HTC U12 Life im Test: Das Hands-on von der IFA [mit Video]

Mit dem HTC U12 Life geht der taiwanische Hersteller bei der Produktion seiner Smartphone-Gehäuse neue Wege – und hat auch darüber hinaus ein attraktives Mittelklasse-Smartphone zusammengestellt. Der erste Eindruck von der IFA.

2017 wechselte HTC vom Metall-Unibody zum Gehäuse aus Glas. Liquid Surface nannte der Hersteller den Spiegeleffekt beim U11 und U12 Plus. Beim U12 Life besteht die Rückseite weiterhin aus dem Acrylglas mit Spiegeleffekt und Metallpartikeln für einen metallischen Look.

Geriffelte Glas-Oberfläche

Zudem kommt etwas zum Einsatz, dass HTC "Dual Finish Design" nennt. Die Rückseite des HTC U12 Life ist nur im oberen Bereich glatt, darunter geriffelt. Ein Laser hat 0,3 Millimeter tiefe Linien in das Glas gebrannt. Sie machen das Smartphone griffiger und lassen vor allem Fingerabdrücke verschwinden. Die charakteristischen Spiegelungen bleiben trotzdem bestehen. Optisch erinnert die Zweiteilung der Rückseite an die Pixel-Smartphones von Google. Bei ihnen besteht die Rückseite allerdings aus zwei verschiedenen Materialien.

HTC hat für U12 Life hat keine IP-Zertifizierung eingeholt, bezeichnet das Smartphone aber als spritzwassergeschützt und verspricht, dass es die Nutzung im Regen unbeschadet übersteht.

Beim sechs Zoll großen Display des U12 Life verzichtet HTC Display auf eine Notch. Es gibt also keine Aussparung oben im Display, sondern ober- und unterhalb des Bildschirms im 18:9-Format einen Rand. Der Touchscreen mit ein Full-HD-Plus-Auflösung – 2160 x 1080 Pixel – nimmt nach Berechnungen von HTC 83 Prozent der Vorderseite ein. Das LTPS-Display – eine LCD-Variante – soll für einen besonders hohen Kontrast und einen geringen Stromverbrauch sorgen.

Dualkamera und Selfie-Blitzlicht

Die Dualkamera des HTC U12 Life nimmt Fotos mit 16 Megapixeln auf. Die zweite Linse ist für den Bokeh-Effekt zuständig. Soll also für extra unscharfe Hintergründe, die das Motiv im Vordergrund noch stärker ins Auge des Betrachters rücken, sorgen. Einen Zoom bietet die Kamera nicht.

Die Kamera auf der Vorderseite des U12 Life liefert Selfies mit einer Auflösung von 13 Megapixeln. Als Blitzlicht dient nicht, wie inzwischen üblich, das Display. Stattdessen verbaut HTC ein LED-Licht als Blitz.

Im Inneren des HTC U12 Life steckt der Snapdragon 636, der seinem Hersteller Qualcomm zufolge 40 Prozent mehr Leistung liefern soll als der Chipsatz des HTC U11 Life. Im stehen vier Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Den 64 Gigabyte internen Speicher kann man mit einer microSD-Karte erweitern – belegt damit aber den Platz an dem sich auch eine zweite SIM-Karte befinden könnte.

Der Akku mit einer Kapazität von 3600 mAh soll in Verbindung mit der Mittelklasse-Hardware für eine vergleichsweise lange Akkulaufzeit sorgen. HTC spricht etwa von zwölf Stunden ununterbrochenem Surfen im Internet. Aufgeladen wird die Batterie des U12 Life über einen USB-C-Anschluss.

Ander als bei seinen Flaggschiff-Modellen, spendiert HTC dem U12 Life noch einen analogen 3,5-mm-Anschluss für Kopfhörer. Wollt ihr euch keine Kopfhörer auf die Ohren setzten, könnt ihr auch den zwei Stereo-Lautsprechern oben und unten im Smartphone lauschen.

Als Betriebssystem installiert HTC Android 8.1 Oreo auf dem U12 Life und versieht Googles Software mit der hauseigenen Nutzeroberfläche Sense UI. Die wurde im Vergleich zu anderen Smartphones etwas aufgeräumt. So sind zum Beispiel News Republic und der Sense Companion nicht mehr vorinstalliert – können aber aus dem Play Store heruntergeladen werden. Zu einer möglichen Aktualisierung auf Android 9 Pie machte HTC noch keine Angaben.

Preis und Verfügbarkeit

Das HTC U12 Life soll ab Anfang Oktober in Deutschland erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 349 Euro und bei den Farben stehen "Moonlight Blue" und "Twillight Purple" zur Auswahl. Das eine erstrahlt blau und silber, das andere rosa und silber.

Vorläufiges Fazit

Optisch bietet das HTC U12 Life wirklich etwas neues. Die Hardware erscheint völlig ausreichend. Die Kamera muss sich allerdings noch im Test bewähren. Fällt der positiv aus, wäre das Mittelklasse-Smartphone preislich durchaus ein attraktives Smartphone.

Weitere Artikel zum Thema
HTC U12 Life? Herstel­ler kündigt Präsen­ta­tion für Ende August an
Christoph Lübben
Das HTC U12 Plus (Bild) könnte schon in Kürze einen Mittelklasse-Ableger erhalten
Das HTC U11 Life wurde im November 2017 enthüllt, das HTC U12 Life wohl schon Ende August 2018: Der Hersteller hat ein Event angekündigt.
HTC liefert U12 Life angeb­lich noch mit Android Oreo aus
Guido Karsten
Das HTC U12 Life könnte wie sein Vorgänger ein Android-One-Smartphone werden
Obwohl es sich beim HTC U12 Life um ein Android One-Gerät handeln könnte, soll es noch mit Android Oreo erscheinen. Kommt es dann früher als erwartet?
HTC U12 Life: Skizze soll Kamera-Aufbau verra­ten
Christoph Lübben
Das HTC U11 Life hat einen Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite – und nur eine Kameralinse auf der Rückseite
Schon bald dürfte das HTC U12 Life offiziell sein. Eine Skizze soll nun zeigen, wie das Mittelklasse-Gerät aussieht. Offenbar hat es eine Dualkamera.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.