DockCase für MacBook Pro im Test: halb Hülle, halb Dock [mit Video]

Das MacBook Pro ist toll – wenn denn der tägliche Struggle mit den Anschlüssen nicht wäre: Auch wenn USB Typ-C die Zukunft ist, erfordert das meiste Zubehör zu Hause und im Büro noch den Einsatz von Dongles, Dockingstations und Adaptern. Das Dockcase will diese Lücke schließen.

Denn zu allererst ist das DockCase ein...Case. So weit, so unüberraschend. Das MacBook gleitet problemlos hinein und findet dort passgenau Platz. Die Lasche für den Verschluss haftet magnetisch. Die kleine Falz darunter bietet Platz für das mitgelieferte, kurze USB-C-Kabel.

Jede Menge Anschlüsse

Doch was das DockCase besonders macht ist das...Ihr ahnt es schon...Dock. Ganz recht: Eingebaut in die Kunstleder-Hülle ist eine ganze Reise von Anschlüsse, die aus dem Case eine mobile Dockingstation machen. Dazu zählen:

  • 1 LAN-Anschluss (1 GBit)
  • 1 HDMI-Anschluss (4K mit 30Hz, Full-HD mit 60Hz)
  • 1 USB Typ-C-Anschluss für den Strom (bis zu 100W)
  • 1 USB Typ-C-Anschluss für Daten (bis zu 5 Gbps)
  • 3 USB Typ-A-Anschlüsse (bis zu 480 Mbps)
  • 1 microSD-Anschluss
  • 1 SD-Kartenslot (SD-XC, SD, MMC, RS-MMC, SD-HC)

Die Funktionsweise ist schnell erklärt: Aufgeklappt ruht das MacBook auf der Hülle, die Verbindung zum Dock stellt das kurze Typ-C-Kabel her. Dafür ist an der langen Kante der Hülle ein weiterer USB-Anschluss angebracht.

Im Test funktionierten die Anschlüsse mit Ausnahme des micro-SD-Kartenslots einwandfrei. Hierfür brauchte es schon lange Fingernägel, um die Karte soweit hineinzudrücken, damit sie auch einrastet. Der Hersteller weist daraufhin, dass es sich um ein Vorserien-Gerät handelt. USB-Sticks und micro- sowie SD-Karten ließen sich problemlos mounten. Auch der HDMI-Anschluss funktionierte einwandfrei. Kurzum: Das Gerät macht, was es soll.

Preise und Verfügbarkeit

Der Hersteller sucht demnächst auf Kickstarter Unterstützer für sein Vorhaben. "Early Birds" zahlen 69 Dollar. Auf der Herstellerseite kann man sich registrieren und wird informiert, sobald die Kampagne startet. Später soll die Hülle 129 Dollar kosten.

Fazit

Umgerechnet rund 70 Euro sind ein angemessener Preis dafür, dass Ihr künftig die Dongles in der Schublade lassen könnt. Für das finale Produkt wünsche ich mir aber noch ein paar mehr Farbvarianten. Unser Testgerät steht unter dem Schutz, eine "Beta-Version" zu sein. Gerade im Bereich der Anschlüsse wirkt die Verbindung zwischen Leder und Kunststoff nicht passgenau.

Merzt der Hersteller diese kleinen Fehler aus, bekommt man eine MacBook-Hülle, die nicht nur Seltenheitswert hat, sondern richtigen Mehrwert bringt. Wer viel unterwegs ist und sich ohne eine Fülle von Adaptern ins Netzwerk einloggen, Karten auslesen und Monitore sowie Peripherie verbinden will, bekommt mit dem DockCase einen treuen Begleiter zur Hand.

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