Redmi Note 8T vs. Redmi Note 8 Pro: Welches ist besser? Ein Streitgespräch

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Redmi Note 8T vs. Redmi Note 8 Pro: Welches Smartphone macht das Rennen in der CURVED-Redaktion?
Redmi Note 8T vs. Redmi Note 8 Pro: Welches Smartphone macht das Rennen in der CURVED-Redaktion?(© 2020 CURVED)

Schlägt sich Xiaomi mit dem Redmi Note 8T selbst? Wir haben einen Vergleich zwischen zwei Preiskrachern aus Xiaomis Sortiment gezogen: dem Redmi Note 8T und dem Redmi Note 8 Pro. Ein CURVED-Streitgespräch

Xiaomi hat mit der Redmi Note 8-Serie insgesamt drei enorm günstige Mittelklasse-Geräte auf dem deutschen Markt gebracht. Hierzulande sind das Redmi Note 8 Pro und das Redmi Note 8T bei einem Preisunterschied von 50 Euro gestartet – die Pro-Variante ist die günstigere von beiden.

Hier in der Redaktion haben sich unsere beiden Redakteure Lukas und Martin ausgetauscht, die Features miteinander verglichen und darüber gestritten, wer nun das bessere Gerät in der Hand hält. Lukas hatte das Pro-Modell in der Hand, Martin das Note 8T. Besonders drei Kategorien haben für Gesprächsstoff gesorgt.

Verfolgt hier das Streitgespräch beider CURVED-Tester:

Das Design im Vergleich

Redmi Note 8 Pro mit dem größeren Lifestyle-Faktor

Lukas: Äußerlich kommen beide Geräte recht ähnlich daher. Mir persönlich gefällt der Stil des Note 8 Pro aber besser. Die Kanten sind stärker abgerundet und geben dem Gerät deshalb ein schmaleres und schnittigeres Äußeres. Von der Abmessung her ist das Note 8 Pro mit Maßen von 161,35 x 76,4 x 8,79 mm minimal größer und flacher als das Note 8T mit Maßen von 161 x 75 x 9 mm. Das mag nach nicht viel klingen, macht aber kombiniert mit dem cleveren Design des Pro haptisch einiges aus.

Das LCD-Display hat in beiden Phones eine Auflösung von 1.080 x 2.340 Pixeln. Der Akku des Pro hat mit 4.500 Milliamperestunden (mAh) eine größere Kapazität als der des 8T mit 4.000 mAh. Ich benutze das Pro täglich und es ist noch nie ausgegangen, den Akku an einem Tag zu leeren, erscheint mir praktisch unmöglich – ich kann mir also vorstellen, dass auch die 4.000 mAh völlig ausreichend sind. Trotzdem bin ich mit dem Akku des Pro natürlich komplett zufrieden.

Der zentrale Kameraaufbau des Note 8 Pro mit integriertem Fingerabdrucksensor gefällt mir persönlich außerdem besser als der seitliche des Note 8T – aber ich schätze, das ist auch eine Sache der Gewöhnung. Oder was sagst du, Martin?

Das Note 8T ist eher schlicht

Martin: Da muss ich dir fast in allen Punkten widersprechen. Das Redmi Note 8T finde ich gerade deswegen ansprechender, weil es nicht diese abgerundeten Kanten hat. Die habe ich schon seit Samsungs Edge-Serie nicht wirklich gut gefunden – zu leicht gleitet einem das Smartphone aus der Hand. Dazu kommt noch, dass sich beim Note 8 Pro die Rundung auf der Rückseite befindet und somit keinen Mehrwert bietet, wie zum Beispiel ein randloses Display. Verstehe ich einfach nicht.

Und wenn wir schon beim Design der Rückseite sind: Da sich die Linsen beim Redmi Note 8T an der linken oberen Ecke befinden, sieht es eher nach Digitalkamera aus. Was noch schön wäre: Eine Taste für den Auslöser, wie beim Sony Xperia 5. Aber da bin ich vielleicht etwas altmodisch.

Bei den Maßen überzeugt mich auch das Redmi Note 8T – denn das liegt einfach besser in meiner Hand. Da ich mein Smartphone gerne auch mal einhändig bediene, hat es genau die richtige Größe. Ja, der Akku ist kleiner, aber immer noch völlig ausreichend. Ich bin locker durch ein ereignisreiches Wochenende in Hamburg gekommen, wo ich ordentlich geknipst und des Öfteren nach U-Bahn-Fahrplänen geschaut habe.

Was ich tatsächlich nicht mag, ist der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite, da gebe ich dir Recht, Lukas. Da ich das Smartphone auch gern mal auf dem Tisch liegen habe, muss ich es immer erst anheben, um es zu entsperren. Ist unterwegs nicht so tragisch, aber wenn man beim Fußball schauen nur mal kurz im Live-Ticker nachlesen will, wer nochmal das letzte Tor geschossen hat, finde ich das unpraktisch.

