ZTE Blade V8 Mini im Test: Dualkamera zum Schnäppchenpreis

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Das ZTE Blade V8 Mini: Eine Dualkamera für unter 200 Euro.
Das ZTE Blade V8 Mini: Eine Dualkamera für unter 200 Euro.(© 2017 CURVED)

Dualkameras für Fotos mit Bokeh-Look gehören eigentlich ins Highend-Segment und sind nur vereinzelnt bei Mittelklasse-Smartphones zu finden. Mit dem ZTE Blade V8 Mini wird nun günstiger. Der Preis rutscht unter 200 Euro, allerdings nicht ohne Einbußen.

Das ZTE Blade V8 Mini ist eine kleinere Version des Blade V8 mit weniger Speicher. Das Display schrumpft auf fünf Zoll und bietet nur eine HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Das ist in Ordnung, reicht aber nicht mehr für ein scharfes Bild aus. Die großen Betrachtungswinkel können nicht darüber hinweg täuschen, dass die Farben des Bildschirms flau und ausgeblichen wirken.

Bokeh und 3D

Die Kamera des Blade V8 Mini ist mit der des Schwestermodells identisch. Sie liefert Fotos mit einer Auflösung von 13 Megapixeln. Die zweite Linse nutzt sie für Bokeh- oder 3D-Aufnahmen. Anders als beim Blade V8 dient die Verpackung aber nicht zum Betrachten der 3D-Bilder. Bei den Aufnahmen mit Bokeh trennt die Kamera gut zwischen dem fokussierten Motiv und dem unscharfen Hintergrund. Ist man nicht zufrieden, kann man bei den Bilder nachträglich den Fokuspunkt verschieben sowie die Blende und damit die Stärke der Unschärfe verstellen.

Ansonsten überzeugen die Fotos des Blade V8 Mini mit einer hohen Detailgenauigkeit und kräftigen, satten Farben. Mit starken Kontrasten kommt die Kamera zurecht. Im Zweifel gleicht der HDR-Modus sie gut aus. Mit zunehmender Dunkelheit nimmt die Bildqualität allerdings ab. Für Aufnahmen in der Nacht sollte man das Smartphone nicht einplanen. Die Frontkamera liefert Selfies mit einer Auflösung von fünf Megapixeln und damit drei Megapixeln weniger als das Blade V8. Die Selbstporträts sind vorzeigbar, aber anders als die Kamera auf der Rückseite kein Argument für den Kauf des Smartphones.

Zu wenig Arbeitsspeicher für Bildbearbeitung?

Das Herz des ZTE Blade V8 Mini bildet der Snapdragon 435, dem zwei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Der Unterschied von einem Gigabyte Arbeitsspeicher macht sich im Alltag – für den das Smartphone flott genug ist – und bei Benchmarktests nicht bemerkbar. Geht es allerdings darum, die Bokeh-Aufnahmen nachträglich zu bearbeiten, muss man länger als beim besser ausgestatteten Schwestermodell warten. Der interne Speicher ist beim Blade V8 Mini mit 16 Gigabyte auch nur halb so groß wie bei der großen Variante. Immerhin lässt sich die Kapazität mit einer microSD-Karte erhöhen. Dann passt aber nur noch eine SIM-Karte in das Smartphone. Ohne Speicherkarte ist es ein Dual-SIM-Gerät.

Das Metall-Unibody-Gehäuse des Blade V8 Mini liegt angenehm in der Hand. Allerdings sind die Antennenstreifen zwei tiefe Einkerbungen, in denen Staub hängen bleiben kann. Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite ist gut zu erreichen, wenn man das Smartphone in der Hand hält. Der Akku hat mit 2800 mAh eine deutlich größere Kapazität als beim normalen Blade V8. Trotzdem hält auch er nicht länger als einen Tag durch. Für einen zweiten Tag reicht die Energie nicht aus. Eine Schnellladefunktion bietet der Micro-USB-Anschluss nicht.

Als Betriebssystem installiert ZTE Android 7.0 Nougat auf dem Blade V8 Mini und verpasst ihm seine hauseigene Nutzeroberfläche MiFavor. Die bringt neben dem typischen vorinstallierten Apps auch eine Sicherheits-App und vier Spiele mit, die sich aber alle direkt vom Homescreen deinstallieren lassen.

Fazit

Die unverbindliche Preisempfehlung für das ZTE Blade V8 Mini liegt bei 179,99 Euro. Günstiger kommt man momentan nicht an eine Dualkamera – und die liefert trotz des niedriges Preises gute Bilder. Die Verarbeitung und übrige Ausstattung ist gut. Wer jedoch seine Bokeh-Aufnahmen nachträglich bearbeiten will, sollte lieber ein paar Euro mehr in das Blade V8 investieren. Die UVP liegt zwar um 90 Euro höher, doch im Handel beträgt der Aufpreis momentan nur rund 35 Euro.

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