Lenovo IdeaPad 100s: Wie viel Windows gibt es für 200 Euro?

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Aufklappen und loslegen. Trotz relativer schwacher Hardware arbeitet das Lenovo fix.
Aufklappen und loslegen. Trotz relativer schwacher Hardware arbeitet das Lenovo fix.(© 2015 CURVED)

Windows 10 macht es möglich: Die Netbooks sind wieder da. Ob sich die Investition in die kleinen Notebooks lohnt, haben wir mit dem Lenovo IdeaPad 100s getestet.

Das Gehäuse des IdeaPad 100s kommt im Alu-Look, besteht aber komplett aus Kunststoff. Dadurch fühlt sich das Gerät nicht sonderlich hochwertig an, die Verarbeitung geht aber in Ordnung. Bei den Anschlüssen beschränkt sich Lenovo aufs Wesentliche. Links gibt es einen HDMI- und den Stromanschluss, eine Kopfhörerbuchse und einen Einschub für microSD-Karten. Auf der rechten sind liegen zwei USB-Ports. Das war's.

Beim Bildschirm verzichtet Lenovo auf den Glossy-Look. Stattdessen kommt das IdeaPad mit einem matten TFT-Display, das mit 1336 x 768 Pixeln auflöst. Das ist gerade noch so annehmbar. Schwieriger sieht es beiden Farben aus. Die wirken sehr blass. Klar, für den Preis müsst Ihr auf ein paar Annehmlichkeiten verzichten. Das Trackpad beherrscht zum Beispiel auch kein Moultitouch. Das nervt beim Surfen im Internet. Dafür macht die Tastatur einen guten Eindruck. Die Tasten klappern beim Tippen zwar ein wenig, bieten aber auch einen sehr angenehmen Druckpunkt.

Angemessene Leistung fürs Geld

Unter der Haube kommt ein "Intel Atom Z3735F"-Prozessor zum Einsatz, dessen vier Kerne je mit 1,33 Gigahertz takten. Dazu gibt es zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und nur 32 Gigabyte Flash-Speicher. Das macht das Notebook zwar schön schnell, ist aber auch fix aufgebraucht. Nur gut, dass Ihr per microSD-Karte nachrüsten könnt. Der Akku hielt bei der reinen Arbeit zwischen sechs und acht Stunden durch, was ein ganz ordentlicher Wert ist.

Als Betriebssystem kommt Windows 10 zum Einsatz. Das hat ja mittlerweile so abgespeckte Hardware-Anforderungen, dass es auch auf dem Lenovo ohne Probleme läuft. Ich kann sogar mehrere Programme parallel ausführen. Auch bei mehreren offenen Browser-Tabs kommt das Notebook nicht ins Stottern. Als Hauptrechner für Photoshop solltet Ihr das IdeaPad aber nicht ins Auge fassen. Für gescheite Bild- und Video-Bearbeitung ist die Hardware zu schwach.

Auch Spieler machen besser einen Bogen um das Gerät. Zumindest dann, wenn sie aktuelle Games zocken wollen. Das zehn Jahre alte "Half-Life 2" lief noch ganz anständig. Das dürfte bei "GTA V" nicht der Fall sein.

Casual Games und Apps gibt es im Windows-Store.(© 2015 CURVED)

Fazit: gut genug zum Surfen und Arbeiten

Das Lenovo IdeaPad 100s ist kein Surface Pro 4 oder MacBook Air. Es ist nicht hübsch, es ist nicht übermäßig schnell, aber es ist zweckdienlich. Mehr kann man für einen Preis um die 200 Euro auch nicht verlangen. Für Studenten mit kleinem Geldbeutel ist es zum Beispiel das richtige Gerät, um zu Hause oder in der Bibliothek Hausarbeiten zu verfassen. Alternativ eignet es sich als Couch-Gerät zum Surfen und Chatten.

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