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Mit Handy bezahlen: So funktioniert Mobile Payment

Nun könnt ihr auch in Deutschland mit Apple Pay bezahlen
Mit dem Smartphone zu bezahlen, ist für viele längst selbstverständlich (© 2018 Apple )
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30.11.20 von

Sebastian Johannsen

Kontaktloses Bezahlen an der Kasse ist nicht erst seit der Corona-Pandemie im Trend. Neben der regulären EC-Karte funktioniert dies auch mit dem Smartphone. Wir zeigen euch, welche Anbieter es für Mobile Payment gibt und wie genau das funktioniert.

Bargeldloses Bezahlen mit dem Smartphone ist nicht nur einfach, sondern auch sicher. Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft pwc Deutschland nutzen mittlerweile rund 46 Prozent der unter 30-jährigen Deutschen das Mobile Payment. Insgesamt wird diese Zahlungsmethode mittlerweile von 25 Prozent aller Deutschen genutzt.

Das braucht euer Smartphone: NFC

Um via Mobile Payment bezahlen zu können, muss euer Smartphone einen "Near Field Communication"-Chip, kurz NFC besitzen. Dieser ist heutzutage in nahezu jedem modernen Smartphone verbaut und muss gegebenenfalls nur in den Einstellungen aktiviert werden. Und wie der Name andeutet, bewirkt diese Technik, dass euer Gerät an der Kasse mit dem Bezahl-Terminal kommunizieren kann.

Mittlerweile sind alle großen Einkaufsketten, Geschäfte und Tankstellen mit der NFC-Technologie ausgestattet. Ob ihr an der Kasse kontaktlos mit dem Smartphone zahlen könnt, erkennt ihr an dem NFC-Wellen-Symbol am Terminal oder an Symbolen anderer Dienste für das mobile Bezahlen wie Apple Pay, Google Pay und Co.

Mobile Payment NFC Logo
Anhand dieses Symbols erkennt ihr, ob ihr mobil bezahlen könnt (© 2020 NFC Mobile )

Beim Bezahlen mit dem Smartphone müsst ihr euch authentifizieren: etwa per PIN-Eingabe, via Fingerabdruck am Smartphone oder beim iPhone über die Gesichtserkennung Face ID. Auf dem Display erscheint dann auch eine Bestätigung, wenn der Bezahlvorgang erfolgreich abgeschlossen ist. Mehr müsst ihr nicht tun. Doch welche Dienste stehen euch in Deutschland zur Verfügung?

Apple Pay: Bezahlen mit dem iPhone

Wer ein iPhone der Generation 6 oder höher besitzt, der kann mit seinem Smartphone mobil bezahlen. Die App dafür ist auf allen Geräten schon vorinstalliert und muss nur noch aktiviert werden. Dafür öffnet ihr die "Wallet"-App und fügt eure Kreditkarten-Daten hinzu. Mittlerweile unterstützen 45 Banken oder Kreditkarten-Institutionen die Möglichkeit, Apple Pay zu nutzen. Ob euer Institut dabei ist, seht ihr auf der Support-Seite von Apple.

Während des Bezahlvorgangs haltet ihr euer iPhone einfach in die Nähe des Kassensystems und wartet die Bestätigung auf eurem Display ab. Je nach Geschäft und Einstellung eures Geräts werdet ihr gegebenenfalls aufgefordert, die Transaktion durch eine PIN,  Face ID oder per Fingerabdruck zu bestätigen.

Google Pay: Alternative für Android-User

Google Pay wurde kurz vor Apple Pay in Deutschland veröffentlicht. Auf den meisten Android-Smartphones müsst ihr die App zum mobilen Bezahlen aus dem Google Play Store herunterladen. Öffnet ihr sie dann zum ersten Mal, werdet ihr aufgefordert, eure Kreditkarte hinzuzufügen. Das geht manuell oder mit einem Foto der Karte.

Aus Sicherheitsgründen wird die Identität nach der Eingabe erst einmal überprüft. Dies erfolgt über eure Bank.

Das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone funktioniert dann wie mit dem iPhone. An den Kassen erkennt ihr am NFC-Symbol oder dem "G Pay"-Symbol, ob ihr dort mit eurem Gerät bezahlen könnt. Für die Transaktion muss nicht einmal die App geöffnet sein: Einfach das Smartphone an das Gerät halten und ihr bekommt die Bestätigung auf eurem Display zu sehen.

32 Banken und Institutionen unterstützen mittlerweile das Google-Pay-System. Außerdem könnt ihr Google Pay auch mit eurem PayPal-Konto nutzen. Denn dort ist euer Bankkonto ja bereits verknüpft und eure Identität ist bestätigt.

