Tim Cook: Das ist Apples Erfolgsgeheimnis

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Apple Watch Keynote
Apple Watch Keynote(© 2015 Apple)

Noch eine Erkenntnis aus Tim Cooks Interview mit Fast Company anlässlich des Verkaufsstarts der neuen Steve Jobs-Biografie: Der Apple-CEO knöpft sich die Techbranche  vor, die nach den falschen Maßstäben operieren würde. Die IT-Industrie sei davon besessen, das Meiste zu verkaufen. Apple gehe es dagegen darum, nur die besten Produkte herzustellen.

Steve Jobs' Erbe will verteidigt werden. Fünf Tage noch bis zur Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten neuen Biografie über den Apple-Gründer "Becoming Steve Jobs", die von den Wirtschaftsjournalisten Brent Schlender und Rick Tetzeli verfasst wurde und neues Licht auf Apples seit den 90er-Jahren anhaltende Erfolgsära wirft.

In seinem ausführlichen Interview mit dem US-Wirtschaftsmagazin "Fast Company" zum Verkaufsbeginn des Buches verrät Cook nicht nur neue Details zum Verkaufsstart der Apple Watch und macht Kampfansagen an die Smartwatchindustrie, sondern gibt weiteren Aufschluss über Apples Erfolgsstrategie.

Die sieht Cook weiter in Jobs' Philosophie beheimatet.  "Steve hatte diese Theorie: Die meisten Leute leben in einer kleinen Schachtel. Sie glauben, dass sie nichts verändern und beeinflussen können. Mehr als jeder andere wollte Steve das nicht akzeptieren", erinnert sich Cook.

Entsprechend strebte der Apple-CEO immer nach Höherem. "Das war der Leitfaden seines Lebens, was ihn zu den großen Ideen brachte." Jobs Vermächtnis sei weiterhin die DNA von Apple. "Die Konsequenz dieser Philosophie ist, manisch fokussiert auf die besten Produkte der Welt zu sein",  erklärt Cook gegenüber Fast Company einmal mehr Apples Anspruch, der sich diametral zum Rest der Branche unterscheide.

"Es gibt diese Denke in der Techwelt, die fast eine Krankheit ist, dass die Definition des Erfolges darin besteht, das Meiste zu produzieren. Wie viele Klicks man erzielt, wie viele aktive Nutzer man habe, wie viele Einheiten man verkauft habe. Jeder in der Techwelt will große Zahlen vorzeigen können. Steve hat das nicht interessiert. Ihm ging es darum, das Beste zu produzieren", erklärt Cook.

"Es gibt diese Denke in der Techwelt, die fast eine Krankheit ist, dass die Definition des Erfolges darin besteht, das Meiste zu produzieren"– Tim Cook

Die Einschätzung ist eine sichtbare Anspielung auf die quantitative Überlegenheit des Android-Lagers, das mit einem Marktanteil von 80 Prozent bei der Verwendung von mobilen Betriebssystemen  himmelweit vor Apples iOS liegt.

Ähnlich verhielt es sich über Jahre auf dem Smartphone-Markt nach abgesetzten Geräten:  Samsung verkaufte zwischen Anfang 2012 und Ende 2014 deutlich mehr Smartphones als Apple und wurde erst im Weihnachtsquartal wieder vom Kultkonzern aus Cupertino eingeholt.

So streitbar Cooks subjektive Einschätzung sein mag, was am Ende des Tages wirklich die besten Produkte der Branche sein mögen, so unangreifbar ist der Apple-CEO doch betriebswirtschaftlich:  Apple fährt mit seinen iPhones, iPads und Macs ein Vielfaches der Branchengewinne ein.

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