Umidigi Z1 Pro im Test: der dreiste iPhone-Klon

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Das Umdigi Z1 Pro gibt es in einem auffälligen Rot.
Das Umdigi Z1 Pro gibt es in einem auffälligen Rot.(© 2017 CURVED)

Das rote iPhone gefällt Euch, aber Android ist Pflicht? Umidigi hat mit dem Z1 Pro einen Klon im Angebot. Den haben wir uns genauer angeschaut.

Beim Umidigi Z1 Pro hat der Hersteller aber nicht nur das rote iPhone 7 Plus kopiert, sondern sich scheinbar der Kritik daran angenommen. So ist Die Vorderseite rund um das Display nicht Weiß gehalten, sondern Schwarz. Zudem ist das Z1 Pro mit 6,95 Millimetern sogar noch etwas dünner als das iPhone. Es mögen nur Nuancen sein, aber das Rot von Apple wirkt im direkten Vergleich schicker als bei Umidigi.

Hinten Rot, vorne Schwarz

Optisch kann sich die Vorderseite des Umidigi Z1 Pro auch wegen seines 5,5 Zoll großen AMOLED-Displays mit Full-HD-Auflösung sehen lassen. Das bietet viele Details, schicke Farben, ein sattes Schwarz und ist auch bei Sonnenlicht vergleichsweise gut zu erkennen. Unter der Haube erwartet Euch allerdings Mittelklasse-Hardware. Der Mediatek-Chipsatz Helio P20 und sechs Gigabyte Arbeitsspeicher sorgen dennoch für gute Benchmarkwerte. Leistungsmäßig gibt es keine alltägliche Anwendung und auch kein Spiel, dass die Hardware an ihre Grenzen bringt.

Der interne Speicher fällt mit 64 Gigabyte angenehm groß aus und lässt sich bei Bedarf mit einer microSD-Karte erweitern. Dann findet allerdings nur noch eine SIM-Karte im Umidigi Z1 Pro Platz. Der Akku fällt mit 4000 mAh angesichts des schmalen Gehäuses ungewöhnlich groß aus. Damit kommt man gut über einen Tag. Doch wäre bei mir nie ein zweiter Tag drin gewesen. Spätestens beim Frühstück hab ich dann doch lieber Energie über den USB-C-Anschluss nachgetankt. Dank Schnellladetechnik geht das flott. Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Vorderseite des Z1 Pro und entsperrt das Smartphone zügig und zuverlässig.

Als Betriebssystem installiert Umidigi Android 7.0 Nougat und verzichtet nicht nur auf Bloatware, sondern begrenzt auch die vorinstallierten Google-Dienste auf ein Minimum. So ist die App-Übersicht sehr aufgeräumt. In den Einstellungen findet sich ein "Eyebrow Mode", der nicht nur ein simpler Nachtmodus ist, sondern genaue Einstellungen der Farbdarstellung erlaubt.

Dualkamera mit dreifachem Zoom

Die Dualkamera auf der Rückseite des Umidigi Z1 Pro will mit einem dreifachen Zoom punkten. Bei genauerem Hinsehen ist es aber wie beim iPhone 7 Plus oder Xiaomi Mi6 ein zweifacher optischer Zoom. Der dritte Vergrößerungsschritt findet digital statt. Die Aufnahmen der Kamera verfügen über eine Auflösung von 13 Megapixeln. Die zweite Kamera mit einer Auflösung von fünf Megapixeln nutzt Umidigi für den Zoom und einen Bokeh-Effekt. Dieser arbeitet allerdings nicht wirklich mit einer Tiefenschärfe, sondern legt nur eine Unschärfe auf alles rund um den markierten Bereich. Dieser bleibt komplett scharf – unabhängig vom Abstand zum Objektiv.

Die Bilder des Umidigi Z1 Pro sind bei Tageslicht farblich und in den Details in Ordnung, lassen aber den letzten Schritt zu einem wirklich guten Bild vermissen. Mit starken Kontrasten kann die Kamera nicht gut umgehen, da hilft auch der HDR-Modus nur zum Teil. Wird es dunkel, rauscht es schnell. Bei Selfies mit der Fünf-Megapixel-Frontkamera kommt das Gesicht recht gut weg, der Hintergrund wird aber schnell unscharf und überbelichtet.

Fazit

Das Umidigi Z1 Pro ist in erster Linie ein gezielter Klon des roten iPhone 7, kann mit seinem Vorbild aber nicht mithalten. Es bietet ausreichende Mittelklasse-Hardware, eine ordentliche Kamera und eine lange Akkulaufzeit. Allerdings fehlt der letzte Schliff. Etwa bei der Bildqualität oder dem Betriebssystem, das nicht auf dem aktuellsten Stand ist. Dazu kommt ein Preis von 340 Dollar, der zum Verkaufsstart zwar auf 300 Dollar – umgerechnet momentan rund 265 Euro – reduziert ist. Daraus werden in Deutschland aktuell im Verkauf aber 359 Euro, was schon deutlich weniger attraktiv ist.

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