watchOS 2 ist da: Die Apple Watch wird schlauer, schneller und unabhängiger

Mit einigen Tagen Verzögerung ist nun die zweite Version des watchOS für die Apple Watch verfügbar. Es handelt sich nicht nur um ein marginales Update. watchOS 2 macht die Apple Watch unabhängiger vom iPhone, lässt Apps künftig schneller laden, gibt Euch mehr Freiheiten bei Watchfaces und stattet Siri mit mehr Funktionen aus. Die Neuerungen im Überblick.

So kommt Ihr an das Update

1. Installiert iOS 9 auf dem iPhone, das mit der Apple Watch gekoppelt ist.

2. Wählt die Apple Watch-App aus, geht in die Einstellungen und wählt "Allgemein" aus.

3. Heißt es im Update-Screen, dass Ihr die aktuellste Version nutzt, versucht es später erneut.

4. Gebt den Passcode ein und stimmt den Nutzungsbedingungen zu.

5. Bestätigt die Installation auf dem iPhone und der Apple Watch. Danach habt Ihr die neueste Version von watchOS auf Eurer Smartwatch.

Aber was ist neu? Lohnt sich das Update? Und ob. Die Änderungen im Schnellüberblick.

Die Krone wird mächtiger

Mit "Time Travel" könnt Ihr nun durch ein Drehen der Krone durch verschiedene Zeitzonen zappen. Praktisch, wenn Ihr viel auf Reisen seid. "Time Travel" soll auch mit anderen Komplikationen - also den einzelnen Elementen im Ziffernblatt - funktionieren, etwa dem Wetter. Über die Krone könnt Ihr künftig auch Lampen im Smart Home direkt dimmen.

Das eingebaute Mikrofon lässt sich zudem nicht nur für Anrufe und Siri, sondern künftig auch für andere Apps einsetzen. Das dürfte die Bedienung enorm vereinfachen. Und auch die Taptic Engine wird für Entwickler geöffnet. Das heißt, Ihr könnt künftig unterschiedliche Vibrationen für unterschiedliche Anwendungen auswählen. Praktisch.

Apps laden schneller

Ich hab es bereits in meinem ausführlichen Test erwähnt: Die Apps von Drittanbietern öffnen sich auf der Apple Watch teilweise viel zu langsam. Das lag daran, dass die Apps für die Apple Watch bislang nicht auf der Uhr, sondern auf dem iPhone installiert waren. Das hieß für den Nutzer: Die Apps von Apple auf der Smartwatch starten schneller als die Apps auf dem Smartphone, die nur Inhalte auf der Uhr anzeigen. Mit watchOS 2 ändert sich das. Denn die Apple Watch unterstützt ab sofort auch native Apps von Drittanbietern, die Ihr unabhängig vom iPhone auf der Uhr installieren könnt. Möglich macht dies das Softwareentwicklungs-Kit WatchKit.

WLAN ohne iPhone

Ein weiterer wichtiger Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit: Die Apple Watch kann sich mit watchOS 2 ohne ein iPhone in ein WLAN einloggen. Ihr habt also weiterhin Zugriff auf das Internet, auch wenn sich das Smartphone in einem anderen Raum befindet. Android Wear verfügt in der aktuellsten Version auch über dieses Feature.

Mehr Personalisierung bei Watchfaces

Eure eigenen Fotos als Watchface(© 2015 Apple)

Die Watchfaces lassen sich noch stärker individualisieren. Gut so: Eigene Fotos könnt Ihr als Hintergründe für die Watchfaces auswählen. Als Einzelbilder und als Diaschau aus einem Ordner mit mehreren Aufnahmen. Zudem habt Ihr die Wahl zwischen Hong Kong, London, Mack Lake, New York, Shanghai und Paris als TimeLapse-Watchfaces. Dazu wurden Bilder der Metropolen über 24 Stunden aufgezeichnet.

Darüber hinaus öffnet Apple seine Watchfaces für Komplikationen von Drittanbietern. Das heißt: Auch HomeKit-kompatible Apps, Flugzeiten, Infohappen aus News-Apps und vieles mehr lassen sich nun in die digitalen Ziffernblätter einfügen.

Siri kann mehr

Mit Siri lassen sich künftig spezifische Trainings starten, etwa mit "Hey Siri, starte einen 30-Minuten-Workout". Auch HomeKit-Geräte könnt Ihr zudem mit dem digitalen Sprachassistenten steuern.

Außerdem:

  • Im Nightstand-Modus zeigt die Uhr künftig auch im Querformat alle Informationen an.
  • Nicht nur Kurznachrichten aus iMessage lassen sich nun mit Quick Replies beantworten, sondern auch E-Mails.
  • Die Apple Watch hat jetzt auch eine Wecker-Funktion.
  • Das Display kann sich künftig auch nach 70 Sekunden abschalten. Zuvor waren maximal 15 Sekunden möglich.
  • Weitere Informationen zu den Neuerungen haben wir hier für Euch zusammengestellt.

Weitere Artikel zum Thema
Ab 599 Euro: "Spark" ist DJIs erste Selfie-Drohne
Guido Karsten
DJI Spark YouTube DJI
DJI hat eine neue Drohne vorgestellt: "Spark" ist besonders auf Selfies ausgelegt und sehr viel kleiner als die bisherigen Modelle des Herstellers.
Xbox Game Pass: Micro­softs Netflix für Video­spiele ist da
Der Xbox Game Pass bietet Euch Zugriff auf namhafte Games
Der Xbox Game Pass bietet Euch Zugriff auf eine Games-Bibliothek mit monatlich wechselnden Titeln. Ab Juni startet der Abo-Dienst auch in Deutschland.
MateBook X, Surface Laptop und MacBook Pro im Vergleich: flinke Flach­män­ner
Marco Engelien1
Surface Laptop, MateBook X, MacBook Pro
MacBook Pro und Surface Laptop bieten viel Leistung in kompakten Gehäusen. Neu in dieser Riege ist das Huawei MateBook X. Zeit für einen Vergleich.