Fitbit Charge 3 im Test: Fitnesstracker im Hands-on [mit Video]

Ein größeres Display, ein neuer Sensor, noch mehr Funktionen und eine längere Akkulaufzeit: Die dritte Generation des Fitnesstrackers hat einiges zu bieten. Wir haben uns den Fitbit Charge 3 auf der IFA schonmal angeschaut.

Am Grundprinzip des Fitbit Charge 3 ändert sich nichts. Das Armband zählt Schritte, misst den Puls, überwacht den Schlaf und zeigt Benachrichtigungen vom Smartphone an. Im Detail hat sich jedoch einiges verändert.

Größeres Display und zielorientiertes Training

Durch das nach Angaben von Fitbit 40 Prozent größere Display zeigt der Charge 3 mehr Details an. Beim kurzen Blick beim Sport sind die Informationen auf dem Display besser zu erkennen und die erhöhte Helligkeit sollte bei Sonnenlicht für eine bessere Erkennbarkeit sorgen. In der Messehalle sah es auf jeden Fall gut aus. Die Akkulaufzeit soll unter dem größeren und helleren Display übrigens nicht leiden. Fitbit gibt sie bis zu sieben Tagen an – zwei mehr als beim Vorgänger, bei dem diese Angabe stimmte.

Bei der Bedienung des Fitbit Charge 3 fällt die Taste zum Drücken weg. Stattdessen gibt es eine feste Schaltfläche, die bei Eingaben zur Bestätigung vibriert. Ungewohnt, aber gut nutzbar. Das Display fungiert als Touchscreen und eröffnet dadurch mehr Möglichkeiten bei der Bedienung als der Vorgänger, der nur Antippen erkannte. Auch wenn die Abläufe bei der Bedienung andere sind, hat man sie nach kurzer Zeit verinnerlicht.

Der Fitbit Charge 3 ist der erste Fitnesstracker des Herstellers mit einem SpO2-Sensor, der den relativen Sauerstoffgehalt im Blut misst. Bisher verfügten nur die Fitbit Ionic und Fitbit Versa über solch einen Sensor. Dadurch könnte das Wearable nach Herstellerangaben z.B. Krankheiten wie Schlafapnoe erkennen. Insgesamt will Fitbit das Schlaftracking verbessert haben und vergibt für jede Nacht mit dem Sleep Score eine Punktzahl – noch befindet sich das System in der Beta-Phase.

Mit dem Fitbit Charge 3 könnt ihr zielorientierter trainieren. Für 15 Sportarten lassen sich eine Zeit, eine Strecke oder eine Kalorienzahl festlegen nach deren erreichen sich das Wearable meldet. Ins Wasser kann man den Fitnesstracker dabei auch mitnehmen. Bis zu 50 Meter soll er wasserdicht sein und im Schwimmmodus Bahnen und Schwimmstile automatisch erkennen.

Ein fest verbautes GPS hat der Charge 3 nicht, kann sich aber beim Joggen oder Radfahren die Standortdaten vom verbundenen Smartphone holen. Mit "Run Detect" hat Fitbit eine praktische Funktion für die nahe Zukunft angekündigt. Bei Stehzeiten, etwa an Ampeln, pausiert das Wearable das Tracking. Bei der Fitbit Versa funktioniert das ziemlich zuverlässig.

Darüber hinaus können Android-Nutzer über die Fitbit Charge 3 direkt auf Benachrichtigungen antworten. Die Antwortmöglichkeiten lassen sich zwar wie bei der Ionic und Versa selbst in Vorlagen eintragen, passen aber immer nur in wenigen Situationen. Mit einem Konto bei der richtigen Bank, bzw. dem richtigen Bezahldienst, kann man über Fitbit Pay mit der Special Editions des Charge 3 bargeldlos bezahlen.

Preis und Verfügbarkeit

Ab Oktober 2018 soll der Fitbit Charge 3 erhältlich sein, er lässt sich bereits jetzt für die unverbindliche Preisempfehlung von 149,95 Euro vorbestellen. Die Special Edition ist 20 Euro teurer und kostet 169,95 Euro.

Vorläufiges Fazit

Das Fitbit Charge 3 ist ein konsequente und logische Weiterentwicklung des Vorgängers. Der Fitnesstracker kann mehr und wird durch das größere Display komfortabler. Zum Fitbit Ionic und Fitbit Versa besteht allerdings immer noch ein deutlicher Abstand. Einige der neuen Funktionen des Charge 3 müssen sich allerdings noch im ausführlichen Test bewähren. Dann lässt sich auch abschließend beurteilen, ob sich der Wechsel vom Charge 2 lohnt oder der alte Fitnesstracker noch am Handgelenk bleiben kann.

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