Parrot Mambo im Test: die Minidrohne mit Greifarm und Kanone [mit Video]

Einschalten und Abheben: Selten war das Starten eines Quadcopters so einfach. Parrots Minidrohne Mambo lässt sich nämlich mit dem Smartphone direkt im Wohnzimmer auch ohne Vorkenntnisse starten und steuern. Der Test.

Die kleine Mambo ist gerade mal so groß wie eine ausgebreitete Handfläche. Der Quadrocopter wiegt nur 63 Gramm und wird standardmäßig mit dem Smartphone gesteuert. Vorne hat er zwei grüne LEDs, die als seine Augen leuchten. Das Besondere ist eine Art Legostein auf seiner Oberseite. Da sind Kontakte eingelassen, über die sich verschiedene Gadgets mit der Drohne verbinden lassen.

Zettel, Kanone oder Greifarm

Im Lieferumfang enthalten ist eine Mini-Kanone, die sechs grüne Plastikkugeln fasst. Da die Schusskraft nicht so groß ist und wir auch nicht so richtig damit zielen können, reicht es, um ein paar Kollegen zu ärgern. Die Reichweite für die Munition liegt bei etwa zwei Metern, eine Grundausstattung an Kugeln wird mitgeliefert. Um die Kanone zu befestigen, drücken wir sie einfach auf den Baustein an der Oberseite.

Außerdem dabei ist ein Clip für kleine Zettelnachrichten, den wir ebenfalls auf dem Baustein anbringen. Mitgeliefert wird ein Greifarm, mit dem Ihr etwa ein Stückchen Schokolade transportieren könnt oder auch ein Stück Würfelzucker aufnehmt und mit einem Kunstflug in eine Tasse fallen lasst. Bis zu einem Gewicht von vier Gramm lassen sich so kleine Gegenstände transportieren.

Über einen Lego kompatiblen Baustein werden Kanone und Greifarm an Parrots Mambo befestigt(© 2016 CURVED)

Kinderleichte Steuerung

Bei unseren Flugtests fiel in erster Linie auf, dass die Steuerung kinderleicht ist. Das ist erstmal sehr positiv. Auf dem Smartphone starten wir die App "FreeFlight Mini" (ab Android  4.4 oder iOS 7) und verbinden den Mini-Copter per Bluetooth.

Auf dem Smartphone-Display sehen wir zwei Kreise. Der links ist für das Drehen der Drohne sowie für das Heben und Senken, der Kreis rechts ist für die Bewegung. Mit Pfeilen ist die jeweilige Richtung symbolisiert, sodass jeder sofort lossfliegen kann. Ein Klick auf "Take Off" startet die Mambo, ein Klick auf "Landing" landet sie an Ort und Stelle. Da die Minidrohne nicht über GPS verfügt, gibt es keine Return-To-Home-Funktion, um die Mambo zum Startpunkt zurückkehren zu lassen.

Steuert Ihr die Drohne mit dem Smartphone, beträgt die Reichweite etwa 20 Meter. Kauft Ihr den Controller, Parrot nennt ihn "FlyPad", kann sich die Mambo bis zu 60 Meter von Euch entfernen. In der App finden wir zusätzlich einen Button für Kunstflüge. Hier müssen wir einfach die gewünschte Figur auswählen und schon vollführt die Mambo Rückwärtssaltos oder Drehungen. Auch das Starten aus der Hand ist möglich. Dafür legt die Mambo auf Eure flache Hand und drückt auf dem Smartphone auf das Hand-Symbol. Wenn Ihr sie jetzt in den Wind schubst, starten die Rotoren und die Mambo fliegt los.

Teilweise unberechenbar

Eine Kombination aus MU-Stabilisierungssensoren (3-Achsen-Beschleunigungsmesser Gyroskop), Ultraschallsensor, Drucksensor und ein Kamerasensor soll dafür sorgen, dass die Minidrohne in der Luft stabil bleibt. Im Test hat das bei unserem zweiten Testmodell auch ganz gut funktioniert, nachdem das erste wie wild durch die Gegend flog, ohne dass wir etwas an der Steuerung gedrückt haben. In Innenräumen gibt es leider das Problem, dass die Drohne durch Objekte, die unter ihr auftauchen, durcheinander gerät. Diese verwechselt der Quadcopter mit dem Boden und versucht, an Höhe zu gewinnen – dabei steigt sie aber unkontrolliert nach oben.

Parrot Mambo(© 2016 CURVED)

An der Unterseite der Minidrohne ist eine Kamera angebracht, mit der ihr auch Schnappschüsse machen könnt, wenn die Mambo über Euch fliegt. Allerdings ist die Qualität ziemlich mies. Außerdem könnt Ihr nur Fotos machen, wenn die Drohne wirklich hoch fliegt, da sonst die eben beschriebenen Ausweichmanöver durch die Störung des Sensors für die Höhe dafür sorgen, dass die Mambo nie direkt über Euch zum Stehen kommt.

Foto von Parrot Mambo: Es ist nahezu unmöglich, die Minidrohne direkt über unseren Köpfen ruhig zu halten(© 2016 CURVED)

Der Akku von 550 mAh hält ohne Zubehör bis zu neun Minuten, mit verbundener Kanone oder Greifarm sind bis zu acht Minuten drin. Aufgeladen wird der Akku in einer Ladeschale. Dieser Vorgang dauert etwa 30 Minuten. So kommt Ihr eigentlich nicht drum herum, zusätzliche Akkus zu kaufen.

Preise und Verfügbarkeit

Das Mambo-Set inklusive Gadgets und einer Schutzvorrichtung für die Rotoren, wenn Ihr drinnen fliegt, kostet 119 Euro. Wenn Ihr auch für den Mambo einen Controller benutzen möchtet, könnt Ihr diesen einzeln für 39 Euro kaufen. Erhältlich ist sie bereits.

Fazit: netter Spielspaß für zwischendurch

Wir hatten viel Spaß mit der Mini-Drohne. Die Kanone und der Greifarm der Mambo sind tolle Spielzeuge. Mit dem Controller lässt sich die Drohne auch recht einfach steuern. Das ist besonders denen zu empfehlen, die nicht gern ihr Smartphone als Controller benutzen. Die Kunststücke sind witzig, aber insgesamt ist die Minidrohne eher ein Spielzeug, das nicht unbedingt für Langzeitmotivation sorgt.


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