"Farpoint" angetestet: Mit dem Aim Controller auf Spinnenjagd [mit Video]

Für die Playstation VR kommt im nächsten Monat ein neuer Controller im Waffendesign auf den Markt. Passend dazu gibt es mit "Farpoint" ein Ego-Shooter-Game. Wir sind mit dem Playstation VR Aim Controller schon mal auf Monsterjagd gegangen.

"Farpoint" ist das erste Spiel für den neuen Aim Controller der Playstation VR. Doch in Zukunft soll es weitere kompatible Games geben, sagt Sony. Während einer kurzen Demo konnten wir bereits ein bisschen die Welt des fremden Planeten in "Farpoint" erkunden, auf dem der Spieler gestrandet ist.

In "Farpoint" durch die Wüste

Der Planet erinnert durch seine rötliche Wüstenlandschaft an den Mars – er ist es aber nicht. Alles ist steinig und sandig. Auch an einer schwindelerregend hohen Klippe mussten wir uns entlang bewegen ohne herunterzufallen, während fiese Spinnen uns das Leben schwer machten. Doch die Gegner kommen nicht nur von vorne. Hinter uns oder über uns springen plötzlich auch Spinnenwesen herum, die uns angreifen. Über eine gut inszenierte Sound-Kulisse hört Ihr das Gekrabbel und Gebuddel der Spinnen. Manchmal erschrecken sie Euch auch ein wenig.

Später im Spiel soll es noch andere Gegnertypen geben, unter anderem auch Roboter und Drohnen. In der Demo sind wir nur auf Spinnen getroffen: kleine, größere und eine riesige Monsterspinne. Habt Ihr ein bisschen Angst vor den Krabbelviechern, ist "Farpoint" wohl eher nichts für Euch. Neben dem Geballer gibt es auch eine Story, mit der Ihr laut Sony sechs bis acht stunden Zeit verbringen könnt. Außerdem wird ein Koop-Modus dabei sein, in dem Ihr mit einem Freund einige Level mit noch mehr Gegnern aufmischt. Die Story könnt Ihr leider nicht zusammen erleben.

Aim Controller für Waffengefühl

Der neue Sony-Controller soll für ein besseres Spielgefühl sorgen – und das tut er auch! Mit dem linken Daumen steuert Ihr vorne am Aim Controller mit einem Analogstick die Bewegung Eures Charakters. Die rechte Hand habt Ihr hinten am Abzug. Das fühlt sich beim Zocken für einen Rechtshänder wie mich sehr stimmig an. Doch auch als Linkshänder ist das Spielen mit dem Controller kein Problem. Dafür platziert Ihr einfach Eure Hände anders herum und drückt mit dem linken Zeigefinger ab.

Der Trigger der Waffe entspricht dem R2 Button des normalen PS4-Controllers(© 2017 CURVED)

Die "Waffe" hat eine gute Größe, sodass man sie auf Hüfthöhe bequem halten und doch schnell in Schussposition hochnehmen kann. Wenn es etwas präziser sein soll, wird per Kimme und Korn gezielt. Dadurch, dass der Controller so leicht ist, seid Ihr damit sehr agil unterwegs.

Mit der linken Hand steuert Ihr vorne per Stick die Bewegung des Charakter(© 2017 CURVED)

Während Ihr Euch fortbewegt, könnt Ihr die Waffe hängen lassen und dann sehr schnell nach oben holen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man es so auch mehrere Stunden in der Spielwelt aushält. Allerdings fehlt mir das Gewicht auch. In Barcelona auf dem Mobile World Congress hatten wir bei der HTC Vive ein waffenähnliches Gebilde als Controller in der Hand. Der war richtig schwer und dadurch noch etwas realistischer. Damit hätte ich aber nicht mehrere Stunden spielen wollen.

Der Aim Controller wiegt weniger als 500 Gramm und stört dadurch auch beim längeren Spielen nicht(© 2017 CURVED)

Ein schönes Detail liegt in der Vibration des gesamten Aim Controllers. Ihr spürt dadurch eine Art Rückstoß, wenn Ihr mit der Waffe abdrückt. Dieser ändert sich auch mit den verschiedenen Waffentypen. In der Demo konnten wir ein Maschinengewehr und eine Schrotflinte ausprobieren. Während bei der ersten Waffe die Vibration recht kurz war, hallte sie bei der Schrotflinte länger nach.

Beim Zocken von "Farpoint" wurde mir ab und zu doch etwas schwindlig, weil der Charakter durch das Steuern per Stick recht schnell über den Boden geschoben wird, ich in der realen Welt aber stehen bleibe. Da wird das Zocken regelrecht zu einer Gleichgewichtsübung. Wenn Ihr Probleme mit Motion Sickness habt, könnt Ihr "Farpoint" auch ohne VR-Brille spielen. Damit die Bewegung des Controllers erkannt wird, sitzt an seiner Spitze ein leuchtender Ball. Dessen Position wird über die Playstation-4-Kamera ausgewertet. "Farpoint" lässt sich aber auch mit dem normalen Controller zocken. Hier gibt die farbige LED Rückschlüsse auf die Position.

Preise und Verfügbarkeit

Der neue Playstation VR Aim Controller erscheint zeitgleich mit dem Spiel "Farpoint" am 17. Mai 2017. Der neue Controller kostet zusammen mit dem Spiel 90 bis 100 Euro, das Spiel gibt es auch einzeln für 70 Euro.

Für den Einsatz des Controllers benötigt Ihr zusätzlich die Playstation-4-Kamera. Diese kostet rund 60 Euro.

Fazit: Erweitert VR-Erlebnis

Was das Spiel "Farpoint" angeht, glaube ich nicht, dass es mich lange bei der Stange halten wird. Es wirkte doch sehr linear, ist eben ein klassischer Shooter. Der Controller aber bringt eine neue Dimension in das VR-Erlebnis und sorgt dafür, dass sich Shooter um einiges besser anfühlen. Hoffentlich gibt es in Zukunft mehr Spiele, die für den Aim Controller gemacht werden.


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