, dass viele der Third-Party-Entwickler gleich ihre App aus den App Stores genommen haben. "Pokehuntr" oder "PokeDetector" sind zum Beispiel gar nicht mehr zu finden. Offiziell hat es von Niantic bisher keine API, also eine Programmierschnittstelle für externe Anwendungen, für Pokémon GO gegeben. Niantic geht deshalb davon aus, dass die Entwickler von z.B. "Pokévision" sich weltweit viele Fake-Accounts durch Android-Emulatoren erstellt haben. Mit diesen konnten sie dann Bewegungen in der Stadt ausführen und erkennen, wo welche Pokémon erscheinen. Die "Pokévision"-Entwickler haben ihren Dienst inzwischen eingestellt:

Wir haben auf unseren Android-Geräten heute so ziemlich alle Radar-Apps für Pokémon GO ausprobiert, die noch zum Download angeboten werden - eine hat noch funktioniert. Mit "PokéMesh" scheint Ihr weiterhin wilde Wesen in Echtzeit in Eurem Umfeld angezeigt zu bekommen. Hier müsst Ihr Euch mit einer Google-Mail-Adresse einloggen, die Ihr nicht für Pokémon GO verwendet. Danach seht Ihr auf einer Karte die Icons der jeweiligen Pokémon mit einem Timer daneben, der euch sagt, wie lange das Wesen dort noch zu finden ist.

Ansonsten gibt es Apps, in denen Ihr selbst Fundorte wie durch eine Stecknadel auf der Karte markiert, damit andere sehen können, wann dort welche Art Pokémon auftauchte. Dazu zählen zum Beispiel "PokéGo Map" oder "Spotter GO". Diese Fundorte helfen aber nur bedingt weiter, da die Pokémon meist verschwunden sind, wenn wir auf die Karte schauen.


Weitere Artikel zum Thema
Apple Music, Spotify und Co. erhal­ten mehr Einfluss auf die Charts
Michael Keller
Apple Music soll bei der Chart-Platzierung ein stärkeres Gewicht zukommen
Apple Music hat im Musikgeschäft mehr Macht: Kostenpflichtige Streaming-Dienste haben künftig mehr Einfluss auf die US-Charts als Gratis-Angebote.
Nintendo Switch Marke Eigen­bau: Bast­ler erstellt Rasperry-Hand­held
Francis Lido
Zelda auf dem Nintimdo RP
Ein Bastler hat eine Handheld-Konsole entworfen, die wie die Switch auch an den Fernseher angeschlossen werden kann.
Instant Apps sind nun Teil des Google Play Store
Michael Keller
Der Google Play Store ist die Basis für Android-Apps
Apps streamen, statt sie zu installieren: Der Google Play Store bietet nun die sogenannten Instant Apps an, die Google erstmals 2016 vorgestellt hat.