Merkels Handy, Trumps Smartphone und Co.: Diese Handys regieren die Welt

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Merkel_Handy_Blackberry_Putin_Macron(© 2019 Getty Images)

Ihr könnt euch ein Leben ohne Smartphone kaum vorstellen? So geht es immer mehr Menschen weltweit. Davon sind auch nicht die Reichen und Mächtigen ausgenommen. Doch zu welchen Handy-Herstellern greifen eigentlich Bundeskanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Donald Trump und andere Regierungschefs? Wir werfen einen Blick auf die Handys, die unsere Welt regieren.

Aktuell sorgt US-Präsident Donald Trump mit seinen Sanktionen gegen China und dem Rattenschwanz an Folgen für Huawei für ziemlichen Wirbel. Sein liebster Handy-Hersteller scheint die Firma aus China definitiv nicht zu sein. Interessanterweise scheint den US-Präsidenten dagegen eine innigere Beziehung mit einem anderen asiatischen Handy-Hersteller zu verbinden: Samsung.

Donald Trump: Samsung-Liebhaber auf Entzug?

Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit, fällt auf: Die Beziehung zwischen Donald Trump und Handys scheint schon länger ziemlich vielschichtig zu sein. Anfang 2017 berichtete die FAZ, das frisch vereidigte Staatsoberhaupt wolle sich einfach nicht von seinem geliebten Samsung-Smartphone trennen – dabei bezog sich die Zeitung auf einen Bericht der New York Times. Die südkoreanischen Geräte seien "die schönsten Telefone", die Trump nach eigener Aussage je in seinem Leben benutzt hätte. Er selbst sei damals ein stolzer Besitzer eines Samsung Galaxy S3 gewesen, das schon 2012 auf den Markt kam. Interne Sicherheitsberater hätten jedoch damals schon versucht, den Staatschef von Samsung wegzuführen und ihn zu überreden, ein Handy eines US-Herstellers zu nutzen.

Rund ein Jahr später, Anfang 2018, berichtete die US-Zeitung POLITICO unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter, Trump würde mittlerweile mindestens zwei iPhones benutzen. Haben seine Sicherheitsberater den US-Präsidenten am Ende also doch von seinem Samsung trennen können? Eines der neuen iPhones sei im Übrigen ausschließlich dafür da, um damit zu telefonieren. Das andere hätte dagegen noch einige News-Seiten installiert – und natürlich Trumps liebsten Kurznachrichtendienst: Twitter.

Wladimir Putin: Russlands Staatschef glaubt nicht an Smartphones

Ganz im Gegensatz zur Smartphone-Liebschaft Trumps stehen wohl die Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der erklärte vergangenes Jahr laut T-Online im Rahmen eines Treffens mit Wissenschaftlern in Nowosibirsk, er besäße gar kein Smartphone. Bei diesem Anlass belehrte Putin den Leiter der Atomforschung, Michail Kowaltschuk: "Sie haben gesagt, dass jeder ein Smartphone hat. Aber ich habe kein Smartphone."

Bereits 2005 soll Wladimir Putin gesagt haben, er stehe dem Internet an sich kritisch gegenüber. Zwar ist der russische Staatschef, der aktuell in seiner vierten Amtszeit als Präsident verpflichtet ist, bei Terminen immer mal wieder mit einem Handy in der Hand zu sehen. Ob das aber wirklich sein eigenes Gerät ist, bleibt allerdings ein genauso großes Rätsel wie sein liebster Hersteller.

Emmanuel Macron: Der gewollt Moderne

Als Präsident Emmanuel Macron 2017 seinen Staatsdienst für Frankreich antrat, ließ er sich wie üblich für ein Porträt ablichten. Um aber ganz besonders modern zu wirken, brachte Macron zum Fototermin noch gleich zwei Handys mit. Diese platzierte er dann fein säuberlich und gut sichtbar auf dem Schreibtisch. Eines der beiden Geräte ist ziemlich sicher ein iPhone – beim zweiten Smartphone gehen die Meinungen auseinander, da es nicht wirklich gut sichtbar ist.

Das besagte Bild hängt jetzt übrigens in zehntausenden Behördenzimmern in ganz Frankreich, mit den beiden Smartphones direkt neben einem aufgeschlagenen Buch – dessen Titel unbekannt ist – und der französischen Flagge.

Merkels Handy: Die Bundeskanzlerin bleibt Blackberry treu

Im Zuge der Affäre rund um Whistleblower Edward Snowden war im Herbst 2013 das "Merkelphone" ein großes Thema. Damals kam ans Licht, dass die US-Sicherheitsbehörde NSA das Handy Angela Merkels abgehört hat. Sowas zukünftig zu vermeiden, ist die Aufgabe der deutschen Firma Secusmart. Das Unternehmen rüstet das Handy der Bundeskanzlerin auf und sorgt dafür, dass niemand sie so leicht ausspitzeln kann. Mitgeschäftsführer Christoph Erdmann verriet im Interview mit Handelsblatt Online, dass die Kanzlerin dabei einer ganz bestimmten Marke treu bleibt: Blackberry.

Das frühere Statussymbol von Wirtschaftsriesen und Superstars hat zwar durch den Smartphone-Vormarsch einige Fans verloren, nicht jedoch Angela Merkel. "Die Kanzlerin hat ihr Blackberry liebgewonnen", erklärt Erdmann.


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