Teufel Rockster im Test: das Festival im Vorgarten

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Der Teufel Rockster in freier Wildbahn
Der Teufel Rockster in freier Wildbahn(© 2016 CURVED)

Dieser Bluetooth-Lautsprecher ist sogar lauter als eine Harley-Davidson: Im Test überzeugt der Teufel Rockster aber vor allem mit ausgewogenem Klang.

Da passt es nur zu gut, dass Teufel den ersten 666 verkauften Exemplaren eine Rechtsschutzversicherung mitgegeben hat. Solche Marketingaktionen hat der Speaker nun nicht mehr nötig, ist er doch längst ein Bestseller der Berliner. Und das nicht nur bei der Fraktion Krasser-lauter-härter, sondern auch bei professionellen Musikern.

Massig Anschlüsse für Musiker und Freizeitrocker(© 2016 CURVED)

Vor allem hier lässt er die Konkurrenz von Soundboks hinter sich. Denn der Rockster verfügt nicht nur über zwei Bluetooth 4.0-Kanäle, sondern lässt auch den Anschluss von zwei Quellen über Klinke zu. Über einen 6,3-mm-Instrumenteneingang können Musiker etwa ihre Gitarre oder ein anderes Instrument anschließen. Auch ein Mikrofonanschluss ist auf der Rückseite verbaut.

Das Mischpult auf der Oberseite(© 2016 CURVED)

Auf der Oberseite haben die Ingenieure unter einer Klappe zudem ein kleines Zwei-Kanal-Mischpult verbaut. Höhen, Tiefen und Mitten lassen sich hier einstellen, der Sound zudem noch crossfaden.

Was für 1 Klang!

Dabei klingt der Rockster auch schon mit Standardeinstellungen sehr ausgewogen. Für mich ein weiterer, großer Unterschied zum Soundboks. Dessen Klangbild war alles andere als fein abgestimmt. EDM tönte noch in Ordnung, bei Rockmusik fehlten die Mitten, voll aufgedreht verzerrte der Sound enorm. Ganz anders der Rockster: Egal, wie stark Ihr aufdreht, passen sich Höhen, Tiefen und Mitten sauber an. Class-D und AB 450-Watt-Verstärker sei Dank. Vor allem der Bass des 380-mm-Tieftöners hat's mir angetan. So stark und dennoch weich, dass man sich glatt einkuscheln möchte. Das muss dem Riesen-Lautsprecher erst mal einer nachmachen.

In unserer "Straßenmessung", also nicht in einem eigens eingerichteten Akustiklabor, kam der Lautsprecher auf stolze 120 Dezibel. Und ist damit sogar lauter als die von Teufel angegebenen 115 db. Derartiges Getöse reicht dann auch aus, um große Hallen zu beschallen. Wer sich einen zweiten Rockster zulegt, kann beide Geräte auch miteinander koppeln.

Der größte, "tragbare" Bluetooth-Lautsprecher

Platz genug hat der Bass ja: 77 Zentimeter ist der Rockster hoch, stolze 31,5 Kilogramm schwer. Das und die zwei robusten Griffe an den Seiten machen ihn zum größten, transportablen Lautsprecher auf dem Planeten. Einen nicht geringen Anteil am Gewicht hat der Akku, mit dem bis zu acht Stunden Laufzeit möglich sind. Energie bekommt die Batterie über den 220-V-Stromanschluss oder eine 12-V-Autobatterie.

"Tragbar" ist er...irgendwie: der Teufel Rockster(© 2016 CURVED)

Und seien wir mal ehrlich: Mit dieser Ausstattung ist die Bezeichnung Lautsprecher eigentlich zu tief gegriffen. Mobiles Soundsystem trifft es da schon eher. Übrigens: Wer den Rockster nicht tragen will, kann ihn auch schieben. Vier stabile Rollen gibt Teufel mit, die unter den schwarzen Korpus geschraubt werden. Sie sind ebenso robust wie das restliche Erscheinungsbild: Das Gitter mit dem großen, roten T auf der Vorderseite kann Schläge und Stöße problemlos ab.

Fazit

999 Euro ist ein stolzer Preis für einen Lautsprecher. Allerdings ist der Rockster auch schlicht für Sound-Fanatiker. Tragbare Speaker, die genug Dampf machen für die nächste Gartenparty, aber nicht gleich über 30 Kilo wiegen, gibt es es zu Genüge. Nicht zuletzt auch von Teufel mit dem Boomster und dem Boomster XL. Braucht man also den Rockster. Nein. Aber man will ihn.


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