AluPen Digital im Test: Der perfekte Allround-Stylus

Her damit !17
AluPen Digital
AluPen Digital(© 2014 CURVED)

Eingabestifte wie der Jot Script von Adonit oder der Pogo Connect verbinden sich per Bluetooth mit bestimmten Apps, die so drucksensitive Arbeiten oder eine Handballenerkennung möglich machen. Der Nachteil: Die Stylusse funktionieren nicht mit jeder App. Auftritt AluPen Digital: Der batteriebetriebene Stylus von Just Mobile leitet geringe Elektrizität durch seine nur 1,8 mm dünne Spitze und arbeitet so mit sämtlichen Apps, die für Eingabestifte optimiert wurden, zusammen.

Schlichtes Design, gutes Gewicht

Um den AluPen Digital in Betrieb zu nehmen, legt Ihr zunächst die im Lieferumfang enthaltene AAA-Baterie ein und dreht die obere Hälfte des Gehäuses um 180 Grad bis eine kleine grüne Leuchte signalisiert, dass der Stylus eingeschaltet ist. Um den Stift auszuschalten, dreht Ihr die obere Gehäusehälfte in die entgegengesetzte Richtung, und die Spitze wird eingefahren. Auch im angeschalteten Zustand wird die Stromzufuhr nach drei Minuten Inaktivität unterbrochen, um die Batterie zu schonen. Das Design des AluPen Digital ist schlicht und schick, die Verarbeitung bietet keinen Grund zur Klage. Er liegt mit einem angenehmen Gewicht gut in der Hand, ähnlich einem hochwertigeren Füllfederhalter oder Kugelschreiber.

Fast wie auf echtem Papier

Ich muss an dieser Stelle zunächst gestehen, dass ich bislang weder ein großer Stylus-Freund war noch ein sonderlich begabter Zeichner bin. An Eingaben mit dem AluPen Digital habe ich mich allerdings relativ schnell gewöhnt. Natürlich lässt sich der Stift nutzen, um sämtliche Touchscreen-Menüs zu bedienen. Um die Vorteile eines Eingabestiftes aber wirklich zu nutzen, benötigt man mindestens eine Notiz-App mit Stylus-Unterstützung, um so schnell schriftliche Eingaben vorzunehmen. Unter iOS funktionierte das im Test mit den Apps MyScript Memo und Paper by FiftyThree auf einem iPhone 5s und einem iPad der dritten Generation ziemlich gut. Das Anfertigen von Notizen auf dem Touchscreen mit dem digitalen AluPen fühlt sich stark wie das Schreiben mit Stift und Papier und deutlich besser als mit zahlreichen anderen Eingabestiften an, was auch der dünnen Spitze des AluPen geschuldet ist. Ein Unterschied zur analogen Schrift ist aber nach wie vor spür- und sichtbar, sodass es letztendlich auch ein wenig auf die Übung ankommt, wie gut und vertraut sich das Schreiben mit dem AluPen ganz konkret präsentiert.

Beim Zeichnen beziehungsweise Skizzieren in der Paper-App zeigten sich derweil die Nachteile einer fehlenden Handballenerkennung, wie sie Paper in Verbindung mit dem zugehörigen Pencil-Stylus des gleichen Herstellers oder die Kombination aus Adonit Jot Script und einer kompatiblen App bieten. Legt man die Hand beim Zeichnen mit dem AluPen auf dem iPad ab, gibt es Probleme, da nicht mehr zwischen Stifteingaben und den Berührungen der Hand unterschieden werden kann.

Neben iPad und iPhone haben wir den AluPen Digital auch mit einem Xperia Z2 getestet und konnten hier ebenfalls gute Ergebnisse in Apps wie Note Anytime erzielen. Man sollte allerdings bei einem Z2 darauf achten, nicht den Handschuhmodus (Unter „Einstellungen“ und „Display“) zu aktivieren, da dies bei Eingaben mit dem Stylus zu Problemen führte. Generell verfügt speziell das Z2 allerdings sowieso über einen – kaum beworbenen – Stylus-Modus, der die Bedienung auch mit vielen gewöhnlichen Stiften erlaubt, sodass Ihr Euch hier nicht zwangsläufig gleich einen Stift zulegen müsst.

Der AluPen Digital funktionierte im Test auch mit einer App wie Note Anytime unter Android gut

Fazit: für alle Lebenslagen

Der AluPen Digital ist ein idealer Stylus für Allround-Schreiber auf dem Touchscreen. Die Präzision bei schriftlichen Eingaben ist sehr gut, die Handhabung kann einfacher kaum sein. Wer also generell auf der Suche nach einem (neuen) Stylus für die beschriebenen Zwecke ist, kann zum Preis von rund 50 Euro getrost zugreifen. Wer allerdings an Funktionen wie die Handballenerkennung beim Zeichnen gewöhnt ist, könnte mit dem AluPen Digital seine Probleme bekommen.


Weitere Artikel zum Thema
Rollen­spiel-Klas­si­ker Planes­cape Torment für iOS und Android ange­kün­digt
Guido Karsten
Dialoge mit allerhand Charakteren und Kreaturen spielen in "Planescape Torment" eine wichtige Rolle
Beamdog spendiert "Planescape Torment" eine Enhanced Edition samt 4K-Support. Auch Android- und iOS-Nutzer dürfen in das Rollenspiel eintauchen.
UE Wonder­boom im Test: Es hat Boom gemacht
4
Ihr könnt zwei UE Wonderboom koppeln.
Der UE Wonderboom platziert sich optisch zwischen Boom 2 und Roll 2. Ob der Neuling die Qualitäten der beiden vereint, klärt der Test.
Apple verteilt erste Beta zu iOS 10.3.2, tvOS 10.2.1 und watchOS 3.2.2
Guido Karsten
Nach dem Release von iOS 10.3 folgt nun schon die erste Beta zum nächsten Update
Nach dem finalen Release ist vor der nächsten Beta: Kaum ist iOS 10.3 erschienen, hat Apple die iOS 10.3.2 Beta 1 veröffentlicht.