Note 9 vs Note 10 und Note 10+: Generationen-Duell der Größten von Samsung

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Die Grundsatzfrage: "Old but gold" oder "Neu ist immer besser"?
Die Grundsatzfrage: "Old but gold" oder "Neu ist immer besser"?(© 2019 CURVED)

Einmal Galaxy Note, immer Galaxy Note. Das Handy mit Riesen-Bildschirm und Stift hat eine feste Fangemeinde. Doch wie schlägt sich das aktuelle Galaxy Note 10 im Vergleich zum Vorgänger Galaxy Note 9? Wir stellen die Smartphones gegenüber und zeigen das Schnäppchenpotenzial.

Es gibt einen Spartipp, der immer wieder ausgerufen wird, wenn über hohe Handy-Preise gemeckert wird. "Kauf doch den Vorgänger!", heißt es dann oft. Im Falle des Samsung Galaxy Note würdet ihr nach dem Release des Note 10 jetzt also gezielt zum Note 9 greifen. Doch lohnt sich das wirklich? Wir vergleichen Note 10 und Note 9 und zeigen, für wen welches Handy der bessere Griff ist.

Die beste Performance bringt das Note 10+

Für eingefleischte Note-Fans lohnt sich der Umstieg auf eines der Note 10-Modelle auf jeden Fall. Denn natürlich ist die neue Generation dem Note 9 in einigen Dingen überlegen, etwa bei der Kamera, beim Speicherausbau oder beim neuen S-Pen mit Gestensteuerung.

Da kann das Note 9 einfach nicht mithalten. Wer also immer die neusten Features haben möchte, wird nur mit dem Note 10 glücklich. Doch gibt es mit dem Note 10+ einen neuen Player – ein größeres Plus-Modell gibt es beim Note 9 nämlich nicht.

Die spannendere Frage für Note-Fans ist also, ob sie zum Note 10 oder Note 10+ greifen sollten. Spoiler-Alarm: Denjenigen unter euch können wir das Note 10+ wärmstens empfehlen.

Warum? Das richtige Note-Feeling kommt einfach erst beim Note 10+ auf. Es bringt eine satte 6,8 Zoll Diagonale, spielt von Größe und Gewicht her aber in der gleichen Klasse wie das Note 9. Man kriegt also ein deutlich größeres Display im gleichen Formfaktor, der Wow-Effekt ist nach dem Umstieg garantiert.

Und was spricht für das kleinere Note 10? Wer ein Note 9 hat, arbeitet mit einem 6,4 Zoll großen Display. Beim Note 10 ist die Display-Diagonale auf 6,3 Zoll leicht geschrumpft. Der Vorteil dabei: Außenmaße und Gewicht beim Note 10 sind im Vergleich zum Vorgänger geringer. Wer also ein kompakteres Note sucht, wird beim "kleinen" Note fündig.

Im Design-Vergleich zeigt das Note 9 kleine Schwächen

Für den einen sind die Design-Änderungen zwischen Note 9 und Note 10 dramatisch, für andere kaum erwähnenswert. Warum ist das so? Kennern fällt sicher gleich auf, dass das Note 9 kein Spitzen-Handy aus 2019 ist, denn dann würde es nicht mit so einem breiten Rand oberhalb des Displays daherkommen.

Das Note 10 zeigt dagegen wie es in diesem Jahr läuft: Kamera und Sensoren wandern hinter das Display, als einzige Öffnung bleibt ein sogenanntes Punch-Hole zurück. Der Fingerabdruck-Sensor sitzt hinter dem Display und nicht mehr auf der Note-Rückseite.

Dennoch: Die Anmutung des Note 9 stimmt noch und die Verarbeitung ist genauso gut, hier wie da findet man viel Glas und Alu. Trotzdem gilt: Note 10 und Note 10+ sehen einfach moderner aus. Auch bei den Farben überlegt sich Samsung immer mal was Neues und das schimmernde Aura Glow schindet ordentlich Eindruck.

