Sphero BB-9E und R2-D2 im Test: "Star Wars" im Wohnzimmer

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R2-D2 und BB-9E bringen den Krieg der Sterne nach Hause
R2-D2 und BB-9E bringen den Krieg der Sterne nach Hause(© 2017 CURVED)

Passend zur kommenden achten Episode der "Star Wars"-Saga bringt Sphero zwei neue Droiden aus dem "Star Wars"-Universum in die Läden. Was den Fan-Liebling R2-D2 vom bösen BB-9E unterscheidet und welcher Roboter unser Favorit ist, klären wir im Test.

Der Krieg der Sterne geht weiter. 2015 und 2016 hatte Sphero mit BB-8 und BB-8 in der Special Edition jeweils eine Version des putzigen Droiden aus  "Star Wars – Das Erwachen der Macht" herausgebracht. 2017 steht mit "Die letzten Jedi" ein neuer Film aus der Saga an. Passend dazu hat das Unternehmen auf der IFA 2017 gleich zwei neue Droiden aus dem Universum vorgestellt. Wobei: So richtig neu ist eigentlich nur der schwarz-graue BB-9E, der laut Sphero im neuen Streifen eine Rolle spielt. Den guten alten R2-D2 kennt und liebt eigentlich jeder "Star Wars"-Fan.

Eine App für alle Droiden

Optisch könnten beide Roboter nicht unterschiedlicher sein. R2-D2 kommt im bekannten Design mit zwei Standbeinen. Das dritte fährt er aus, sobald Ihr ihm den Befehl zum Losfahren gebt. BB-9E sieht dagegen aus wie die düstere Version von BB-8. Logisch, schließlich hilft der Droide laut Verpackung der Ersten Order, dem Nachfolger des Imperiums aus der klassischen Trilogie, "bei der Beseitigung galaktischer Bedrohungen". Wie BB-8 bewegt sich auch das böse Gegenstück rollend fort.

"Star Wars" zum Kugeln: BB-9E von Sphero(© 2017 CURVED)

Beide Droiden eint, dass sie über die "Star Wars App-Enabled Droids by Sphero"-App, die es für Android (ab Android 5.0 Lollipop) und iOS (ab iOS 9) gibt, gesteuert werden. Die Anwendung bietet insgesamt fünf Modi. Der erste und simpelste verwandelt das Smartphone in eine Fernbedienung für die beiden. Ihr könnt sie entweder selbst steuern, oder vorgefertigte Aktionen ausführen lassen. R2-D2 kann zum Beispiel im Kreis fahren oder umkippen, als hätte er einen Treffer von einem Blaster kassiert. BB-9E führt Abläufe wie "im Kreis herumfahren" weniger spektakulär aus. Eingeschränkt funktioniert die Fernsteuerung mit Hilfe der App "Sphero Star Wars App for Apple Watch" auch auf der Apple Watch. Dann könnt Ihr die Droiden aber nur fernsteuern, ohne sie besondere Bewegungen ausführen zu lassen.

Der zweite Modus schickt die Droiden selbstständig auf Patrouille durchs Zimmer. Besonders BB-9E musste dabei einstecken. Braust er gegen ein Hindernis, verliert er (sprichwörtlich) schnell den Kopf, der aber dank magnetischer Verbindung schnell wieder aufgesteckt ist. Im dritten Modus könnt Ihr eine Route auf den Smartphone-Bildschirm einzeichnen, die die Droiden dann nachfahren. Auch hier sollte besser kein Hindernis im weg liegen.

R2-D2 schlägt BB-9E

Die weiteren zwei Bedienmöglichkeiten haben dann nur noch bedingt mit den mit der Bewegung der Roboter zu tun. Im AR-Modus könnt Ihr Euch auf dem Smartphone aus der Perspektive der Droiden in einem Raumschiff aus dem Film-Universum umsehen. Bei R2-D2 ist es Han Solos Millenium Falke, BB-9E treibt auf einem Schiff der Ersten Order sein Unwesen. Zwar stehen Euch im AR-Modus drei Schiffe (eines gehört zu BB-8) zur Auswahl, Ihr könnt Euch aber nur das ansehen, das zu Eurem Droiden gehört. Immerhin: Kommt Ihr im Raumschiff an passenden Stellen vorbei, gibt es auf dem Bildschirm kurze Infos und die Droiden quittieren dies mit Geräuschen.

Das Gleiche machen sie auch im letzten in der App zur Verfügung stehenden Modus: In dem könnt Ihr Euch die "Star Wars"-Filme vor dem TV gemeinsam mit den Droiden ansehen. Sie reagieren dann passend auf Bildschirminhalte. Zur Zeit funktioniert das aber leider nur mit "Eine neue Hoffnung", "Das Erwachen der Macht" und dem Saga-Ableger "Rogue One".

Was wir feststellen konnten: Beide Droiden bewegen sich sowohl auf Teppich als auch auf Holzfußböden gleich gut fort. R2-D2 lässt sich insgesamt noch etwas besser und präziser steuern als BB-9E und bietet darüber hinaus auch das größere "Star Wars"-Feeling. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass der Droide immer wieder selbstständig originalgetreu piept.

Fazit: Krieg der Sterne auf Sparflamme

Beide Droiden sind soweit ganz nett. Der Spaß mit R2-D2 und BB-9E ist aber nach kurzer Zeit schon wieder vorüber. Schnell hat die Droiden  alle Bewegungsmuster mehrfach ausführen lassen, sie jede Route patrouillieren und abfahren lassen und jeden Winkel der Raumschiffe erkundet. Dazu kommt, dass BB-9E nur ein lauwarmer Abklatsch von BB-8 ist, wofür Sphero zugegebener Maßen aber nichts kann. Für das gebotene sind beide Droiden definitiv zu teuer. BB-9E kostet auch rund 170 Euro. Der deutlich besser gelungene R2-D2 ist mit 199 Euro noch einmal teuerer.


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