Project Wing: Googles Paketdienst-Drohnen fliegen schon

Im australischen Busch testet Google zur Zeit mit Project Wing automatische Flug-Drohnen. Mit den unbemannten Kleinfliegern sollen zukünftig Waren schnell und günstig zu den Kunden gebracht werden.

Nachdem Amazon bereits im letzten Jahr ankündigt hat, an der Paket-Zustellung per Flug-Drohne zu forschen, hat Google jetzt ein Video von einem ähnlichen Dienst veröffentlicht. Der auf den Namen Projekt Wing getaufte Drohnen-Lieferdienst, wird dabei im Rahmen der konzerneigenen Forschungseinrichtung Google X entwickelt. Laut Nicholas Roy, dem Gründer von Projekt Wing, wird bereits seit zwei Jahren an dem bisher geheimen Drohnendienst gearbeitet. Bis aus dem innovativen Service  jedoch ein verlässlicher Auslieferungsdienst für den Alltag entstehen könnte, werden laut Roy trotz rasanter Entwicklungsfortschritte noch einige Jahre vergehen.

Schokolade per Flug-Drohne

Die aktuellen Prototypen der Transport-Drohnen verfügen über eine Flügelspannweite von 1,5 Metern und sind 8,5 Kilogramm schwer. Die Fluggeräte werden von vier Propellern angetrieben und können Pakete mit einem Gewicht von bis zu 1,5 Kilogramm transportieren. In den ersten erfolgreichen Testlieferungen wurden Erste-Hilfe-Sets, Schokoriegel und Hundesnacks zu weit entlegenen Farmen gebracht.

Getestet werden die Drohnen derzeit im australischen Bundesstaat Queensland. Der von seiner Fläche zweitgrößte Staat Australiens ist zwar rund fünfmal so groß wie Deutschland wird aber lediglich von 4,7 Millionen Menschen bewohnt. Ideale Bedingungen für die Forscher um in dem riesigen Gebiet ungestört und ohne Gefahr Flugtests durchführen zu können. Erleichtert wird die Forschung zusätzlich durch die in Australien lockeren Regelungen für Drohnen, während in den USA oder anderen westlichen Ländern die Flugsicherung sehr restriktiv mit der Erteilung von Fluggenehmigungen ist.


Weitere Artikel zum Thema
Pixel 2: Specs offen­bar gele­akt
Christoph Groth1
Das Google Pixel 2 als inoffizielles Konzept
Wie es scheint, sind die Specs des Pixel 2 geleakt – sowohl der kleinen als auch der großen Ausführung.
Google will Gmail künf­tig nicht mehr für Werbung durch­leuch­ten
Christoph Groth
Gmail scannt Eure Mails bald nicht mehr für Werbezwecke
Google gibt bekannt, E-Mails künftig nicht mehr zu Werbezwecken zu scannen. Das Ende von zielgerichteter Werbung ist das aber nicht.
Android O könnte "Oatmeal Cookie" heißen: Hinweise in Code aufge­taucht
Android 8.0 wird wohl nach einem Haferflockenkeks benannt
Die spannende Frage, welchen Zusatznamen Android 8.0 bekommen wird, bleibt weiter unbeantwortet. Neue Indizien sorgen für Furore.