E-Scooter Apps und Zubehör: So rollt ihr smart in den Sommer

Wer E-Scooter fährt, sollte Zubehör wie eine Handyhalterung und mindestens eine Navigatons-App parat haben
Wer E-Scooter fährt, sollte Zubehör wie eine Handyhalterung und mindestens eine Navigatons-App parat haben(© 2020 picture alliance/Christoph Soeder/dpa)

Für E-Scooter gibt es zahlreiche Apps und Zubehör, die euer Gefährt noch praktischer machen. Plant ihr die Anschaffung eines entsprechenden Rollers, solltet ihr euch also nicht nur über die Straßenzulassung und weitere wichtige Kaufkriterien informieren. Auch Gadgets und Software könnt ihr in eure Planung einbeziehen. Die praktischsten Helfer findet ihr hier.

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Zubehör für E-Scooter

Einen E-Scooter könnt ihr mit Zubehör deutlich aufwerten. Gerade wenn ihr für mehr Sicherheit sorgen, etwas transportieren oder leichter navigieren wollt, sind einige Gadgets beinahe schon ein Muss.

Rückspiegel

E-Scooter in Deutschland dürfen mit maximal 20 km/h fahren. Was auf dem Papier nicht schnell klingt, ist dennoch bei einem Unfall nicht ganz ungefährlich. Praktisch ist es daher, wenn ihr euch einen Rückspiegel an die Lenkstange schraubt. So müsst ihr euch etwa auf Radwegen nicht mehr umdrehen, um etwa schnellere Fahrradfahrer rechtzeitig zu bemerken.

Auch auf der Straße erkennt ihr so Fahrzeuge leichter, die womöglich zu einem Überholvorgang ansetzen. Wer also viel Sicherheit will, sollte sich dieses Zubehör neben einem Helm anschaffen. Einen Rückspiegel für E-Scooter gibt es bei diversen Anbietern im Netz.

Achtung: Je nach E-Scooter bietet die Lenkstange nicht viel Platz für weiteres Zubehör(© 2020 picture alliance / dpa Themendienst)

Lenkstangen-Tasche

Nachteil eines E-Scooters: Im Gegensatz zu Fahrrädern fehlt euch ein Gepäckträger. Das bedeutet aber nicht, dass ihr Einkäufe und Co. direkt auf dem Rücken tragen müsst. Es gibt auch Rucksäcke für die Scooter selbst, die ihr bequem an der Lenkstange befestigen könnt. So fährt es sich vermutlich gleich viel angenehmer. Im Handel findet ihr Roller-Taschen in unterschiedlichen Preisklassen.

Einige E-Scooter, etwa der Trittbrett Kalle, verfügen übrigens ab Werk über einen Haken, an dem ihr Tüten und mehr befestigen könnt.

Sicherheitsschloss

Wenn ihr einen eigenen Scooter anstatt den eines Verleihers nutzt, sollte eine Sache klar sein: Ihr solltet diesen nicht ohne Sicherheitsschloss offen an der Straße stehen lassen. Sonst wechselt das Gefährt womöglich schnell (und unfreiwillig) seinen Besitzer.

Empfehlenswert (da es kaum gängige Alternativen gibt) ist hier etwa ein Kabelschloss, dass ihr durch die Bremsscheiben zieht. So ist der Scooter unbrauchbar, bis ihr das Schloss wieder entfernt. Sogenannte Handschellenschlösser sind ebenso leicht anzubringen und für Scooter geeignet.

Allerdings: Erfahrene Diebe könnten das Schloss wohl durchaus schnell überwinden. Das gilt teils auch für massive Schlösser, wie folgendes Video von Stiftung Warentest zeigt:

Womöglich solltet ihr euren E-Scooter daher zusätzlich mit einer Alarmanlage sichern. Ein entsprechendes E-Scooter-Zubehör bietet beispielsweise der Hersteller Mengshen an. Noch sicherer ist es aber, wenn ihr euren Roller direkt in einem abschließbaren Raum stellt,  sofern möglich. Hinweis: Einige Scooter-Modelle sind bereits selbst mit einer kleinen Alarmanlage ausgestattet. Diese kann etwa piepen, solange er gesperrt ist und gleichzeitig bewegt wird.

Handy-Halterung

Seid ihr mit dem E-Scooter in einer Gegend unterwegs, in der ihr euch nicht auskennt? Dann solltet ihr euer Handy für die Navigation nutzen. Damit ist allerdings nicht gemeint, dass ihr das Smartphone während der Fahrt in die Hand nehmt. Das sorgt für ein sehr hohes Unfallrisiko. Stattdessen solltet ihr auf eine Handy-Halterung setzen, mit der ihr das mobile Gerät gut sichtbar an der Lenkstange befestigen könnt.