Das Note 9 ist im Vergleich mit den neuen Modellen auch etwas pummeliger. Wenn ihr aber ohnehin eine Hülle verwendet, fällt das nicht so stark ins Gewicht. Die Kamera auf der Rückseite sitzt bei den neuen Modellen vertikal und nicht mehr horizontal, das ist allerdings eher Geschmackssache und hat keinen Einfluss auf die optische Wertigkeit der Geräte – bei beiden Note-Modellen ist die Verarbeitung gut.

Display-Vergleich: Samsung setzt das Note auf Diät

Fettes Display und Stift, das sind die zwei schlagenden Argumente für das Galaxy Note. Doch gerade beim Bildschirm hat das Note 10 etwas abgenommen. Große Displays haben dennoch alle Modelle, das Note 10 kommt mit 6,3 Zoll, das Note 9 mit 6,4 und im Note 10+ sind es satte 6,8 Zoll.

Und ja, bei OLED-Screens (im Samsung-Sprech Super-AMOLED) ist Samsung einfach Spitzenreiter, nicht umsonst bauen auch andere Smartphone-Hersteller auf deren Displays. Die Unterschiede stecken aber im Detail: Das Note 9 kommt mit einer Auflösung von 2.960 x 1.440 Pixel, was einer Pixeldichte von satten 514 ppi entspricht. Das Note 10 dagegen bringt 2.280 x 1.080 Bildpunkte auf den Schirm und kommt damit "nur" auf 400 ppi. Beim Note 10+ sind es 3.040 x 1.440 Pixel, unter dem Strich also 494 ppi.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Alle Handys kommen mit Standardeinstellung Full HD+, weil das Akku spart. Doch Note 9 und Note 10+ können mehr (Quad HD+) und das kann zum Beispiel für den Einsatz einer VR-Brille nützlich sein oder beim Streamen. Die beiden Note 10 Modelle beherrschen HDR+, was bei passenden Inhalten auch ein Pluspunkt ist.

CPU und Speicher: Schnell und schneller

In den Note-Modellen werkeln Exynos-Prozessoren. Da das Note 9 schon 2018 auf den Markt kam, muss man dort mit einem etwas älteren SoC auskommen, einem Exynos 9810. Das ist ein Octa-Core-Prozessor, dessen acht Kerne bis 2,7 beziehungsweise 1,7 Gigahertz takten.

Die Note 10-Modelle kommen mit dem Exynos 9825 Prozessor, ebenfalls einer Achtkern -CPU mit ähnlicher Taktung, aber – ihr ahnt es schon – der Prozessor in den neuen Modellen ist schneller und auch das Chip-Design stromsparender. Außerdem ist der Speicher schneller angebunden.

Apropos Speicher: Beim Galaxy Note 9 geht es mit 128 Gigabyte internem Speicher los, beim Note 10 sind 256 Gigabyte die untere Grenze. Beim Note 9 wie auch beim Note 10+ gibt es zudem ein Upgrade auf 512 Gigabyte. Wer den Speicher erweitern will, braucht einen Speicherkarten-Slot: Samsung lässt ihn im Note 10 weg, die beiden anderen Modelle können allerdings bequem erweitert werden.

Beim RAM stellt sich das Note 9 im Vergleich hinten an: 6 Gigabyte Arbeitsspeicher stehen den 8 Gigabyte im Note 10 und den satten 12 Gigabyte im Note 10+ gegenüber.

Kamera-Setup: Aus Zwei mach Drei – oder sogar Vier

Größere Unterschiede gibt es bei den verbauten Kameras: Beim Note 10 kommt ein Triple-Setup zum Einsatz. 12 Megapixel spendiert Samsung für Hauptkamera und Tele, 16 Megapixel für die Ultraweitwinkel-Linse. Beim Note 10+ kommt zusätzlich noch eine Time-of-Flight-Kamera hinzu, macht also vier Linsen insgesamt.

