Huawei Band 4 und Huawei Band 4e im Test: Das können die Fitness-Tracker

Das Huawei Band 4 und Band 4e im Test.
Das Huawei Band 4 und Band 4e im Test.

Fitness-Tracker werden immer populärer. Aus dem Hause Huawei gibt es mit dem Band 4 und Band 4e zwei sportliche Modelle zur Auswahl. Wir haben sie uns näher angeschaut und sowohl im Homeoffice als auch beim Sport getestet. 

Ganz ehrlich: Bis dato hatte ich wenig Berührungspunkte mit Fitness-Trackern oder Smartwatches. Dabei bin ich wahrlich kein Couch-Potato. Im Gegenteil: In jeder freien Minute zieht es mich nach draußen – am liebsten in die Berge oder, wie derzeit vor allem, an die Isar für eine ausgedehnte Laufrunde. Vergangenen Sonntag war sogar spontan ein Halbmarathon drin, wobei mich dazu eher meine ehrgeizige Freundin antrieb – denn normalerweise reichen mir zehn Kilometer völlig aus.

Für meine Bergtouren habe ich mir vor einiger Zeit eine GPS-Uhr vom finnischen Spezialisten Suunto zugelegt, die ich ab und zu auch fürs Joggen verwende. Für Leute, die mit Fitness-Trackern ihre täglichen Schritte oder ihren Schlaf messen, hatte ich bisher nur ein müdes Lächeln übrig. Wozu das Ganze, fragte ich mich. Doch Schluss mit so viel Hochmut – und rein in den Praxistest. Für Curved durfte ich die beiden Huawei-Fitness-Tracker Band 4 und Band 4e testen. Und so viel sei verraten: Meine Einstellung gegenüber Fitness-Trackern hat sich gewandelt.

Huawei Band 4: Klassischer Fitness-Tracker, der Spuren hinterlässt

Als erstes probierte ich das Huawei Band 4 aus: Es kommt mit dem Fluorelastomer-Armband wie ein klassischer Fitness-Tracker daher und ist im Farbton "Graphite Black" unauffällig, aber durchaus gut anzusehen. Mir gefällt's zumindest!

Mit 20 Gramm ist das Band 4 wahrlich kein Schwergewicht, es ist für knapp 40 Euro zu haben und wird neben Graphite Black (Schwarz) noch in Sakura Pink (Hellrosa) und Amber Sunrise (Rot/Orange) angeboten. Wer es auffälliger mag, sollte also zu letzteren Modellen greifen. Darüber hinaus bietet das Band 4 einen 0,96 Zoll großen TFT-Touchscreen mit einer Auflösung von 80 x 160 Pixeln sowie einen Home-Button. Die Akkulaufzeit der verbauten 91-Milliamperestunden-Zelle wird vom Hersteller mit sieben bis neun Tagen angegeben – je nachdem, welche Funktionen aktiviert sind.

Das Huawei Band 4 ist recht schnell startklar. Für die Einrichtung und Konfiguration benötigt ihr standardmäßig die kostenlose Huawei Health App, die sowohl für iOS als auch Android erhältlich ist. Direkt auf der Startseite der App werden die grundsätzlichen Daten wie tägliche Schritte und Aktivitätszeit, Trainingsdaten, Gewicht, Herzfrequenz, Schlaf und Stresslevel dargestellt. Praktisch finde ich, dass beim Band 4 ein USB-Stecker eingebaut ist und man es so direkt in einen USB-Port am Rechner stecken und aufladen kann.

Nachdem es aufgeladen ist, kann es losgehen. Ich teste den Fitness-Tracker bei einer morgendlichen Laufrunde – und muss feststellen: Es motiviert mich zusätzlich, vor allem das Vibrieren nach jedem absolvierten Kilometer spornt mich an. Besonders bei längeren Distanzen kann das einen zusätzlichen Anreiz schaffen. Auch die Anzeige der verbrauchten Kalorien und die Herzfrequenz finde ich als Trainingsfunktionen hilfreich.

