Wegen einer App: Google ändert "Best of 2017"-Liste im Play Store

Google Play Store: Bei den beliebtesten Apps 2017 wurde ein Programm von der Liste genommen
Google Play Store: Bei den beliebtesten Apps 2017 wurde ein Programm von der Liste genommen(© 2017 Google)

Wie wir Anfang Dezember berichteten, hat Google vor Kurzem die besten Apps und Spiele des Jahres 2017 ausgezeichnet. Im Nachhinein betrachtet war der Android-Anbieter anscheinend aber nicht hundertprozentig zufrieden mit seiner Liste. Denn inzwischen hat er Änderungen daran vorgenommen.

In der amerikanischen Übersicht soll Google zwei Kategorien umbenannt haben: Aus den "beliebtesten" Apps und den "beliebtesten" Spielen sind nun offenbar die "besten" Apps beziehungsweise Spiele geworden. Den Ausschlag dafür gegeben hat laut Andoid Authority vermutlich die App "Photo Editor - Beauty Camera & Photo Filters", die es in der ursprünglichen Version in die Liste der "beliebtesten Apps" geschafft hatte.

Beliebteste App fordert fragwürdige Berechtigungen an

Unter den "besten Apps" taucht "Photo Editor" dagegen gar nicht mehr auf, genauso wenig wie in der deutschen Übersicht, wo die Kategorie nach wie vor "Die beliebtesten Apps" heißt. Ein möglicher Grund dafür seien die umfangreichen Berechtigungen, die die Anwendung vom Nutzer verlangt und die Alarmglocken läuten lassen sollten.

Diese Berechtigungen sollen auch umfassen: Das Umleiten ausgehender Anrufe, das Tätigen von Anrufen, das Auslesen und Beschreiben der Anrufliste sowie das Erfassen und  Ändern von Netzwerkeinstellungen und Datenverkehr. Hinzu komme, dass die App Werbung auf dem Sperrbildschirm eures Smartphones anzeige und daher nicht mit aktuellen Richtlinien von Google im Einklang stehe.

Es sei wahrscheinlich, dass Google die besten Apps für 2017 ursprünglich einfach anhand der Anzahl der Downloads im Play Store ausgewählt und dabei die fragwürdigen Bedingungen der App übersehen hat. Mit der aktualisierten Liste wolle Google diese Nachlässigkeit möglicherweise adressieren. Den ersten Platz nimmt nun übrigens die Foto-Anwendung "Face App" ein.