RePhone: Modulares Gadget mit LTE soll 39 Dollar kosten

Her damit !7
Optionale Module erweitern das RePhone; ein Kit für Softwareentwickler ist ebenfalls geplant
Optionale Module erweitern das RePhone; ein Kit für Softwareentwickler ist ebenfalls geplant(© 2015 Kickstarter/Seeed)

Smartphone Marke Eigenbau: Das Unternehmen Seeed Studio hat eine Kickstarter-Kampagne zum RePhone gestartet. Der Beschreibung nach soll es ein modulares Gerät werden, dass optional auch LTE bietet und sich als Gadget für alle Lebenslagen einsetzen lässt: am Fahrrad, am Hundehalsband, als Uhr oder an der Kleidung – ein bisschen handwerkliches Geschick vorausgesetzt.

Anders als etwa Googles geplantes Modul-Smartphone Project Ara richtet sich das RePhone an Bastler, Tüftler und Kreative. Die Basis-Variante kostet schlappe 12 Dollar. Dafür erhaltet Ihr aber nur ein Mobilfunk-Modul mit GSM und Bluetooth-Unterstützung. Für 29 Dollar bekommt Ihr auch ein Exemplar mit integriertem LTE. Um der rohen Hardware eine Schale zu verpassen, benötigt Ihr noch das RePhone Kit Create.

RePhone ist, was Ihr daraus macht

Das schlägt mit weiteren 39 Dollar zu Buche und enthält zusätzlich eine Papphülle, vergleichbar etwa mit Googles Cardboard, wenngleich etwas detaillierter. Ein passendes Touchscreen-Modul ist in dem Set ebenfalls enthalten. Das Resultat ist zwar kein vollwertiges Smartphone, erlaubt Euch aber, Telefonate zu führen und SMS zu verschicken. Für den gleichen Preis bietet Seeed Studio noch weitere Kits für andere Anwendungsszenarien an, etwa mit GPS-Modul.

Wem das nicht reicht, der besorgt sich eines der zahlreichen Erweiterungsmodule: Kamera, Gyroskop, LED-Leuchte oder Beschleunigungssensor sind nur einige Beispiele, mit denen sich das RePhone nachrüsten und umbauen lässt. Ein Pebble-Adapter ist ebenfalls im Angebot, mit dem das Do-It-Yourself-Phone zur Smartwatch mutiert. Die Auslieferung der Teile soll schon im Oktober erfolgen. Die Erfahrung zeigt aber, dass bei sehr erfolgreichen Kickstarter-Projekte bisweilen mit Verzögerungen gerechnet werden muss.

Das Finanzierungsziel von 50.000 Dollar ist nämlich längst erreicht. Über 100.000 Dollar sind bereits zusammengekommen, Tendenz steigend. 33 Tage verbleiben noch, bis die Finanzierungsphase ihr Ziel erreicht. Gute Aussichten also für passionierte Bastler.


Weitere Artikel zum Thema
Amazon Under­ground: Ende für den Store mit Gratis-Apps
Michael Keller
Amazon schließt seinen Underground-Store für Apps
Keine kostenlosen Apps von Amazon mehr: Wie das Unternehmen bekannt gibt, soll das "Actually Free"-Programm nicht weitergeführt werden.
Apple und Samsung profi­tie­ren kaum vom Wachs­tum des Smart­phone-Mark­tes
Michael Keller
Huawei konnte auch im ersten Quartal 2017 seinen Absatz steigern
Der Smartphone-Markt wächst, aber Samsung und Apple haben wenig davon. Vor allem chinesische Hersteller wie Huawei legten Anfang 2017 zu.
Honor 6X erhält Update auf Android 7.0 Nougat
Michael Keller
Das Honor 6X ist seit Anfang 2017 in Deutschland verfügbar
Das Honor 6X erhält ein großes Update: Ab sofort beginnt Huawei den Rollout von Android 7.0 Nougat und EMUI 5.0.