Dell XPS 13 (9360) im Test: das (fast) perfekte Windows-Notebook

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Das Dell XPS 13 hat einen QHD+ Bildschirm
Das Dell XPS 13 hat einen QHD+ Bildschirm(© 2016 CURVED)

Ein fast randloses 13-Zoll-Display, sehr kompakte Maße, dazu topaktuelle Hardware. Das aktuelle Topmodell mit QHD+ Bildschirm lässt jetzt kaum noch Wünsche offen. Wir konnten es ausführlich testen.

Bei Dell könnt Ihr Euch das Notebook größtenteils selbst zusammen stellen. Wer Geld sparen möchte, wählt das FullHD-Display (1920 x 1080 Pixel) statt der QHD+ Variante (3200 x 1800 Pixel). Auch der Arbeitsspeicher sowie die Größe der SSD lassen sich verkleinern und der Prozessor durch einen etwas schwächeren ersetzen.

Klein, handlich und mit Power

Schon vor etwa zwei Jahren hat Dell den XPS 13 mit dem Design, das auf den Namen "Infinity Edge" hört, auf den Markt gebracht und seitdem technisch immer wieder aufgestockt. Das Besondere am Design: Durch den schmalen Displayrahmen kann das Gehäuse trotz 13,3-Zoll-Touch-Display sehr klein gehalten werden. Der Bildschirm ist hell und sehr blickwinkelstabil, die Farben kommen kontrastreich zur Geltung. Der Touchscreen ist ein Glaspanel und spiegelt stark – das gefällt nicht jedem, da es die Nutzung draußen in der Sonne einschränkt. Insgesamt weiß das QHD+ Display mit seinen 276 ppi aber zu überzeugen.

Das Dell XPS 13 in Rosegold(© 2016 CURVED)

Ober- und Unterseite des Notebooks sind aus Aluminium (erhältlich in Silber oder Rosegold), der Teil dazwischen ist aus Kunststoff. Insgesamt ist der Laptop sehr gut verarbeitet. Das XPS 13 wirkt stabil, jede Kante sitzt sauber. An der dicksten Stelle misst das Notebook im zugeklappten Zustand 1,5 cm, an der dünnsten Stelle kommen wir auf 0,9 cm. Es ist insgesamt knapp 30 cm breit und 20 cm tief und damit sehr kompakt. Mit einem Gewicht von etwa 1,3 Kilogramm (je nach Ausstattung) ist es zudem sehr leicht.

An der linken Seite finden wir den Stromanschluss, einen Thunderbolt 3-Anschluss (USB Typ C), einen normalen USB 3.0-Port, einen kombinierten Mikrofon-/Kopfhörer-Anschluss und eine Taste sowie vier LEDs, die beim Betätigen den Akku-Ladestand anzeigen. Auf der rechten Seite befinden sich die Aussparung für ein Noble Schloss, ein weiterer USB 3.0-Port und ein Steckplatz für SD-Karten. Braucht Ihr mehr Anschlüsse, könnt Ihr zu Typ-C-Adaptern greifen. Die bei Dell angebotenen sind aber recht schnell hochpreisig. Zum Beispiel kostet ein Adapter auf einen LAN-Anschluss und einen weiteren USB-Port schon um die 90 Euro.

Das Dell XPS 13 hält fest zusammen.(© 2016 CURVED)

Das Einzige, das am Design ein bisschen nervt, ist der Klappmechanismus. Es gibt vorne nicht wie bei anderen Laptops eine Kuhle zum Hereingreifen. Ober- und Unterseite schließen bündig. Das sieht zwar cool aus, aber so braucht man immer zwei Hände zum Öffnen des Laptops. Beim Hochklappen des Deckels hebt sich außerdem das gesamte Gerät an, wenn man es nicht mit der anderen Hand festhält.

Tastatur und Touchpad

Die Tastatur ist sehr flach und hat einen kurzen Hub, der Druckpunkt ist aber deutlich zu spüren. Leider klappern die Tasten ein wenig und sind beim Tippen dadurch recht laut. Die Handballenauflage aus Carbon fühlt sich sehr angenehm an und fügt sich in das Design ein. Eine Hintergrundbeleuchtung ist auch mit an Board und kann in zwei Stufen geregelt werden.

Das Touchpad des XPS 13 reagiert sehr präzise. Die Tastatur ist sehr flach und hat einen kurzen Hub.(© 2015 CURVED)

Das Touchpad empfinde ich als sehr präzise. Es ist glatt und reagiert perfekt. Verzögerungen sind nicht spürbar, die Klicks sind deutlich und klar. Beim Vorgängermodell gab es manchmal bei der Zwei-Finger-Geste zum Scrollen ein Problem: entweder scrollte die Seite beim Abheben der Finger noch nach, weil das Touchpad sehr sensibel reagierte oder die Zoom-Funktion wurde ausgelöst. Das Problem wurde jetzt behoben.