16 Megapixel mehr beim Redmi Note 8 Pro: Sieht man das?

Lukas: Eines der ausschlaggebendsten Unterscheidungsmerkmale zwischen den Geräten ist zweifelsohne die Kamera. Während beide mit einem Quadkamera-Aufbau ausgestattet sind, hebt sich das Redmi Note 8 Pro vor allem in der Hauptkamera durch seine höhere Auflösung von 64 Megapixeln ab. Das sind schon ein paar mehr Pixel, als die 48 MP des Redmi Note 8T. Auch die Selfiekamera ist mit 20 MP stärker als die des Note 8T mit 13 MP.

Man muss dabei festhalten: Dafür liegt der Preis des 8T auch niedriger als der des 8 Pro. Für knapp 200 Euro sucht man eine 48 MP Kamera bei anderen Herstellern vergeblich. Ob euch die höhere Auflösung die 50 Euro Preisunterschied wert sind, müsst ihr entscheiden. Martins Einschätzung könnte euch dabei vielleicht helfen.

Ich bin mit der Linse des Pro-Modells vollends zufrieden. Ich bin kein ausgesprochener Hobby-Fotograf, aber das Smartphone hat für meine Begriffe einige fantastische Bilder geschossen. Die Auflösung wird erst bei starkem digitalem Zoom (eine 10-fache Vergrößerung ist möglich) körnig – damit kann ich als Amateur gut leben. Es gibt einen Sensor für den Bokeh-Effekt und einer für Ultraweitwinkelaufnahmen ist ebenfalls mit an Bord. Die Selfie-Kamera macht mit ihren 20 MP-Sensor ebenfalls sehr gute Selfies. Kann man sich da auch mit weniger zufriedengeben?

Linse des Redmi Note 8T reicht für Sparfüchse aus

Martin: Kann man auf jeden Fall. Bei Selfies kommt es ja auf das Motiv an, was im Vordergrund des Bildes steht – da braucht es nicht die kleinsten Details, zumal der ein oder andere dann doch einen Filter drüber stülpt. Der normale Fotomodus ist für ein Gerät dieser Preisklasse ebenfalls ziemlich stark, das kommt aber darauf an, welcher Modus aktiv ist.

Weitwinkel-Linse, Zweifach-Zoom und der normale Modus wissen zu gefallen, während das Schießen mit Makro-Objektiv leider etwas hakelig ist. Das Ergebnis wird zu oft einfach unscharf. Das gleiche gilt für Schnappschüsse mit Digital-Zoom: Wenn ihr näher als zweifach heranzoomt, wird es pixelig. Porträt-Bilder mit Bokeh-Effekt werden allerdings ziemlich schön, sowohl mit Selfie- als auch mit Hauptkamera.

Die Leistung im Vergleich: Klarer Sieg des Pro

Lukas: Ich für meinen Teil kann sagen: Das Note 8 Pro ist schnell. Sehr schnell. Das Entsperren und das Öffnen von Apps oder Webseiten funktioniert ohne Ladezeiten. Wartezeiten existieren nicht. Auch bei Games, die eine schnelle Verarbeitung erfordern wie Call of Duty gab es keinen Lag – außer die Internet-Verbindung wurde gestört. Möglich macht das der Helio G90T Octa-Core-Gaming-Prozessor und natürlich die großzügigen 6 GB Arbeitsspeicher. Wie sieht es an der Front bei dir so aus, Martin? Kann das Note 8T da mithalten?

Martin: Leider nicht. Mit 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte internem Speicher ist der nicht nur schnell voll, es ist auch insgesamt deutlich langsamer. Bei der Leistung rangiert das T-Modell eben eher auf Höhe von Samsung Galaxy A50 und Huawei P30 lite, während das Pro-Modell eher zwischen Galaxy S9 oder P20 Pro rangiert. Bei anspruchsvollen Games knickt das Redmi Note 8T also ein.

Fazit: Einig werden wir uns nicht

Martin: Nach meiner Rechnung hat das Note 8T gewonnen – und gerade weil es eben noch mal ein bisschen günstiger ist als das Pro-Modell, hat es mit einem Endergebnis von 4:2 gewonnen. Oder hast du dem noch etwas entgegen zu setzen, Lukas?

Lukas: So gern ich dir da zustimmen würde, muss ich leider sagen, dass mir das Pro Modell einfach besser gefällt. Sei es das Design, die Kamera, oder die Technik - in allen Bereichen hat das Note 8 Pro die Nase vorne. Das waren mir die gerade mal 50 Euro Aufpreis in jedem Fall wert.


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