Samsung dampft 2015 sein Smartphone-Angebot ein

Samsung will 2015 nicht mehr ganz so viele Smartphone-Modelle anbieten
Samsung will 2015 nicht mehr ganz so viele Smartphone-Modelle anbieten(© 2014 CURVED)

Weitere Sparmaßnahmen im Hause Samsung: Nachdem es nach den immensen Gewinneinbrüchen bereits den Gehältern der Führungskräfte an den Kragen ging, schnallen die Koreaner demnächst auch den Smartphone-Gürtel enger. Bis zu 30 Prozent weniger Modelle will das Unternehmen im Jahr 2015 auf den Markt bringen.

Chinesische Konkurrenten wie Xiaomi und Lenovo sitzen Samsung immer mehr im Nacken. Das bekam das Unternehmen in diesem Jahr mehr als deutlich zu spüren. Trotz einer Vielzahl an neuen Smartphones wie dem Galaxy S5, Galaxy Note 4 oder Galaxy Alpha wurde die Gewinnkurve immer flacher. Im dritten Quartal war der Tiefpunkt der mobilen Gewinne endgültig erreicht, sodass Samsung seinen Top-Managern empfindliche Gehaltskürzungen verpasste. Als weitere Maßnahme zur Kostenreduzierung kündigte Robert Yi, Samsungs Vice President für Investor Relations, während einer Präsentation in New York jetzt an, dass das Unternehmen im Jahr 2015 sein Smartphone-Angebot um 25 bis 30 Prozent verkleinern will. Wir werden sehen, wie sich die neue Produktpolitik im kommenden Jahr auswirken wird. Das aktuell noch extrem breite Line-up der Koreaner könnte so schließlich auch für Kunden überschaubarer werden.

Samsung glaubt an Umschwung im Jahr 2015

Wie das Wall Street Journal berichtet, glaubt Samsung jedoch an eine Kehrtwende im Jahr 2015. Ziel sei demnach eine nachhaltige zweistellige Gewinnmarge im Mobilfunk-Segment. Im vergangenen dritten Quartal betrug diese lediglich sieben Prozent, was den niedrigsten Stand seit Ende 2008 markierte. Durch die aktuellen Sparmaßnahmen soll es nun endlich wieder aufwärtsgehen.

Nichtsdestotrotz bleibt Samsung weiterhin die am weitesten verbreitete Smartphone-Marke weltweit. Die Frage ist allerdings, wie lange noch. Es wird sich zeigen, wie sich Samsung in den kommenden Jahren im immer härteren Konkurrenzkampf mit den chinesischen Herstellern schlägt – und ob Apple die Chance nutzen kann, um am erstplatzierten Unternehmen aus Korea vorbeizuziehen. Die Luft ist für Samsung auf jeden Fall sehr viel dünner geworden.


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