Huawei MediaPad T3 10 im Test: Solider Einsteiger zum kleinen Preis

Her damit !37
Ordentliche Leistung zum fairen Preis: das Huawei T3 (10).
Ordentliche Leistung zum fairen Preis: das Huawei T3 (10).(© 2017 CURVED)

Ganz ohne Marketinggetöse hat Huawei das MediaPad T3 veröffentlicht. Das zehn Zoll große Tablet ist der Nachfolger des T2 aus dem vergangenen Jahr und kommt 2017 in zwei Varianten in den Handel. Wir haben uns von den zwei ansonsten technisch identischen Geräten das größere für einen Test geschnappt.

"Doppelt hält besser" – nach diesem Prinzip hat sich Huawei dem Nachfolger des MediaPad T2 von 2016 gewidmet und gleich zwei Modelle umgesetzt. Technisch identisch unterscheiden sich das MediaPad T3 und das T3 10 lediglich in der Größe. Neben der bereits bekannten 10-Zoll-Größe stellt Huawei dieses Jahr auch ein 8-Zoll-Tablet zur Wahl. In unserem Test konzentrieren wir uns auf die größere Variante.

Design und Verarbeitung

Beim Design und der Verarbeitung wartet das MediaPad T3 mit keinen allzu großen Überraschungen auf. Auf der Rückseite finden sich Herstellername und die Linse der Kamera in der rechten Ecke. Über die Front erstreckt sich ein 9,6-Zoll-IPS-Display. Erwartet hier also keine bestechende Farbbrillanz oder kontrastreichen Bilder. Der Bildschirm im Breitbildformat löst mit 1280 mal 800 Bildpunkten auf. Das ergibt eine Pixeldichte von 157 ppi erreicht. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich Huawei hier für eine niedrigere Auflösung entschieden: Das T2 10 Pro von 2016 löste immerhin noch mit 1920 mal 1200 Pixel auf (226 ppi).

Unterhalb des üblicherweise quergehaltenen Screens befindet sich zentriert der "Huawei"-Schriftzug. Ihm gegenüber liegt die 2-MP-Frontkamera. Auf mechanische Tasten wie einen Homebutton hat Huawei trotz des breiten Rands verzichtet.
Dem schlichten Design steht eine ordentliche Verarbeitung gegenüber; das robuste und stabil wirkende Tablet liegt gut in der Hand. Weniger überzeugt hat uns allerdings das nicht näher genannte Displayglas, das schon mit einem gut sichtbaren Kratzer bei uns ankam.

Ausreichende Performance

Ein mittlerweile nicht mehr ganz taufrischer Snapdragon 425 mit vier Kernen (1,4 GHz) nebst 2 Gigabyte RAM Arbeitsspeicher versorgen das MediaPad T3 mit dem Nötigsten an Leistung für die normale Alltagsnutzung. Im Benchmark-Test kommt das Tablet damit auf 37766 Punkte bei Antutu und 667 (Single-Core) bzw. 1836 (Multi-Core) bei Geekbench. Bei solchen Werten überrascht es nicht, dass Spiele wie "Asphalt 8: Airborne" oder "Dead Trigger 2" eher niedrigere Grafikeinstellungen vorschlagen. Dafür laufen die Titel aber ruckelfrei und sind spielbar. Hier geht die visuelle Qualität zulasten der Performance. Wer beides auf höchstem Niveau genießen will, sollte sich preislich weiter oben umschauen. Hinzu kommt, dass manche Apps komplett den Dienst verweigerten: "N.O.V.A. Legacy" etwa stürzte jedes Mal kurz nach der Logo-Einblendung wieder ab. Wie sich das Spiel im Performance-Test geschlagen hätte, konnten wir somit nicht testen.

Auch die Benutzeroberfläche EMUI, die Huawei bei seinen Geräten stets über das Android-OS (in diesem Fall Android 7.0 Nougat) legt, lief nicht immer wie erhofft: Gelegentlich kam es zu minimalem Ruckeln beim Seitenwechsel auf dem Homescreen oder Verzögerungen in der Reaktion, etwa beim Antippen von Apps. Dafür hält sich Huawei bei der Anzahl vorinstallierter Apps vorbildlich zurück.

Die Kamera

Das MediaPad T3 ist mit einer 5-MP-Hauptkamera und einer 2-MP-Frontkamera ausgestattet. Im direkten Vergleich zu z.B. Huaweis Smartphone-Flaggschiff, dem P10, mag das erschreckend wenig sein. Angesichts des niedrigen Preises, mit dem das MediaPad T3 in den Markt einsteigt, ist das aber mehr als ausreichend. Zumal die Kamera-Technologie im Tablet-Segment derzeit ohnehin zu stagnieren scheint. Für den schnellen Schnappschuss oder Videotelefonie reicht die Qualität der beiden Kameras allemal aus und das dürfte in den meisten Fällen ohnehin der primäre Anwendungszweck sein.

Fazit

Das Huawei MediaPad T3 10 kostet in der WLAN-Variante knapp 200 Euro, für LTE kommen weitere 50 Euro obendrauf. Für das zwei Zoll (fünf Zentimeter) kleinere MediaPad T3 ruft Huawei 179 Euro (WLAN) respektive 229 Euro (LTE) ab. Bei einem derart niedrig angesetzten Preis greift das MediaPad T3 (10) technisch natürlich nicht nach den Sternen. Aber Huawei ist bekannt dafür, alltagstaugliche Qualität zu einem bezahlbaren Preis anzubieten. Mit dem T3 10 wird das Unternehmen diesem Anspruch in den meisten Punkten gerecht: Das MediaPad T3 (10) ist ein technisch solides Tablet mit guter Verarbeitung zu einem fairen Preis.

Weitere Artikel zum Thema
Huawei P20 Lite: Display-Repa­ra­tur nötig? Das könnt ihr tun
Francis Lido
Die Display-Reparatur beim Huawei P20 Lite ist relativ preiswert
Das Display eures Huawei P20 Lite ist beschädigt? Wir verraten euch, wie ihr es reparieren lassen könnt.
Huawei P20 Lite einrich­ten, einstel­len und Daten über­tra­gen
Christoph Lübben
Das Huawei P20 Lite könnt ihr schnell einrichten
Das Huawei P20 einrichten: Wir erklären euch, was ihr auf eurem Smartphone einstellen solltet und wie ihr Daten übertragt.
Huawei: 2019 könn­ten Mittel­klasse-Smart­pho­nes schnel­ler laden
Michael Keller
Zuletzt hat Huawei mit dem Flaggschiff Mate 20 Pro eine neue Ladetechnologie eingeführt
Bringt Huawei 2019 einen neuen Ladestandard heraus? Die neue Technologie soll nicht nur für Top-Smartphones gedacht sein.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.