Zurück am Schreibtisch freue ich mich mal mehr, mal weniger über den Vibrationsalarm bei eingehenden Nachrichten und Anrufen sowie die Aufforderung, mich nach längeren Sitzphasen mal wieder ein wenig zu bewegen. Alles in allem fällt mein Fazit nach einem intensiven Testtag aber sehr positiv aus – der Tracker motiviert beim Sport und auch im Homeoffice. Kleinere Abzüge gibt es beim Tragekomfort: Das recht schmale Armband trägt sich nicht so wirklich bequem – und hinterlässt deutliche Spuren am Handgelenk, wie ich abends beim Ablegen feststellen musste.

Huawei Band 4e: Ein Fitness-Tracker wie ein Freundschaftsarmband

Das Huawei Band 4e ist ein Einsteiger-Tracker, entsprechend ist er von den Funktionen her eine abgespeckte Variante des Band 4. Im Vergleich zu letzterem fällt auf Anhieb das kleinere Display mit 0,5 Zoll auf, dafür ist der Tracker mit 13 Gramm aber auch deutlich leichter.

Der erste optische Eindruck: Gewöhnungsbedürftig – das Armband besteht aus recyceltem Garn und erinnert doch irgendwie an ein Freundschaftsarmband. Meine Variante ist allerdings kein Farbtupfer, es kommt im dezenten "Misty Grey" (nebelgrau) daher. Allerdings gibt es das 4e auch schön bunt: Sakura-Koralle, Seetanggrün, Ceylongelb, Alizarinrot und Kobaltviolett stehen zur Auswahl. Bevor es mit dem Testen losgeht, erfolgt erneut die Konfiguration über die Huawei Health App – auch diesmal funktioniert das Einrichten einwandfrei. Das Aufladen ist allerdings nicht so smart gelöst wie beim großen Bruder Band 4: Hierfür benötigt ihr die mitgelieferte USB-Ladeschale, was bedeutet, dass ihr das Band 4e aus dem Clip am Armband herausnehmen müsst. Kein großer Mehraufwand – dennoch finde ich den integrierten USB-Stecker beim Band 4 praktischer.

Nun kann es losgehen: Das Band 4e wirbt mit einem speziellen Basketball Performance Tracker, für mich weniger interessant – aber vielleicht ja für die Basketball-Freunde unter euch. Mit dem Modus könnt ihr unter anderem die Anzahl und Höhe der vertikalen Sprünge erfassen. Besondere Trainingsmodi sind ansonsten Fehlanzeige, für mich ist das in Ordnung, denn mein Sportprogramm konzentriert sich sowieso im Wesentlichen auf Laufen und Bergsteigen. Schritte, Distanz, Kalorien, Intensität und die einzelne Trainingszeit und -distanz genügen mir als Parameter und werden mir bei meiner morgendlichen Laufeinheit an der Isar auch zuverlässig angezeigt. Wer mag, kann das  Band 4e übrigens per beiliegendem Adapter auch am Schuh tragen. Vor allem, wenn ihr im Sommer stärker schwitzt, ist das sicherlich ratsam. Darüber hinaus besitzt das 4e keine nennenswerten "Special Features" – bei einem Einsteigergerät unter 30 Euro ist das aber auch nicht überraschend.

Fazit: Band 4 hat die Nase vorn

Ich muss sagen: Trotz meiner anfänglichen Skepsis bin ich nach dem Test beider Sportarmbänder durchaus positiv überrascht.  Müsste ich mich für einen Tracker entscheiden, läge das Band 4 vorn. Ganz einfach deshalb, weil es etwas robuster wirkt, mehr Funktionen bietet und mich auch optisch eher anspricht. Gerade für mein wöchentliches Lauftraining könnte der Tracker ein echte Motivationshilfe werden. Meine Suunto-Uhr könnte also bald Konkurrenz bekommen.

Übrigens: Wer beim Laufen ungern das Smartphone zusätzlich dabei hat und trotzdem die Laufstrecke tracken möchte, bekommt mit dem Huawei Band 4 Pro einen Fitness-Tracker mit integriertem GPS-Modul. Der ging für knapp 80 Euro an den Start – derzeit (29. April) ist er für 66 Euro im Huawei-Shop erhältlich.


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