Asus Zenwatch 2 im Test: die günstigste Smartwatch mit Android Wear

Ihr seid unsicher, ob sich eine Smartwatch lohnt? Dann könnte die Asus ZenWatch 2 für Euch interessant sein. Die günstigste Uhr mit Android Wear kann im Test überzeugen. 

Zur Pflicht gehört, dass Ihr mit der Asus ZenWatch 2 dasselbe machen könnt wie mit jeder anderen Smartwatch mit Android Wear. Also Euch nicht nur Benachrichtigungen vom Smartphone am Handgelenk anzeigen lassen, sondern über das kleine Display auch Apps auf dem Smartphone fernbedienen.

Android Wear und ergänzende Apps

Größter Unterschied zu den teureren Smartwatches mit Android Wear, wie der Huawei Watch oder der Motorola Moto 360 (2015), ist dass die ZenWatch 2 Euren Puls nicht messen kann. Ansonsten lassen sich Unterschiede nur im Detail feststellen und manifestieren sich vor allem in den eigenen Apps.

Hierzu zählen eine Wellness-Software, eine Taschenlampe, eine Fernbedienung für die Smartphone-Kamera und ein Musik-Player, aber vor allem der "ZenWatch Manager" und der "FaceDesigner". Die Manager-App ist das Asus-Gegenstück zur Android Wear-App von Google. In der Anwendung passt Ihr Einstellungen der Smartwatch an, verseht sie mit einem von derzeit 54 Watchfaces und könnt die anderen genannten Apps installieren.

Im FaceDesigner könnt Ihr Eurer Kreativität freien Lauf lassen und Watchfaces ganz nach Euren Wünschen gestalten - mit frei wählbarem Hintergrundbild, Widgets, analogen Zeigern oder digitalen Zahlen, Beschriftungen und mehr. Das habe ich so bisher noch nicht bei anderen Herstellern gesehen.

Die Meckerecke

Asus setzt anders als Huawei, Samsung und Motorola nicht auf eine runde Uhr, sondern verpasst der ZenWatch 2, wie schon ihrem Vorgänger, ein rechteckiges Gehäuse. Das ist erstmal nicht weiter schlimm, was mich aber wirklich stört, ist dass das Display von einem extrem breiten Rand umgeben ist. Dieser sieht nach Platzverschwendung aus und ist zudem nicht symmetrisch, sondern unterhalb des Bildschirms breiter als an den anderen Seiten.

Der Stecker des Ladekabels ist magnetisch. Er lässt sich aber, obwohl es egal sein müsste wie herum man ihn anschließt, aufgrund der Magnetfelder nur von rechts anschließen. Und trotz des Magneten hält das Ladekabel nur, wenn die Uhr ruhig auf dem Tisch liegt.

Zwei Größen, drei Farben und viele Armbänder

Zum Test stand uns die große Version der ZenWatch 2 zur Verfügung. Ihr 1,63 Zoll messendes Display verfügt über eine Auflösung von 320 x 320 Pixeln. Die kleine Version der Smartwatch, die für schmalere Arme vorgesehen ist, verteilt 280 x 280 Pixel auf einem 1,45 Zoll großen Display. Beim Edelstahlgehäuse könnt Ihr zwischen drei Farben - Gunmetal (Schwarz), Silber und Roségold - wählen. Asus bietet drei verschiedene Armbänder aus Leder, Edelstahl und Kunststoff an. Ihr könnt aber auch jedes andere 22 - oder 18-Millimeter-Armband über den Schnellverschluss umkompliziert anbringen.

Der 400-mAh-Akku bringt die Uhr auch bei intensiver Nutzung locker über einen Tag. Ich hatte allerdings die meiste Zeit das Display nicht dauerhaft eingeschaltet, sondern ließ es sich automatisch aktivieren, wenn ich den Arm bewegt und drauf geschaut oder es benutzt habe. Dieses sparsame Verhalten führte dazu, dass ich die Smartwatch erst nach drei Tagen wieder aufladen musste.

Fazit: Die Smartwatch für Unentschiedene

Die ZenWatch 2 von Asus ist die ideale Smartwatch für alle, die Android Wear ausprobieren wollen, aber sich noch nicht sicher sind, ob sie wirklich eine Smartwatch brauchen. Denn mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 169 Euro ist sie die günstigste der aktuellen Smartwatch-Modelle und bietet trotz kleiner Kritik am Design und dem Ladevorgang den vollen Funktionsumfang von Android Wear.


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