WhatsApp: US-Behörde liest Chat von Terrorverdächtigen in Belgien mit

Es scheint so, als würden US-Behörden bei WhatsApp beständig mitlesen können
Es scheint so, als würden US-Behörden bei WhatsApp beständig mitlesen können(© 2015 CC: Flickr/Georgie Pauwels)

Schlag gegen mutmaßliche Terroristen in Belgien – wegen WhatsApp: Die belgische Polizei hat am 8. Juni 2015 in mehreren Städten insgesamt 16 Verdächtige festgenommen, die terroristische Anschläge in Belgien geplant haben sollen.

US-Behörden waren auf die Nachrichten aufmerksam geworden, die sich die Männer über den Messenger-Dienst WhatsApp geschickt hatten – und brachten die lokalen Ermittler auf ihre Spur, berichtet die BBC. Offenbar gab es insgesamt 21 Razzien, unter anderem in Antwerpen, bei denen die Verdächtigen festgenommen wurden. Diese sollen in Syrien, Afghanistan und Tschetschenien ein "Dschihadisten-Training" erhalten haben.

Beweis für Mitschnitt von WhatsApp

Mittlerweile sollen die Verdächtigen wieder freigelassen worden sein, da sich der Verdacht offenbar nicht bestätigt hat, berichtet Heise Online. Bei der nicht genannten US-Behörde handele es sich vermutlich um das FBI. Bislang war zwar oftmals davon ausgegangen worden, dass in den USA auch WhatsApp-Nachrichten abgefangen werden – der nun öffentlich gewordene Fall scheint dafür einen Beweis zu liefern.

Bis zum Jahr 2012 gab es bei WhatsApp noch gar keine Verschlüsselung; mittlerweile soll dazu zwar die RC4-Technik verwendet werden, die allerdings auch leicht geknackt werden könne. Und auch die Ende 2014 eingeführte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Messengers biete keine Sicherheit vor Lauschangriffen, da Nutzer nicht überprüfen könnten, ob diese wirklich aktiv ist.


Weitere Artikel zum Thema
Siri soll ab iOS 11 aus Eurem Verhal­ten und Euren Nach­rich­ten lernen
Siri könnte Euch und Eure Wünsche ab iOS 11 viel besser verstehen
Siri lernt dazu: Die künstliche Intelligenz könnte ab iOS 11 dazu in der Lage sein, sich auf Nutzer anzupassen und aus deren Verhalten zu lernen.
Google Assi­stant ab sofort in Deutsch­land für viele Android-Smart­pho­nes
Marco Engelien1
UPDATEHer damit !9Auf dem OnePlus 3 in der CURVED-Redaktion ist der Google Assistant schon angekommen.
Google bringt den Google Assistant jetzt auch in Deutschland auf sämtliche kompatible Smartphones ab Android 6.0 Marshmallow.
WhatsApp Web könnte eben­falls neues Status-Feature erhal­ten
Guido Karsten
Auch die Web-Version von WhatsApp wird regelmäßig verbessert
Das Status-Feature von WhatsApp ist bislang nur auf Mobilgeräten verfügbar. Offenbar soll es aber auch in die Web- und Desktop-Versionen einziehen.