WhatsApp: Euer Widerspruch verhindert keine Datenweitergabe an Facebook

Unfassbar !98
Mit neuen AGBs erlaubt sich WhatsApp die Weitergabe von Daten an Facebook.
Mit neuen AGBs erlaubt sich WhatsApp die Weitergabe von Daten an Facebook.(© 2016 CURVED)

WhatsApp will Daten an Facebook weitergeben. Ihr könnt aber Widerspruch einlegen. Dieser verhindert allerdings nicht die Weitergabe der Telefonnummer und andere Daten, sondern nur bestimmte Nutzungsarten.

Nach der Ankündigung von WhatsApp Nutzerdaten wie die Telefonnummer an den Mutterkonzern Facebook weiter zu geben, tauchten im Internet zahlreiche Ratgeber auf, die Euch erklären, wie Ihr Widerspruch einlegt: Entweder direkt bei der Zustimmung zu den neuen AGB den Haken entfernen oder nachträglich bis 30 Tage nach Akzeptieren der neuen AGB unter Einstellungen -> Account -> Meine Account-Info teilen.

Widerspruch nur gegen bestimmte Nutzungsarten, nicht gegen die Weitergabe der Daten

Der ganze Widerspruch hat nur einen kleinen Schönheitsfehler, den WhatsApp in seinen FAQ-Eintrag zur Teilung der Account-Informationen mit Facebook selbst benennt.

"Falls du deine Account-Informationen nicht mit Facebook teilen möchtest, um deine Facebook-Werbung und Produkterlebnisse zu verbessern, kannst du das Häkchen aus dem Kästchen entfernen oder den Schieberegler umschalten." Hier lohnt es sich genau auf die Wortwahl zu achten. Wichtig ist die Einschränkung "um deine Facebook-Werbung und Produkterlebnisse zu verbessern".

Der entfernte Haken verhindert nicht die Datenweitergabe, sondern nur bestimmte Nutzungsarten.(© 2016 CURVED)

Denn im nächsten Absatz heißt es: "Die Facebook-Unternehmensgruppe wird diese Information trotzdem erhalten und für andere Zwecke, wie Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen, des Verstehens der Art der Nutzung unserer bzw. ihrer Dienste, der Absicherung der Systeme und der Bekämpfung von Spam, Missbrauch bzw. Verletzungshandlungen."

WhatsApp gibt Daten in jeden Fall an Facebook weiter

Sprich: Eure Daten gibt WhatsApp an Facebook weiter. Der Widerspruch ändert daran nichts. Er sorgt nur dafür, dass Facebook zum Beispiel Eure Telefonnummer nicht benutzt, um Euch vermeintlich passendere Werbung im News-Feed anzuzeigen.

Falls Ihr Euch jetzt nach einem anderen Messenger als Alternative zu WhatsApp umsehen wollt, dann hätten wir hier zehn Vorschläge.


Weitere Artikel zum Thema
Diese Herstel­ler haben 2016 die meis­ten Smart­phone-Modelle vorge­stellt
1
Dank vieler Hersteller mangelte es 2016 nicht an Auswahl auf dem Smartphone-Markt
2016 haben die großen Hersteller viele Smartphone-Modelle vorgestellt. Unter Umständen sind es deutlich mehr Geräte, als Ihr gedacht habt.
Allo am PC nutzen: Googles Messen­ger bekommt eine Web-Version
Marco Engelien
Der Google Assistant ist der Hauptbestandteil von Allo.
Google sucht aktuell nach immer neuen Wegen, den Messenger Allo attraktiver für Nutzer zu machen. Jetzt soll eine Web-Version kommen.
iOS 10.2.1 soll die Probleme mit dem iPhone 6 und iPhone 6s behe­ben
Michael Keller
iOS 10.2.1 soll den Akku-Bug auf dem iPhone 6s ausräumen – zumindest überwiegend
iOS 10.2.1 soll verhindern, dass iPhone 6s und iPhone 6 sich spontan ausschalten. Apple hat nun Daten zur Effektivität des Updates veröffentlicht.