Innovativ, aber auch nicht gerade günstig: Das Apple iPhone 5s bietet einen Fingerabdruck-Scanner, kostete dafür je nach Speichergröße bei Markteinführung 699 Euro oder mehr. Seit Herbst 2013 ist das Modell hierzulande erhältlich. Als siebte Smartphone-Generation des US-Herstellers ist es der Nachfolger des iPhone 5 und der große Bruder des iPhone 5c.

Das iPhone 5s führt den Trend fort und setzt auf ein vier Zoll großes Retina-Display. Mit einer Auflösung von 1136 x 640 Pixeln stellt es 326 Bildpunkte pro Zoll dar, was zwar überaus scharf ist – allerdings wird das Gerät inzwischen von neueren Flaggschiffen wie dem LG G3 oder seinem Nachfolger, dem iPhone 6, übertrumpft.

Herzstück des iPhone 5s ist der 64-Bit-Dual-Core-Prozessor mit seiner 1,3-GHz-Taktung, dem ein Arbeitsspeicher mit der Größe von 1 GB zur Seite steht. Auch das ist nicht mehr ganz zeitgemäß. Bis zum Erscheinen des iPhone 6 und 6 Plus handelte es sich dennoch um das schnellste iOS-Smartphone – und überzeugte daher auch im Test. Auch bei der Beliebtheit rangierte es ganz weit oben.

iOS 7, 8 und Fingerabdruck-Scanner

Eine Neuerung betrifft das Betriebssystem: Zusammen mit dem iPhone 5c war das iPhone 5s das erste Smartphone, das iOS 7 nutzte – aber auch iOS 8 und iOS 9.2.1 laufen auf dem Gerät. Gänzlich neu war der Fingerabdruck-Scanner, der zum ersten Mal in einem Apple-Gerät zum Einsatz kam und in den Home-Button integriert ist. Doch die Technik ist umstritten: Datenschützer kritisieren, dass Apple damit biometrische Daten sammeln könne. Praktisch ist er aber allemal, etwa beim Entsperren des Smartphones.

Lange Akkulaufzeit als Pluspunkt

Zur Ausstattung des iPhone 5s gehört auch die iSight-Kamera, mit der sich 8-Megapixel-Schnappschüsse und Videoaufnahmen in HD-Qualität machen lassen. Die geschossenen Resultate wissen dabei offenbar zu überzeugen: Einer Statistik der beliebten Foto-Sharing-Plattform Flickr zufolge besaß das iPhone 5s seinerzeit die beliebteste Smartphone-Kamera. Die Akkulaufzeit des Smartphones soll im Stand-by-Modus bis zu 250 Stunden betragen – auch zehn Stunden Dauertelefonie oder acht Stunden Surfen im Internet sollen so möglich sein. Unter realen Bedingungen zeigt sich allerdings, dass die Batterien auch weiterhin nicht zu Apples Stärken gehören.

Saftige Preise für das iPhone 5s

Zur Markteinführung kostete das iPhone 5s mit 16 GB Speicher 699 Euro. 32 GB gab es für 799 Euro und die 64 GB-Variante war für 899 Euro zu haben.

Auch nach Erscheinen von iPhone 6 und 6 Plus war das iPhone 5s nicht eben günstig. Anderthalb Jahre nach dem Release war die kostengünstigste Version des Smartphones mit 16 Gigabyte Speicherplatz ab 599 Euro zu haben. Die 32-GB-Fassung schlug mit 649 Euro zu Buche. Eine 64-GB-Variante war schon nicht mehr von Apple erhältlich.

Bei unserem Preis-Check im März 2016 kostete das iPhone 5s mit 16 GB bei Apple 505 Euro und die 32 GB-Version 555 Euro.

Kompatibel mit der Apple Watch

Wer ein iPhone 5s besitzt und sich eine Apple Watch zulegen möchte, muss nicht upgraden. Das Wearable benötigt nämlich mindestens ein iPhone 5, egal ob das Standard-Modell, ein iPhone 5c oder ein iPhone 5s.