"Far Cry 5 – Lost on Mars" im Test: Im Weltraum hört dich niemand gähnen

Weg damit !14
Türme "aktivieren"? Das ist leider nur leidlich spannend.
Türme "aktivieren"? Das ist leider nur leidlich spannend.(© 2018 Ubisoft)

Das neue Download-Kapitel für "Far Cry 5" entführt euch knappe 60 Millionen Kilometer weg von Hope Country. Wie es der Titel "Lost on Mars" vermuten lässt, sollt ihr auf dem roten Planeten für Ruhe sorgen und ganz nebenbei – natürlich – die Menscheit retten. Ob die Käferjagd genügend Spaß macht, um einen Kauf zu rechtfertigen, klärt der Test.

Nach einem Abstecher in das düstere Vietnam geht es im zweiten Download für "Far Cry 5" nun auf die Oberfläche des Mars. Ihr steuert die Geschicke des aus dem Hauptspiel bekannten NPCs Nick Rye und an eurer Seite der ebenfalls aus der Far-Cry-Serie bekannte Supertrottel und Raketenwerfer-Freund "Hurk" – oder zumindest Teile von ihm.

Hurks Kopf ist schon da. Die restlichen Körperteile müsst ihr einsammeln.(© 2018 Ubisoft)
Immerhin steht er euch bis dahin in Gestalt eines Kampfroboters zur Seite.(© 2018 Ubisoft)

Jux mit dem Jetpack

Von einem Lichtstrahl eingesaugt, landet ihr im Inneren einer Raumstation und werdet prompt von Hurk begrüßt – oder besser: Von seinem Kopf, denn der Rest der Dumpfbacke ist überall auf dem roten Planeten verstreut. Also ist eine eurer Aufgaben dafür zu sorgen, dass Hurk wieder komplett beisammen ist. Immerhin transferiert die neurotische und selbstverliebte künstliche Intelligenz "Anne" den Geist von Hurk in einen kleinen aber recht kampfstarken Roboter mit dem klangvollen Namen "Brobot" – der euch mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch der Raketengürtel, der euch gleich zu Beginn zur Verfügung steht, soll euch die Erkundung erleichtern: Per Knopfdruck katapultiert ihr euch in die Höhe, ein weiterer Druck auf den Knopf lässt euch längere Strecken schwebend zurücklegen – dabei müsst ihr allerdings immer ein Auge auf die recht knapp bemessene Energieanzeige des Gadgets haben.

Mit dem Jetpack schwebt ihr kurzzeitig über dem Geschehen.(© 2018 Ubisoft)
Die zu erklimmenden Türme sind mit zahlreichen Sprungrätseln gespickt.(© 2018 Ubisoft)

Die Käfer kommen

Sind eure eigentlichen Aufgaben schon zu Beginn recht klar, stellen sich euch bei der Erfüllung eben dieser die fiesen Marsbewohner in Gestalt wehrhafter Rieseninsekten in den Weg. So solltet ihr euch möglichst nur auf den steinernen Teilen des Untergrunds bewegen, wagt ihr ein paar Schritte auf sandigem Untergrund, ploppt das ungeliebte Ungeziefer sofort aus dem Boden und will euch ans Leder. Natürlich habt ihr verschiedene Möglichkeiten euch eurer Haut zu erwehren: An überall in der Spielwelt verteilten 3D-Druckern stellt ihr nach und nach immer stärkere Waffen her, dank derer ihr die Gegner meistens gut in Schach halten könnt. Das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass – bis auf eine rühmliche Ausnahme – das Design und die Funktionalität der Laser-Schießprügel leider vom Reissbrett und damit sehr uninspiriert daherkommt. Das Gleiche gilt leider auch für die Aufgaben, die ihr im Laufe des rund sechs bis achtstündigen Abenteuers erledigen sollt.

Die "normalen" Arachnoiden geben nach ein paar Treffern relativ schnell klein bei.(© 2018 Ubisoft)
Mit dem "Morphinator" verwandelt ihr die Gegner in Kühe, die von den geflügelten Wesen weggetragen werden.(© 2018 Ubisoft)

Von Königinnen und Türmen

Um die KI wieder auf Vordermann zu bringen und für mehr Waffenauswahl am Drucker zu sorgen, müsst ihr überall verteilte Türme erst erklimmen und dann aktivieren. Das ist zwar einerseits recht selbstironisch von Hersteller Ubisoft, stellt den Spieler aber erneut vor das Problem, dass diese "Aktivität" auf die Dauer einfach sterbenslangweilig ist. Schon besser hören sich da die Kämpfe gegen die Käfer-Königinnen an, die stets von einer Vielzahl von Arbeitern umgeben sind. Das macht die ersten zwei, dreimal auch noch Spaß. Aber schon die Aussicht, dass ihr diese fast immer gleich verlaufenden Scharmützel satte 15 mal hinter euch bringen sollt, sorgt für Stirnrunzeln. Die zu Beginn noch recht beeindruckende optische Darstellung des Mars, langweilt nach einiger Zeit ebenso – genau wie das pseudohhaft witzige Gelaber von Hurk, der KI und eurer Spielfigur. Aber nur beim letzten Punkt wäre weniger mehr gewesen.

Die Königinnen sind zäh und die Kämpfe gegen sie leider immer sehr gleichförmig.(© 2018 Ubisoft)

Fazit: Der Mars kann warten

Auch der zweite DLC für "Far Cry 5", den Käufer der Gold-Edition des Hauptspiels kostenlos herunterladen können (alle anderen müssen zehn Euro berappen), ist spielerisch eher gehaltlos und kann das spannende Setting nicht genug ausnutzen, um zu überzeugen. Klar, die Spielzeit ist nicht sehr lang bemessen, doch euch wird sicher schon lange vorher die Puste ausgehen – was sicher nicht an dem Sauerstoffvorrat eures Raumanzugs liegt. Bleibt zu hoffen, dass die Jagd auf Zombies, die Mitte August erscheinen soll, deutlich mehr auf den Rippen hat.

"Far Cry 5: Lost on Mars" ist ab sofort in den einschlägigen Stores für PC, PS4 und Xbox One erhältlich und hat die Altersfreigabe "Ab 16 Jahren". 


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