Cameron will Verschlüsselung von WhatsApp verbieten

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Manch einem ist WhatsApp zu sicher
Manch einem ist WhatsApp zu sicher(© 2015 CC: Flickr/Number 10)

Der britische Premierminister David Cameron will gegen verschlüsselte Kommunikation vorgehen – und damit möglicherweise Apps wie WhatsApp, iMessage und Co. an den Kragen. Im Falle seiner Wiederwahl im Mai wolle er Terroristen keine sicheren Spielräume zur Kommunikation lassen, verkündete er im Rahmen einer Rede.

Der Parteichef der Konservativen verwies auf den Anschlag auf Charlie Hebdo in Paris, um die Notwendigkeit eines solchen Schrittes zu untermauern, wie die BBC berichtet. Es müsse den ermittelnden Behörden mit einer entsprechenden Erlaubnis des Innenministeriums möglich sein, auf Kommunikationsverkehr zuzugreifen. Es dürfe keine Kommunikationswege geben, die in solchen Fällen nicht gelesen werden können.

Das Ende der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?

Die von Cameron angeprangerten Spielräume zum sicheren Austausch schafft unter anderem die zunehmende Verbreitung von Messenger-Apps mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Zu diesen zählt seit einiger Zeit auch WhatsApp – ein Dienst, der von über 700 Millionen Menschen weltweit genutzt wird. Dieser will sein Angebot zudem auf eine Telefonfunktion ausweiten, die ebenfalls verschlüsselt ablaufen dürfte. Aber auch abgesehen von WhatsApp ist Verschlüsselung in der Online-Kommunikation seit den Enthüllungen von NSA-Whistleblower Edward Snowden auf dem Vormarsch.

Wie Cameron seine Forderungen letztlich technisch realisieren will, bleibt indes völlig offen. Ein Blockieren von Angeboten wie WhatsApps wird kaum durchzusetzen sein – allerspätestens bei vorinstallieren Diensten wie Apples iMessage und FaceTime. Dass Cameron mit einer solchen Forderung an die Öffentlichkeit geht, kann aber auch positiv gedeutet werden: Die Verschlüsselung moderner Messenger scheint gut genug zu sein, dass es diesen Weg braucht.


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