Studie: Facebook stützt weltweit 4,5 Millionen Jobs

Wie groß ist Facebooks Einfluss auf die Weltwirtschaft wirklich?
Wie groß ist Facebooks Einfluss auf die Weltwirtschaft wirklich?(© 2015 CC: Flickr/Phil Dokas)

Einer Studie von Facebook zufolge ist das soziale Netzwerk mehr als nur ein praktisches Tool zum Vernetzen, sondern gleichzeitig eine Triebfeder der globalen Wirtschaft: Mark Zuckerbergs Unternehmen stütze 4,5 Millionen Arbeitsplätze weltweit – und habe 2014 gleichzeitig als Grundlage für 227 Milliarden Dollar Umsatz gedient, heißt es auf Cnet.

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass eine von Facebook selbst beauftragte Studie zu einem positiven Ergebnis kommt. So sollte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte schätzen, welchen wirtschaftlichen Impact man besitze. Das Ergebnis sind dermaßen imposante Zahlen, dass es sich kaum um Schönfärberei handeln kann – oder doch? Demnach konnten Firmen im vergangenen Jahr nur dank Facebook weltweit 227 Milliarden zusätzlichen Umsatz erwirtschaften. Die Existenz des sozialen Netzwerks habe zudem für 4,5 Millionen Jobs gesorgt, die indirekt vom Netzwerk getragen werden.

Die Zahlen beschreiben dabei nur den Einfluss auf andere Firmen; Umsatz und Mitarbeiter von Facebook selbst sind ausgenommen. Größter Nutznießer des Unternehmens sei die Wirtschaft Nordamerikas mit einem zusätzlichen Volumen von 104 Milliarden Dollar sowie 1,2 Millionen gewonnener Arbeitsplätze. Auf dem zweiten Platz folgt das Vereinigte Königreich mit einem Wirtschaftsplus von 11 Milliarden Dollar und 154.000 Stellen, die durch Facebook gestützt werden. Für Europa, den Mittleren Osten und Afrika zusammen gibt die Studie Werte von 67 Milliarden Dollar und 1,5 Millionen Jobs an.

Zweifel an den Ergebnissen

Zweifel an den überwältigenden Zahlen gibt es dennoch. So zitiert Business Insider den Stanford-Ökonomen Roger Noll: "Facebook ist eine Folge wachsenden Internetzugangs und -gebrauchs, keine Ursache". Professor Tyler Cown sieht das ähnlich: Zwar besitze Facebook sicherlich wirtschaftliche Bedeutung, aber nicht in dem Maße. Smartphones würden helfen, Facebook zu nutzen und nicht umgekehrt.

Sheryl Sandberg von Facebook erklärt hingegen, dass vor allem kleine und mittelgroße Betriebe profitierten, so die FAZ. Durch den Einsatz von Facebook erreiche man Internetpräsenz. Das 25-köpfige Reiseunternehmen Fincallorca etwa habe den positiven Einfluss bestätigt. Werbung sei so auch der wichtigste Faktor, mit dem Facebook Umsätze erhöht. Facebook-Apps sowie deren Programmierung komme der Rest zu.


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