Technisch viel zu bieten

Bei unserem Modell ist der Kaby Lake Prozessor Intel i7-7500U (zwei Kerne, takten mit 2,7-3,5GHz) mit der Grafikeinheit HD Graphics 620 verbaut. Dazu kommen acht Gigabyte Arbeitsspeicher (LPDDR3) und eine SSD mit 256 Gigabyte Speicherplatz. Der Laptop ist aber frei konfigurierbar, sodass Ihr bis zu 16 Gigabyte RAM und eine SSD mit bis zu einem Terabyte Speicherplatz einbauen lassen könnt. Auch spannend: Ihr könnt mit ein bisschen Schraub-Erfahrung RAM, SSD und auch den Akku selber wechseln.

Mit unserer Konfiguration hat das Notebook genug Leistung, um damit sogar einige aktuelle Spiele – wenn auch auf niedrigsten Einstellungen und einer kleineren Auflösung – zu zocken. "Overwatch" läuft zum Beispiel mit 55 fps (bei einer Auflösung von 1280 x 720 Pixel). "GTA V" ruckelt bei 30 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm. "Rise of the Tomb Raider" erreicht bei einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln nur 19fps und bleibt damit unspielbar. "Counter Strike Global Offensive" kommt ohne Probleme auf über 60fps und lässt sich dadurch flüssig zocken.

Das Dell XPS 13 hat eine Akkulaufzeit von etwa 10,5 Stunden (Surfen im WLAN).(© 2016 CURVED)

Für die Zahlenfans unter Euch, hier unsere Benchmark-Ergebnisse: Bei Geekbench 4 kommt der Laptop im CPU-Test Single auf 4046 Punkte. Der Multi-Core-Score liegt bei 7749 Punkten und beim GPU-Test schafft der XPS 19020 Punkte. Auch bei der Akkulaufzeit hat Dell im Vergleich zum Vorgänger durch die neue Ausstattung nochmal mehr rausgeholt. Beim Test mit dauerhaftem Surfen im Netz mit aktiver WLAN-Verbindung schafft der XPS knapp 10,5 Stunden.

Wurde die Unterseite des Laptops unter Last beim Vorgänger noch unangenehm heiß, ist das XPS jetzt lediglich warm. Auch die Tastatur ist deutlich kühler.

MacBook Pro oder Dell XPS?

Schwankt Ihr zwischen den Top-Geräten von Apple und dem Dell XPS mit Windows, lohnt sich ein Vergleich der technischen Ausstattung. Beide haben einen Aluminiumkörper, aber unter der Haube gehen die Möglichkeiten weit auseinander.

Während wir im Dell XPS 13 den aktuellen Intel-Kaby-Lake-Prozessor haben, müssen wir beim MacBook Pro für einen i7 aus der letzten Generation (Skylake) 360 Euro Aufpreis zahlen. In der Standardkonfiguration des MacBook Pro steckt ein Intel Core i5-6360U. Auch beim Display geht der Punkt an den XPS 13 – zumindest in unserer Ausstattung mit QHD+ (3200 x 1800 Pixel, 276 ppi) und Touch-Funktion. Das MacBook Pro bietet eine Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln bei 227 ppi ohne Touch, ist allerdings mit 500 Nits heller als das Dell XPS 13 mit 400 Nits.

Der XPS 13 hat weiterhin den Vorteil mehr "normale" Anschlüsse zu haben, wohingegen das MacBook nur noch zwei Thunderbolt 3-Ports bietet. Beim Apple-Laptop ist allerdings das Touchpad größer und die Tastatur noch flacher. Ob das jetzt als Vor- oder Nachteil zählt, müsst Ihr selbst entscheiden. Das MacBook kommt inklusive i7-Prozessor, aber ohne Touchbar auf einen Preis von 2059 Euro, das XPS 13 kostet 1649 Euro.

Preise und Verfügbarkeit

Durch das freie Zusammenstellen der einzelnen Komponenten sind verschiedene Preise möglich. Unsere Ausstattung kommt auf 1649 Euro. Das Dell XPS 13 ist bereits erhältlich.

Fazit: Fast wunschlos glücklich

Die Verarbeitung ist tadellos, das Notebook ist klein und handlich, hat ein sehr überzeugendes Display und technisch ordentlich was drauf. Bauteile wie RAM, SSD und Akku lassen sich austauschen. Im Test sind uns nur wenige Mankos aufgefallen: Das Display spiegelt stark, der Lüfter ist unter Last recht laut und die Adapter für den USB-C-Port sind teuer. Ansonsten lässt das Gerät keine Wünsche mehr offen. Top!


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