So behaltet ihr den Weg immer im Blick und seht auch, wenn euch jemand anruft (bei einem Telefonat solltet ihr euer Gefährt natürlich an einem ruhigen Ort zum Stehen bringen und die Fahrt so lange unterbrechen).

Tipp: Wer sich nur auf sein Gehör verlassen und Geld sparen will, kann Google Maps oder Apple Maps auch nur via Sprache nutzen. Dafür steckt ihr euch einen Ohrhörer in den Gehörgang und aktiviert die Navigation. Nun sagt euch der Assistent, wo ihr wann abbiegen müsst. Wir haben das selbst probiert: Klappt ganz gut. Stellt aber sicher, dass ihr den Straßenverkehr immer noch einwandfrei hören könnt.

Apps für Scooter-Verleih

Wollt ihr das Leben als E-Scooter-Besitzer zuerst antesten, bevor ihr euch selbst einen Roller kauft? In vielen Städten Deutschlands stehen bereits einige Scooter zum Verleih bereit. Allerdings gibt es pro Stadt gleich mehrere Anbieter. Es gibt noch keine App, die wirklich alle Scooter von allen Verleihern anzeigt. Aber ihr könnt euer Glück mit myScooter und Urbi versuchen. Diese decken die gängigsten Anbieter ab. Hier geht's zum Download:

Die Scooter-Anbieter in Deutschland

Seht ihr einen E-Scooter in der Stadt und wollt ihn nutzen, ist auf dem Gefährt selbst in der Regel vermerkt, zu welchem Anbieter dieser gehört. Diese App solltet ihr euch dann herunterladen, wenn ihr ihn nutzen wollt. Meist sind die Anwendungen unter 100 MB groß, weshalb der Download auch unterwegs kein Problem sein dürfte.

Einer der bekannteren E-Scooter-Anbieter in Deutschland ist Lime(© 2020 Lime)

Ihr könnt natürlich auch präventiv alle Apps der Anbieter in Deutschland direkt herunterladen. Allerdings raten wir euch davon ab, da ihr so womöglich mehrere Apps installiert, die ihr letztendlich gar nicht benötigt. Falls ihr euch trotzdem nicht davon abhalten lasst:

Welche App zur Navigation mit dem E-Scooter?

Gerade wenn ihr euch nicht allzu gut in einer Gegend auskennt und ohnehin schon eine Handy-Halterung für euren E-Scooter gekauft habt, benötigt ihr nur noch die richtige App, die euch sicher von A nach B navigiert.

Google Maps

Wohl der Klassiker schlechthin und vermutlich die Antwort, mit der ihr gerechnet habt: Ihr könnt problemlos Google Maps verwenden, wenn ihr Ausflüge mit dem E-Scooter macht. Allerdings solltet ihr dafür den Navigationsmodus auf "Fahrrad" stellen, bevor ihr startet.

Bedenkt dabei, dass aber nicht alle Fahrradwege auch für Scooter geeignet sind. Solltet ihr an einer bestimmten Stelle nur via klassischem Drahtesel fahren dürfen, weist euch ein Schild mit der Aufschrift "Radfahrer frei" darauf hin.

Google Maps ist eine gute Wahl für die Navigation, doch lasst euch nicht blind auf unebenes Gelände führen.(© 2019 CURVED)

Außerdem ist es wichtig, dass ihr dennoch aufpasst, wohin euch Google Maps führen will. Hügelige Waldwege sind unter Umständen nicht die besten Strecken für einen E-Scooter. So manche "Abkürzung" solltet ihr also mit Verstand hinterfragen.

Apple Maps

Ihr habt ein iPhone und sucht eine Alternative zu Google Maps? Dann machen wir diesen Punkt hier kurz: Natürlich könnt ihr auch die Fahrrad-Navigation von Apple Maps verwenden. Auch hier gilt aber, dass ihr der Strecke nicht blind folgen und die Augen offen halten solltet. Siehe den Abschnitt über Google Maps.

Bike Map

Zum Teil noch besser als die Navigations-Paltzhirsche ist Bike Map. Die App ist speziell für Räder (und E-Scooter) ausgelegt. Ihr könnt Strecken vorab genau planen und habt verschiedene Optionen bei der Gestaltung eurer Route.  So stellt ihr etwa sicher, dass euch die Navigation nicht auf unebenes Gelände leitet, für das der E-Scooter nicht geeignet ist.

Here WeGo

Ursprünglich von Nokia weiterentwickelt und mittlerweile in den Händen verschiedener Investoren, zu denen auch große Autohersteller zählen, zählt Here WeGo zu den beliebtesten Google-Maps-Alternativen. Kartenmaterial und Navigation funktionieren einwandfrei und leiten euch sicherlich auch auf einem E-Scooter verlässlich durch die Stadt. Außerdem gibt es Here WeGo auch in der Huawei App Gallery.

Here WeGo: für iPhones / für Android-Smartphones


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