Samsung Pay: Der Newcomer

Erst seit Ende Oktober 2020 könnt ihr offiziell über Samsung Pay mit eurem Samsung-Gerät an deutschen Kassen bezahlen. Der Clou gegenüber Apple Pay & Co.: Ihr müsst hier keine Kreditkarte besitzen oder ein PayPal-Konto anlegen. Es reicht, wenn ihr ein ganz normales Bankkonto mit einer deutschen IBAN euer Eigen nennt.

Dieses wird mit der Samsung-Pay-App verknüpft, welche ihr entweder im Galaxy Store oder im Google Play Store herunterladet. Zukünftige Geräte werden die App vorinstalliert haben.

 Samsung Pay ist eine der neueren Mobile-Payment-Lösungen
Samsung Pay ist eine der neueren Mobile-Payment-Lösungen (© 2020 Samsung )

Danach verknüpft ihr euer Bankkonto mit der Samsung-Pay-App. Über die Solarisbank findet dann ein Identifikationsverfahren statt, das weder eine Videoidentifikation noch einen Besuch bei eurer Filiale voraussetzt. Die Solarisbank ist hierbei der Partner von Samsung und entsprechend der Kreditgeber. Dieser bucht dann eure Einkäufe von eurem Konto ab.

Unterstützt werden alle Samsung-Geräte ab der Galaxy S8- und der Note 8-Serie. Für die Modelle der Galaxy A-Reihe ab 2018 sowie das XCover Pro steht der Dienst ebenfalls zur Verfügung. Der Bezahlvorgang verläuft dann wie bei den anderen Systemen: Ihr müsst euer Smartphone an ein entsprechendes Kassengerät mit NFC-Symbol oder Visa-Karten-Symbol halten. Die App öffnet sich automatisch und die Transaktion muss dann mit eurer Samsung-PIN, via Iris-Scan oder per Fingerabdruck autorisiert werden. Dann erscheint auch schon die Bestätigung auf eurem Bildschirm.

Hausbank, Netto, Lidl und Payback

Sparkasse, Volksbank und Co.

Doch neben den Smartphone-Herstellern gibt es noch andere Institutionen, welche Mobile Payment anbieten. Viele deutsche Banken wie die Sparkasse oder die Volksbanken und Raiffeisenbanken, bieten diesen Service schon seit einiger Zeit an. Die Einrichtung für diese Bezahlmethode ist aber ein wenig komplizierter. Neben der App eurer Hausbank müsst ihr unter anderem noch eine Sicherheits-App zur Erzeugung von Push-TANs installieren. Am besten erkundigt ihr euch bei eurer Bank, ob Mobile Payment zur Verfügung steht und wie ihr diese Bezahlmethode mit eurem Smartphone nutzen könnt.

Apple Pay Sparkasse
Die Sparkassen unterstützen nicht nur Apple Pay (Bild), sondern haben auch eine eigene Lösung (© 2020 Sparkasse Bremen )

Mobiles Bezahlen mit Payback

Eine weitere Option für mobiles Bezahlen bietet Payback an. Der Clou: Wie mit eurer Payback-Karte sammelt ihr bei jedem Bezahlvorgang automatisch Punkte, die ihr dann gegen Prämien eintauschen könnt. Um den Dienst nutzen zu können, braucht ihr eine  Payback-Karte und die Payback-App. Dort hinterlegt ihr eure Bankverbindung und eure Adressdaten und legt eure persönliche PIN fest. Natürlich könnt ihr auch euren Fingerabdruck zur Autorisierung von Bezahlungen nutzen. Beim Kaufvorgang müsst ihr die Payback-App öffnen, ehe ihr das Gerät an die Kasse haltet. Danach nur noch die Bestätigung abwarten.

Mobile Payment vom Discounter

Discounter wie Lidl oder Netto bieten mittlerweile auch eigene Möglichkeiten zum mobilen Bezahlen in ihren Geschäften an. In der Lidl-Plus- oder Netto-App hinterlasst ihr eure Adressdaten sowie eure Bankverbindung und generiert mit dieser dann beim Bezahlvorgang einen QR-Code, der über die Kasse gescannt wird. Ihr braucht hier keine Kreditkarte und die Abbuchung funktioniert dann wie mit einer Zahlung eurer EC-Karte.

Die Discounter selbst profitieren auch von der Zahlungsmethode. Nicht nur, dass sie Daten über das Kaufverhalten ihrer Kunden sammeln, sondern sie sparen auch bei der Transaktion. Denn über die hauseigene App müssen die Unternehmen keine Gebühren an andere Anbieter wie Apple oder Google bezahlen. Bisher könnt ihr aber nur in den entsprechenden Geschäften der Discounter damit bezahlen.

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