Sony Xperia XA2 Ultra im Test: Display-Riese mit zwei Selfie-Kameras

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Das Xperia XA2 Ultra hat zwei Kameras auf der Vorderseite.
Das Xperia XA2 Ultra hat zwei Kameras auf der Vorderseite.(© 2018 CURVED)

Das Sony Xperia XA2 Ultra ist verdammt groß und hat zwei Kameras auf der Vorderseite. Wozu sie dienen und was das Mittelklasse-Smartphone sonst zu bieten hat, erfahrt ihr im Test.

Das Xperia XA2 Ultra hat zwar viel mit ihm gemeinsam, ist aber vor allem durch die zwei Frontkameras mehr als nur eine große Version des Xperia XA2. Doch bevor wir uns mit den Kameras beschäftigen, müssen wir erstmal über die Größe sprechen.

Riesen-Display und Mittelklasse-Hardware

Denn das Xperia XA2 Ultra ist so...verdammt...groß. Es hat nicht nur ein sechs Zoll großes Display, sondern auch die für Sony typischen breiten Ränder über und unter dem Touchscreen. An den Seiten sind sie zwar geschrumpft, aber trotzdem ist das Smartphone deutlich größer als zum Beispiel das LG V30, dessen Bildschirm ebenfalls sechs Zoll misst. Das Display im XA2 Ultra ist hell und bei Sonnenlicht gut erkennbar, Farben wirken natürlich. Die Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln kommt bei dieser Displaygröße allerdings an die Grenzen. Die Schärfe und Detailgenauigkeit ist mit "ausreichend" gut umschrieben.

Ansonsten muss man sich im Klaren sein, dass man Xperia XA2 Ultra in der Regel mit zwei Händen bedienen muss. Eine Einhand-Bedienung ist nur selten möglich. Optisch muss jeder selbst entscheiden, ob ihm der Sony-Look gefällt oder nicht.

Im Gehäuse verbaut Sony den Mittelklasse-Chipsatz Snapdragon 630 von Qualcomm und stellt ihm vier Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Das reicht für Benchmarkwerte im Mittelfeld und sorgt im Alltag dafür, dass Apps zügig starten, sich Spiele zocken lassen und die Nutzeroberfläche flüssig läuft. Anders als beim kleineren XA2 kommt nicht das Gefühl auf, dass das Gerät mitunter langsamer als die vergleichbare Konkurrenz wirkt.

Als Betriebssystem installiert Sony vorbildlich das aktuelle Android Oreo auf dem Xperia XA2 Ultra und versieht Googles Betriebssystem mit seiner hauseigenen Nutzeroberfläche. Leider gehören zu dieser zahlreiche vorinstallierte Apps, von denen sich nicht alle deinstallieren lassen. Sie tragen mit dazu bei, dass von dem 32 Gigabyte großen Speicher nur etwas mehr als die Hälfte für eure Daten zur Verfügung steht. Da ist die Speichererweiterungen per microSD-Karte nicht optional, sondern schon fast Pflicht.

Falls ihr euch noch nicht von euren Kopfhörern mit Kabeln getrennt habt, dürfte euch freuen, dass das XA2 Ultra noch über einen 3,5-mm-Audioanschluss verfügt. Der Akku verfügt über eine Kapazität von 3580 mAh und reicht bei einer typischen Nutzung aus, um mit dem Smartphone über den Tag zu kommen. Saugt ihr ihn durch intensive Nutzung schneller leer, lässt er sich über den USB-C-Anschluss zwischendurch dank einer Schnellladefunktion fix wieder aufladen.

Zwei Kameras sind nicht automatisch eine Dualkamera

Die zwei Kameras auf der Vorderseite des Xperia XA2 Ultra arbeiten nicht als Dualkamera zusammen, sondern sind zwei eigenständige Aufnahmeinheiten zwischen denen man bei Selfies hin- und herschaltet. Die Hauptkamera hat eine Auflösung von 16 Megapixeln, einen optischen Bildstabilisator und ist mit seinem 88-Grad-Objektiv für Selbstporträts einer Person ausgelegt. Die zweite Kamera ist mit ihrem 120-Grad-Weitwinkelobjektiv für Gruppen-Selfies gedacht. Allerdings liegt ihre Auflösung nur bei acht Megapixeln, das Objektiv ist lichtschwächer und den Bildsensor kleiner.

Der Unterschied im Blickwinkel fällt sofort auf, ansonsten unterscheiden sich die Aufnahmen trotz doppelt, bzw. halb so vielen Megapixeln bei der Detailgenauigkeit kaum. Klar das Bild mit 16 Megapixeln ist größer, aber wirkt nicht schärfer. Farblich gefällt mir die Weitwinkelaufnahmen sogar besser. Sie fängt einen größeren Bereich ein und kann deswegen vor allem im Hintergrund die Farben besser abstimmen. Solange es hell genug ist, verschicke ich die Selfies gerne.

Die Hauptkamera auf der Rückseite des Xperia XA2 Ultra liefert Fotos mit einer Auflösung von 23 Megapixeln. Sie überzeugen mit einer hohen Detailgenauigkeit und natürlich wirkenden, kräftigen Farben. Die Kamera kommt mit starken Kontrasten gut zurecht, aber trotzdem lohnt es sich den HDR-Modus zu aktivieren, wenn man dunkle und helle Bereiche möglichst ähnlich belichten will. Die Panorama-Aufnahmen setzt die Kamera sehr gut zusammen und lässt sich auch von unterschiedlichen Beleuchtungen nicht aus der Ruhe bringen.

Von der intelligenten Automatik, die Sony bei Front- und Rückkamera als Standard aktiviert rate ich ab. Selbst wenn ihr eine Automatik nutzen wollt, vertraut nicht auf die Szenenerkennung. Aktiviert lieber den manuellen Aufnahmemodus und stellt alle Belichtungswerte auf "Auto". Die Bildqualität fällt in der Regel genauso gut aus und gefällt mir teilweise sogar etwas besser. Zudem könnt ihr nur im manuellen Modus HDR aktivieren, was sich vor allem bei starken Kontrasten lohnt – auch wenn die Farben dann nicht mehr ganz realistisch wirken. In der Nacht ist der Unterschied zwischen den Aufnahmemodi besonders groß. Während die intelligente Automatik mit ihrem gewählten Nachtmodus das Prädikat "unbrauchbar" erhält, kann sich die manuelle Automatik über ein "ganz ordentlich" freuen.

Fazit

Trotz vieler Gemeinsamkeiten gefällt mir das Sony Xperia XA2 Ultra aufgrund einiger Kleinigkeiten besser als sein kleines Schwestermodell Xperia XA 2. Trotzdem bleibt es ein Smartphone für Menschen, die ein wirklich großes Gerät in den Händen halten wollen. Technisch erweist es sich als solides Mittelklasse-Modell, allerdings ist der Preis mit 449 Euro nicht übertrieben teuer, aber eben auch nicht attraktiv günstig.

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