WhatsApp gibt Daten weiter: Verbraucherschutz mahnt Messenger ab

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Durch die neuen Nutzungsbestimmungen zieht WhatsApp viel Unmut auf sich
Durch die neuen Nutzungsbestimmungen zieht WhatsApp viel Unmut auf sich(© 2016 CURVED)

Eine "rote Linie ist überschritten": Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat WhatsApp eine Abmahnung erteilt. Der Messenger würde durch die geplante Weitergabe von persönlichen Daten an Facebook das Vertrauen seiner Nutzer enttäuschen.

WhatsApp plant durch neue Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen, die Weitergabe von Daten wie Telefonnummern der Nutzer an Facebook zu ermöglichen. Das sogenannte Marktwächter-Team vom Verbraucherzentrale Bundesverband rügt den Messenger-Dienst für dieses Vorgehen: Facebook habe bei der Übernahme des Messenger-Dienstes im Jahr 2014 versprochen, die Unabhängigkeit der Tochter zu gewährleisten. Durch die neuen Bestimmungen würde dieses Versprechen gebrochen und das Vertrauen der Nutzer enttäuscht.

Weitergabe trotz Widerspruch

Das Team beobachte zudem einen "schleichenden Trend", dem zufolge Unternehmen den Nutzern Stück für Stück die Hoheit über ihre Daten nehmen. Die Privatsphäre der Nutzer würde dadurch ausgehebelt. WhatsApp habe nun bis zum 21. September 2016 Zeit, um eine Unterlassungserklärung abzugeben.

Nutzer wiederum können den neuen Nutzungsbestimmungen von WhatsApp bis zum 25. September widersprechen, wenn sie die uneingeschränkte Verwendung ihrer Daten durch Facebook verhindern wollen. Die Weitergabe selbst kann allerdings auch der Einspruch nicht verhindern; dadurch stellt Ihr lediglich sicher, dass Facebook Euch beispielsweise keine Werbung zukommen lässt. Sollte Euch die mangelnde Privatsphäre ein Dorn im Auge sein, bleibt nur der Wechsel – zum Beispiel zu einer der zahlreichen Messenger-Alternativen.

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