Im Note 9 steckt eine Dual-Kamera, Weitwinkel und Tele mit jeweils 12 Megapixeln, der Ultraweitwinkel fehlt also. Auch an der Front gibt es ein Kamera-Update: Steckt im Note 9 noch eine 8 Megapixel Kamera, haben die 10er Modelle 10 Megapixel.

Galaxy Note 10 und Note 10+ sind fit für die Zukunft

Das Galaxy Note 9 ist sicher nicht veraltet, aber man merkt an kleinen Details, dass das Note 10 ein Jahr jünger ist. So gibt es zum Beispiel vom Note 10+ eine 5G-Variante. Wer also zu den ersten 5G-Nutzern in Deutschland gehören will, sollte zum Galaxy Note 10 greifen. Auch beim WLAN sind die Note 10-Modelle einen Schritt weiter. Sie bieten bereits zertifiziertes Wi-Fi 6 alias 802.11ax, beim Note 9 bekommt ihr noch Wi-Fi 5 (802.11ac).

Unterschiede im Detail

Manchmal sind es auch kleine Details, die den Ausschlag geben, beispielsweise beim Akku: Im Note 9 spendet der 4.000 mAh Akku ordentlich Saft, im Note 10 gibt es 3.500 mAh und das Note 10+ kommt mit einem 4.300 mAh Akku. Beim Laden unterstützt das Note 9 bis zu 15 Watt, schneller sind Note 10 mit 25 und Note 10+ mit satten 45 Watt. Das passende Ladegerät dafür müsst ihr euch allerdings selbst besorgen.

Induktives Laden geht beim Note 9 und bei den Note 10-Modellen etwas schneller mit 12 bis 15 Watt. Die 10er können auch per Reverse Charge als Ladestation für andere Geräte arbeiten. Den Kopfhöreranschluss hat Samsung beim Note 10 und 10 Plus geopfert, das Note 9 hat noch einen klassischen Klinkenanschluss.

Beim Preis könnt ihr allerdings tatsächlich mit dem Vorgänger sparen: Offiziell hat Samsung das Note 9 auf 769 Euro gesenkt, beim Note 10 stehen mindestens 949 Euro zu Buche und beim Note 10+ 1.099 Euro.

Note 9 vs Note 10(+) im Vergleich: Der Rat zur Mitte

Das Note 9 ist auch  noch ein starkes Handy und software-seitig ist man auf dem gleichen Stand wie beim Samsung Galaxy Note 10. Auch Speicherplatz, Display und Kamera können sich sehen lassen, obwohl die aktuellen Modelle der Note-Reihe hier noch einmal ordentlich einen draufsetzen. Vor allem das Note 10+ drängt sich als Update für das Note 9 auf. Die aktuellen Modelle haben mehr Speicher, arbeiten schneller, bieten mehr Fotomöglichkeiten und sehen moderner aus.

Ausschlaggebend ist aber eben auch der Preis: Das Note 9 ist aktuell eindeutig günstiger zu haben. Vergleicht ihr das mit dem Nachfolger Galaxy Note 10+, müsst ihr dafür laut Samsung-Angabe mindestens 300 Euro mehr hinlegen.

Ist euch das Note 9 vielleicht schon ein wenig zu groß und wollt ihr ein kompakteres Gerät, beträgt der Preisunterschied zum Note 10 nur noch weniger als 200 Euro. Das ist dann schon eine Ersparnis, zumal das kleinere der aktuellen Flaggschiffe auch ordentlich Leistung auf die Straße bringt.

Der Rat "Kauf doch den Vorgänger" gilt hier also nur unter Vorbehalt. Immerhin ist das Note 9 noch lange keine Ramschware und kostet entsprechend. Wer nicht zu viel Geld in die Hand nehmen will und auf zukunftsfähige Leistung Wert legt, greift am besten zur Mitte: dem Note 10.


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