Darum sind öffentliche USB-Ladestationen ein Risiko

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Öffentliche USB-Ladestationen sind praktisch, aber nicht ganz ungefährlich.
Öffentliche USB-Ladestationen sind praktisch, aber nicht ganz ungefährlich.(© 2017 istock.com/tzahiV)

Egal ob am Flughafen, im Café oder in der U-Bahn. An immer mehr öffentlichen Orten befinden sich USB-Buchsen, um Smartphones zwischendurch aufzuladen. Doch gefahrlos sind diese gut gemeinten Angebote nicht. Wer sich aber an die folgenden Grundregeln hält, schützt sein Smartphone nicht nur vor Hackern.

Zum Aufladen liegt das Smartphone meistens sichtbar herum und sind für Langfinger eine verlockende Beute. Vor ihnen lässt es sich schützen, indem es versteckt oder zumindest so hingelegt wird, dass es sich nicht unbemerkt mitnehmen lässt. Doch auch die USB-Buchse selbst birgt Gefahren: Manipulierte Ladestationen können Unbefugten Zugriff zu Geräten verschaffen.

Datenspionage und Viren

Denn USB-Anschlüsse übertragen nicht nur Strom, sondern auch Daten. Das ist am heimischen PC praktisch, um beispielsweise Fotos zu sichern. In der Öffentlichkeit besteht allerdings die Gefahr, dass jemand die USB-Buchse manipuliert und Daten vom Smartphone abgreift. Darüber hinaus können Hacker die USB-Schnittstellen zur Verbreitung von Viren und anderer Schadsoftware nutzen. Gefährdet sind vor allem Android-Geräte.

Beim Aufladen über USB bieten die meisten Smartphones verschiedene Optionen an.(© 2017 CURVED)

Damit das Smartphone beim Ladevorgang weder Daten preisgibt, noch sich mit Viren infiziert, solltet Ihr folgende Vorsichtsmaßnahmen befolgen: Schaltet es zum Aufladen aus. So haben es Angreifer deutlich schwerer, an Daten zu gelangen. Einige Geräte fragen beim Start des Ladevorgangs nach, ob sie "Nur Laden" oder auch Daten übertragen sollen. Die sichere Option ist natürlich "Nur Laden", die sich meistens auch in den Einstellungen des Geräts festlegen lässt.

Eine weitere sinnvolle Maßnahme ist das Verbot der Installation von Apps aus unbekannten Quellen in den Sicherheitseinstellungen des Smartphones sowie das Ausschalten des Debugging-Modus in den Entwickleroptionen. Beide sind standardmäßig deaktiviert. Das heißt: Sofern Ihr sie nicht aktiviert habt, ist keine Aktion Eurerseits erforderlich.

Die Installation von Apps aus unbekannten Quellen sollte nur im Einzelfall erlaubt sein.(© 2017 CURVED)

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky empfehlen zudem zur Datenübertragung das Media Transfer Protocol (MTP) oder das Photo Transfer Protocol (PTP) und nicht den UMS-Verbindungstyp zu verwenden. Der ist aber sowieso technisch veraltet und für die aktuellen Android-Versionen, bei denen sich die Speicherkarte mit dem internen Speicher verschmelzen lässt, nicht mehr zeitgemäß. Antiviren-Programme stehen auch unter Android bereit, ihre Wirksamkeit schätzen Experten allerdings sehr unterschiedlich ein.

Gefahren durch falsche Ladegeräte

Nur bei den wenigstens öffentlichen USB-Ladestationen finden sich Angaben zur Leistung. Die Versorgungsspannung beim Laden über USB liegt zwar einheitlich bei fünf Volt. Doch die Stromstärke variiert, wobei der übliche Rahmen von 500 bis 1500 mAh reicht. Die meisten Smartphones kommen mit unterschiedlichen Werten zurecht, allerdings funktioniert das Laden nicht immer einwandfrei. Das kann sich in einer längeren Ladezeit, einem nicht vollständig geladenen Akku, einer übermäßigen Hitzeentwicklung oder einem sich selbst ausschaltenden oder neustartenden Smartphone äußern.

Davor schützt die Empfehlung der Hersteller, "nur das mitgelieferte Ladegerät" zu benutzen – was im Alltag aber nicht immer möglich ist. Bei fremden Ladegeräten, zu denen auch öffentliche USB-Anschlüsse zählen, solltet Ihr deswegen das Smartphone in den ersten 20 Minuten etwa alle fünf Minuten in die Hand nehmen. Fühlt es sich unnatürlich heiß an, also heißer als etwa beim Spielen oder am Original-Ladegerät, solltet Ihr den Ladevorgang sofort beenden. Ebenfalls vor Überhitzung schützt das Ausschalten des Smartphones. Positiver Nebeneffekt: Weil es keinen Strom verbraucht, lädt es dann noch schneller den Akku auf.


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