Internet ohne Festnetz? Diese Tipps helfen euch nach einem Umzug

Direkt nach dem Umzug muss man auf WLAN nicht verzichten.
Direkt nach dem Umzug muss man auf WLAN nicht verzichten.(© 2019 Getty Images/Westend61)

Ihr seid in ein neues Zuhause gezogen, aber der Telefonmann war noch nicht da? Wir zeigen euch, wie auch ohne Festnetz ins Internet gelangt.

Nach dem Umzug fängt Ärger oft erst an. Zwar hat man endlich alle Kisten von alte ins neue Zuhause geschafft. Diese müssen aber erst ausgepackt werden, bevor man es richtig gemütlich hat. Oft stellt man dann fest, dass die penibel ausgemessenen Möbel doch nicht in die dafür vorgesehenen Ecken passen. Und der Telefonmann vom Festnetzanbieter lässt trotz rechtzeitigem Wechselwunsch auch auf sich warten. Zumindest für den letzten Fall haben wir ein paar Tipps, mit denen ihr die internetfreie Zeit überbrücken könnt.

Smartphone als Hotspot

Eine Möglichkeit, nach dem Umzug ins Internet zu gelangen, habt ihr sowieso immer bei euch: das Smartphone. Bei dem könnt ihr in den Einstellungen festlegen, dass auch andere Geräte die Mobilfunkverbindung eures Telefons benutzen dürfen. Dadurch wird das Smartphone auch ohne Festnetzanschluss zum Router für all euren anderen Gadgets. Beim iPhone aktiviert ihr die Funktion, in dem ihr in den Einstellungen den Punkt "Persönlicher Hotspots" auswählt. Hier könnt ihr die Router-Funktion ein- und ausschalten und ein Passwort vergeben.

Mit den richtigen Tricks wird das iPhone zum WLAN-Router.(© 2018 CURVED)

Unter Android navigiert ihr in den Einstellungen "Netzwerk & Internet", tippt dann auf "Hotspot und Tethering" und dort noch einmal auf WLAN-Hotspot. Hier könnt ihr die Option aktivieren und sowohl einen Namen für das Netzwerk als auch ein Passwort festlegen. Beachtet: Da manche Hersteller das Android-System mit einer eigenen Oberfläche ausstatten, können die diversen Einstellungspunkte variieren oder andere Namen haben.

Habt ihr mit eurem Smartphone ein Netzwerk erstellt, könnt ihr euch wie bei einem normalen Router mit euren internetfähigen Gadgets daran anmelden. Dieser Weg hat aber auch ein paar Nachteile: Seid ihr unterwegs, haben die Personen zuhause keinen Zugriff zum Internet. Außerdem braucht ihr einen Vertrag mit hohem Datenvolumen, denn ihr versurft bei normalen Verhalten ein Vielfaches von dem, was ihr ansonsten nur mobil verbraucht. Und schlussendlich sorgt diese Variante auch dafür, dass der Smartphone-Akku schneller zuneige geht.

Mobiler Hotspot als kurzfristiger Ersatz

Eine weitere Alternative ist der Einsatz eines sogenannten mobilen Hotspots. Die kleinen Geräte gibt es unter anderem von Huawei. Sie schlagen quasi die Brücke zwischen dem Smartphone als Router-Ersatz und einem echten Router. Um mit einem mobilen Hotspot nach dem Umzug eine Verbindung zum Internet herzustellen, braucht ihr eine SIM-Karte. Ihr könnt dafür eure eigene SIM-Karte nutzen, habt dann aber den Nachteil, dass ihr ständig zwischen dem Smartphone und dem Hotspot hin und her wechseln müsst. Das kann nur in Fummelei ausarten.

Leichter wird es, wenn ihr euch eine separate Prepaid-SIM-Karte organisiert. Damit ist WLAN auch ohne Vertrag möglich. Denn die neue SIM-Karte kann immer im Hotspot bleiben und verursacht auch keine langfristigen Kosten. Ist der Festnetzanschluss irgendwann verfügbar, wollt ihr diese Lösung ja nicht mehr in Anspruch nehmen. Entsprechende Angebote gibt es bei allen Anbietern. Achtet auf jeden Fall darauf, möglichst viel Datenvolumen einzukaufen. Sonst sitzt ihr nach dem ersten Serienabend in der neuen Wohnung gleich wieder auf dem Trockenen.

Nette Nachbarn und digital Detox

Seid ihr in eine neue Wohnung gezogen, könnt ihr natürlich auch fragen, ob euch eure Nachbarn nicht ein paar Tage aushelfen mögen, in dem sie euch Zugriff auf ihr Netzwerk gewähren oder ein Gäste-WLAN für euch einrichten. Übertreiben solltet ihr es mit dem Netflix-Marathon in dem Fall auch nicht. Schließlich sollen die lieben Nachbarn nicht wegen ihrer Hilfsbereitschaft in die Pfanne gehauen werden und selbst nur noch langsam surfen können, oder?

Die letzte Möglichkeit ist die kostengünstigste: Ihr unternehmt einfach gar nichts, sondern probiert es, abseits vom Smartphone, einmal mit digital Detox. Schließlich hat man nach so einem Umzug ja auch ganz schön viel zu tun: Kartons auspacken oder Möbel aufbauen zum Beispiel. Und Abends gilt das Motto: "Monopoly statt Netflix" oder ihr staubt die alten DVDs nochmal ab und schaut, ob die Actionstreifen von damals auch heute noch gut sind.


Weitere Artikel zum Thema
Huawei Mate 20 Pro: Update auf Android 10 nun auch in Europa verfüg­bar
Guido Karsten
Die Verteilung von Android 10 für das Huawei Mate 20 Pro hat in Europa begonnen
Android 10 für das Huawei Mate 20 Pro ist da. Erste Nutzer in Europa können die Software für das Flaggschiff-Smartphone von 2018 schon herunterladen.
Sony WF-1000XM3 im Test und das neue Moto­rola Razr: die Wochen-High­lights
Claudia Krüger
Lest hier unseren zwölften CURVED-Wochenrückblick.
Galaxy Buds vs. Sony WF-1000XM3 – das und weitere spannende Themen, findet ihr in unserem Wochenrückblick.
Samsung Galaxy A50: Vorsicht – Update legt Finger­ab­druck­sen­sor lahm
Francis Lido
Das Galaxy A50 ist eigentlich ein empfehlenswertes Smartphone
Besitzer des Samsung Galaxy A50 müssen aufpassen. Das jüngste Update beschert Probleme mit dem Fingerabdrucksensor.