UE Boom 3 und Megaboom 3 im Test: Süßer die Lautsprecher nie klingen

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Der UE Megaboom 3 ist größer als der UE Boom 3.
Der UE Megaboom 3 ist größer als der UE Boom 3.(© 2018 CURVED)

Die Bluetooth-Lautsprecher der Logitech-Tochter Ultimate Ears (UE) gehörten schon in der Vergangenheit zu den besten ihrer Art. Trotzdem sollen die neuen UE Boom 3 und Megaboom 3 noch weiter verbessert worden sein. Wir haben sie uns im Test nicht nur angehört, sondern auch in den Partymodus versetzt und den neuen "Magic Button" gedrückt.

Schon der Vergangenheit konnte man die UE Booms ohne Bedenken mit nach draußen nehmen. Der Akku hält auch einen langen Ausflug durch – bis zu 15 Stunden beim Boom 3 und bis zu 20 Stunden beim Megaboom 3 – und wasser- sowie staubdicht sind die Lautsprecher ebenfalls. Sie haben eine IP67-Zertifizierung erhalten und nehmen demzufolge in bis zu einem Meter Wassertiefe keinen Schaden. So tief tauchen sie allerdings von alleine gar nicht. Zu den Neuerungen am Boom 3 und Megaboom 3 gehört, dass sie im Wasser schwimmen und nicht zu Boden sinken.

Eine großen Ohrenweide

Wenn die Bluetooth-Boxen gemütlich im Pool herumtreiben, leidet allerdings die Soundqualität. Um den 360-Grad-Sound genießen zu können, solltet ihr den UE Boom 3 und Megaboom 3 lieber im Trockenen hinstellen oder hinlegen. UE hat nach eigenen Angaben den Klang und die Bässe optimiert und den Streifen um die Lautstärketasten verschwinden lassen. Dadurch soll der Rundum-Sound noch besser aus den Lautsprechern kommen.

Egal ob Boom 3 oder Megaboom 3, beide Lautsprecher bieten einen kristallklaren 360-Grad-Sound der Räume ausfüllt. Die Bässe sind kräftig, aber nicht zu übertrieben. Die Höhen stechen hervor, ohne weh zu tun und die Mitten runden das wunderbare Soundpaket ab. Besser geht es kaum, wenn man mobile Lautsprecher haben will. Dabei sind beide Lautsprecher sehr laut – wobei der Megaboom erwartungsgemäß etwas mehr Power hat. In meiner Wohnung habe ich mich nicht getraut sie lauter als 50 Prozent aufzudrehen. Dreht man die Lautsprecher richtig auf, leidet die Soundqualität nicht. Alles bleibt verständlich und es gibt keine Übersteuerung.

Apropos Mobilität: Die Boom 3 und Megaboom 3 könnt ihr weiter von der Bluetooth-Quelle entfernen als ihre Vorgänger – sofern das Abspielgerät auch Bluetooth 5.0 unterstützt. Dann soll die maximale Reichweite im Freien bei 45 Metern liegen. Im Test stellten die Wände innerhalb der Wohnung kein Problem dar.

App für Partys und Sound-Frickler

Der UE Boom 3 und der Megaboom 3 sind klassische Bluetooth-Lautsprecher und benötigen ein Smartphone, Tablet oder Computer als Quelle für ihren Ton. Sie haben anders als der UE Blast und Megablast keinen persönlichen Assistenten an Bord, beherrschen kein Multiroom und sind nicht ins WLAN eingebunden. Ihr könnt über die neu gestaltete Boom-App unter iOS und Android aber bis zu 150 der Lautsprecher mit der PartyUp-Funktion zur gemeinsamen Wiedergabe verbinden. Das funktioniert denkbar einfach und klingt sehr schön. Zumindest bei den zwei Boom-Lautsprecher im Test konnte ich keine Verzögerung bei der Wiedergabe hören und hatte schönen Sound, der sich aus zwei Zimmern in der Wohnung verteilte oder in einem Raum für einen Stereo-Sound sorgte.

Zusätzlich hält die Boom-App einen Equalizer bereit. Hier kann man den Klang mit mehreren Voreinstellungen anpassen oder selber Hand anlegen und die Regler verschieben.

Mit dem Magic Button hat sich UE etwas ganz neues für den Boom 3 und Megaboom 3 ausgedacht. Mit der Taste auf der Oberseite pausiert, startet und überspringt man jetzt nicht nur Songs, sondern kann auch direkt Playlisten aufrufen. Dafür muss man die Taste lange gedrückt halten und zuvor in der Boom-App seine Favoriten unter den Playlisten festlegen. Kleine Einschränkung: Unter Android funktioniert das momentan nur mit Deezer und unter iOS nur mit Apple Music. Es sollen aber weitere Streaming-Dienste folgen. Da die Lautsprecher keine WLAN-Verbindung haben, müssen sie zudem mit dem Smartphone gekoppelt sein, damit sich der Zauber entfalten kann. Das kann dann allerdings in der Tasche bleiben.

Mit der zusätzlich erhältlichen Ladestation Boost Up kann man den Megaboom 3 und Boom 3 drahtlos laden.(© 2018 CURVED)

Die beiden Boom 3 lassen sich drahtlos aufladen. Dafür muss man allerdings die Ladestation Boost Up für 40 Euro zusätzlich kaufen — im Paket mit den Lautsprechern kostet sie nur 30 Euro. Und ja, es ist bequem sie zum Aufladen einfach auf die Station zu stellen, aber auch mit einem Micro-USB-Kabel kann man sie immer noch problemlos aufladen.

Fazit

Wie schon die Vorgänger überzeugen auch der UE Boom 3 und der UE Megaboom 3 vor allem mit ihrem hervorragenden Sound. Die Robustheit sowie der Party-Modus und der Equalizer sind schöne Zugaben. Der Magic Button konnte mich in der Praxis bisher aber nicht von seiner Notwendigkeit überzeugen. Für unverbindliche Preisempfehlungen von 149 Euro für den Boom 3 und 199 Euro für den Megaboom 3, bekommt ihr ein sehr gutes Preis-Sound-Paket. Die größte Konkurrenz kommt aus dem eigenen Haus. Der UE Boom 2 oder der Megaboom klingen ebenfalls immer noch hervorragend und sind günstiger zu bekommen.

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