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Lenovo stieg erst relativ spät ins Smartphone-Geschäft ein
Lenovo stieg erst relativ spät ins Smartphone-Geschäft ein (© 2015 CURVED )
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Lenovo setzt auf dem heiß umkämpften Smartphone-Markt vor allem auf günstige Geräte für den chinesischen Heimatmarkt und für Schwellenländer. Mit einer aggressiven Preis- und Produktionsstrategie wollen die Chinesen dem Marktführer Samsung Kunden abspenstig machen. Mit dem Kauf des Smartphone-Herstellers Motorola Mobility will der chinesische Hersteller auch die anderen Märkte erobern. Alle Neuigkeiten rund um den drittgrößten Smartphone-Anbieter weltweit findet Ihr hier.

Lenovo fremdelte zunächst mit Mobilfunksparte

Die Ursprünge von Lenovo reichen bis in das Jahr 1984 zurück, als eine Gruppe von chinesischen Wissenschaftlern mit einem Startkapital von umgerechnet nur 25.000 US-Dollar den Vorläufer der späteren Legend Group gründete – der Name wurde 2004 schließlich in Lenovo geändert. Groß geworden mit dem Vertrieb und Verkauf von Desktop-Computern sowie Laptops hatte Lenovo aber nicht immer das Ziel, zum größten Smartphone-Hersteller in China aufzusteigen. 2008 verkaufte das Unternehmen sogar seine Mobilfunksparte, nur um sie knapp ein Jahr später für 200 Millionen US-Dollar zurückzukaufen. Seitdem konzentriert sich Lenovo darauf, der größte Smartphone-Produzent in China zu werden. Dazu gehört auch eine Expansion: So wurde Anfang 2014 bekannt, dass Google seine Handysparte Motorola für knapp drei Milliarden US-Dollar an Lenovo verkauft hatte. Mit der Expansion will Lenovo auch in den USA, Europa und weiteren Ländern, in denen der Name Motorola länger verwurzelt ist, weiter Fuß fassen – die Marken „Moto“ und „Vibe“ werden weltweit genutzt. Die Integration von Motorola ist jedoch nicht völlig reibungslos verlaufen, wie die zum Vorjahr gesunkenen Quartalszahlen im Q4 im Mai 2016 zeigen.

Riesige Produktionskapazitäten für Smartphone-Offensive

Seit dem Rückkauf seiner Mobilfunksparte arbeitet Lenovo vor allem auf dem chinesischen Markt sowie in Schwellen- und Entwicklungsländern mit einer aggressiven Expansionsstrategie. So investierte der Konzern 2012 und 2013 massiv in seine Fabrik in der chinesischen Metropole Wuhan, in der pro Jahr 30 bis 40 Millionen Smartphones und Tablets gebaut werden sollen. Auf dem europäischen und US-amerikanischen Markt hat sich Lenovo hingegen mit der Übernahme von Motorola positioniert.

Branding und die neue Moto-Reihe

Mit dem im Mai veröffentlichten Moto G4 und Moto G4 Plus kamen zwei Mittelklasse-Smartphones auf den Markt, die in ihrer Preisklasse überzeugen konnten. Ähnlich wie im den modular aufgebauten LG G5, wird auch das im Juni erwartete Moto Z, in dem über die sogenannten MotoMods auf der Rückseite der Smartphones zusätzliche Module angebracht werden können, die Produktpalette von Lenovo erweitern und gezielte Käufergruppen ansprechen. Von einer Kooperation mit Google im Rahmen der Nexus-Reihe würden zudem beide Unternehmen profitieren: Während Google mit dem chinesischen Unternehmen seine Präsenz im asiatischen Raum ausbauen könnte, würde Lenovo weltweit an Sichtbarkeit gewinnen.