Asus Zenfone 4 Max im Test: großer Akku, kleine Dualkamera

Asus Zenfone 4 Max: Dualkamera und ein fetter Akku.
Asus Zenfone 4 Max: Dualkamera und ein fetter Akku.(© 2017 CURVED)

Großer Akku und eine Dualkamera für unter 300 Euro: Damit will das Zenfone 4 Max punkten. Wir haben das Smartphone getestet.

Das Design des Metallgehäuses vom Zenfone 4 Max hat man so oder ähnlich schon oft gesehen. Auch das 5,5 Zoll große HD-Display ist keine Besonderheit, aber völlig ausreichend, um Inhalte anzuzeigen. Pixelig ist der Bildschirm nicht, die Farben wirken frisch und klar und die Blickwinkel sind stabil. Einen Blaulichtfilter für Abends gibt es ebenfalls, nur bei Sonnenschein im Freien leuchtet es nicht hell genug.

Großer Akku lädt andere Geräte auf

Unter der Haube geht es mit einer soliden Grundlage weiter. Der Snapdragon 430 mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher an seiner Seite ist für alltägliche Aufgaben gut gerüstet, strotzt aber nicht vor Rechenkraft. Überzeugen muss das Zenfone 4 Max deswegen mit seiner Dualkamera und dem großen Akku mit 5000 mAh. Die 46 Tage Standby-Zeit sind allerdings ein theoretischer Wert. Beim Test zeigt die Batterie 66 Prozent aktuelle Ladung an und teilt auf dem Sperrbildschirm mit, dass sie im Standby noch 13 Tage durchhalten würde.

Aber das Smartphone ist natürlich da, um genutzt zu werden.Da reicht der Akku locker für einen ganzen Tag. Wer ihn nicht zu sehr mit Facebook, Fotos oder Spielen belästigt, kann auch zwei Tage schaffen. Trotz Schnellladefunktion dauert es über den Micro-USB-Anschluss etwa vier Stunden, bis der Akku vom Zenfone 4 Max wieder voll ist. Praktisch: Mit dem beiliegenden OTG-Kabel wird die Batterie des Smartphones zur Powerbank und lädt andere Geräte auf.

Der interne Speicher des Asus Zenfone 4 Max ist 32 Gigabyte groß. Bei Bedarf lässt er sich mit einer microSD-Karte erweitern – und bietet zusätzlich noch Platz für zwei SIM-Karten. Mit dem Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite lässt sich das Zenfone 4 Max schnell und bequem entsperren.

Dualkamera mit Weitwinkel

Wie LG setzt Asus die zweite Linse der Dualkamera ein, um Weitwinkelaufnahmen zu ermöglichen. Während die Hauptkamera bei einem Blickwinkel von 80 Grad Fotos mit 13 Megapixeln aufnimmt, liefert die zweite Linse bei einer Auflösung von fünf Megapixeln Aufnahmen mit einem Blickwinkel von 120 Grad. Daraus ergeben sich nicht nur deutliche Unterschiede beim Motiv, sondern auch bei den Farben und der Detailgenauigkeit. Der Unterschied zwischen fünf und 13 Megapixeln ist deutlich zu erkennen. Nicht so schön: Die Weitwinkel-Aufnahmen haben deutlich mehr Gelbanteile im Bild.

Die Hauptkamera liefert im Schatten natürlich wirkende Farben. Bei Sonnenschein schleicht sich allerdings ein Rotstich ein. Der ändert aber nichts an der grundsätzlich hohen Detailgenauigkeit. Trotzdem lohnt es sich, den HDR-Modus zu aktivieren, der vor allem dunkle Bereiche in kontrastreichen Aufnahmen aufhellt. Panoramen setzt das Zenfone 4 Max ordentlich zusammen. Die Frontkamera liefert Selfies mit einer Auflösung von acht Megapixeln. Die Detailgenauigkeit ist ok, hat aber noch deutlich Luft nach oben. Die Farben dürften gerne kräftiger sein. Das gilt auch für den relativ dezenten HDR-Modus.

Als Betriebssystem installiert Asus Android 7.1.1 auf dem Zenfone 4 Max. Als Nutzeroberfläche kommt die ZenUI zum Einsatz. Sie enthält zwar auch einige Apps von Asus, wirkt aber nicht mehr so vollgepackt mit Bloatware wie früher.

Fazit: viel Akku, wenig Dualkamera

Der große Akku mit der langen Laufzeit ist das größte Kaufargument für das Asus Zenfone 4 Max. Die Kamera liefert zwar ordentliche Bilder, doch die Weitwinkel-Kamera fällt qualitativ zu stark ab, um wirklichen Mehrwert zu bieten. Ansonsten gibt es viel Standard-Ausstattung und ein oft gesehenes Design. Alles nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299 Euro ist das Zenfone 4 Max zwar nicht überteuert, aber eben auch kein Schnäppchen mehr. Fall es Euch zusagt, schaut beim Kauf genau hin: Es gibt noch ein zweites Zenfone 4 Max, das nur 269 Euro kostet. Sein Display ist mit 5,2 Zoll kleiner und der Akku hat mit 4100 mAh eine deutlich geringere Kapazität.

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