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Nokia-Modelle: Handy-Übersicht der Traditionsmarke

Nokia-Modelle gibt es in fast jeder Preisklasse
Nokia-Modelle gibt es in fast jeder Preisklasse (© 2019 CURVED )
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16.04.21 von

CURVED Redaktion

Einst war das finnische Unternehmen Nokia für seine Gummistiefel bekannt – und für seine unverwüstlichen und stromsparenden Handys. Mittlerweile hat sich einiges geändert, aber Smartphones und Handys gehören weiterhin zum Angebot des Herstellers. Wir stellen euch die aktuellen Nokia-Modelle in einer Übersicht vor.

Inhaltsverzeichnis

Mit dem Smartphone-Boom wurde es zwischenzeitlich ruhig um den Telefonhersteller aus Espoo bei Helsinki, aus dessen rund um den Globus verteilten Fabriken noch im Jahr 2010 jedes dritte weltweit verkaufte Mobiltelefon kam.

Zwar war das Unternehmen mit seinem Nokia 9000 Communicator von 1996 selbst Miterfinder des Smartphones, aber Apples erstes iPhone von 2008 missdeuteten die Finnen als nette Spielerei und verschliefen den Trend zu intuitiven, leistungsstarken Smartphones mit großen Touchscreens anstatt cursorgesteuerter Eingabe per Mini-Tastatur. Das in Nokia-Modellen jener Zeit verwendete Betriebssystem Symbian war hierfür schlicht nicht ausgelegt.

Nach turbulenten Jahren und einem Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft liegt die Marke Nokia Mobiltelefone nun bei dem ebenfalls finnischen Hersteller HMD Global, der von ehemaligen Nokia-Managern gegründet wurde. Damit einher ging auch der Wechsel vom Microsoft-Betriebssystem Windows Phone/Windows Mobile hin zu Googles Android-Familie für alle neuen Smartphones. Nach dem Wiedereinstieg in den Telefon-Markt 2016 gibt es inzwischen ein beachtliches Lineup an Nokia-Geräten für fast jeden Einsatzzweck.

Alle neuen Nokia-Modelle

Nokia 9 PureView
Die neuen Nokia-Modelle setzen vor allem auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (© 2019 CURVED )

Die neuen Nokia-Modelle gliedern sich in die beiden Produktfamilien Smartphones und Feature Phones. Insgesamt 9 Geräte hat der Hersteller aktuell im Programm, darunter 5 Smartphones und 4 Feature Phones. Feature Phones sind Handys, mit denen ihr mehr als nur telefonieren könnt, die aber im Gegensatz zu Smartphones einen kleineren Bildschirm ohne Touchfunktion und weniger leistungsstarke Prozessoren haben. Sie sind weniger geeignet fürs Surfen, Filme schauen oder Bildbearbeitung, haben kleinere Kameras und gehen deshalb auch mit anderen Betriebssystemen an den Start. Zum Beispiel mit KaiOS, dem Nachfolger des auf Linux basierenden FirefoxOS. Unter ihrem halbhohen Bildschirm befinden sich meist Zifferntastaturen für die Eingabe. Die sich daraus ergebende Bauform brachte dieser Geräteklasse ihren Namen Candy Bar ("Schokoriegel") ein.

Nokias Top-Modell aus der Smartphone-Familie

Spitzen-Modell der Finnen ist das Nokia 8.3 5G, das wie der Name schon kundtut, den Mobilfunkstandard 5G unterstützt. Über einen 6,81 Zoll großen Touchscreen wird das Gerät bedient. Dieser verfügt über eine Auflösung von 2400 x 1080 Pixeln im 19:9-Format. Das petrolfarben-schwarze Smartphone mit einem Gehäuse aus Gorilla-Glas und Aluminium glänzt nicht nur durch sein edel schimmerndes Finish in dunklen Polarnacht-Tönen, sondern außerdem auch durch gute Verarbeitung.

Nokia 8.3 5G
Nokia 8.3 5G (© 2021 HMD Global )

Als Herzstück pocht unsichtbar ein Snapdragon 765G unter dem IPS-Display, der von einem Grafikprozessor Adreno 620 unterstützt wird. Mit wahlweise 6 oder 8 GB RAM und einem internen Speicher von 32 beziehungsweise 64 GB fasst das Gerät klaglos eure Foto-Bibliothek aus dem letzten Urlaub.

Ein sogenannter Hybrid-Slot erlaubt entweder das Einsetzen einer zweiten SIM-Karte oder einer Speichererweiterung auf 512 GB per microSD-Karte. Auf der Rückseite befinden sich vier Kameras mit zwischen 2 und 64 MP, während die Selfie-Kamera auf der Vorderseite einen Bildsensor für bis zu 24 MP mitbringt. Wo sich Marktführer wie Apple und Samsung vom ungeliebten Klinkenstecker für den Headset-Anschluss verabschieden, hält Nokia unbeirrt an der 3,5-mm-Buchse fest.

Als Betriebssystem werkelt hier Android 10 mit einem möglichen Upgrade auf Android 11. Durch die Android-One-Zertifizierung sind insgesamt mindestens zwei Jahre Updates auf die neueste Version des Betriebssystems direkt von Google garantiert. Die UVP liegt bei 429 Euro.

Die Mittelklasse von Nokia

Nokia 5.4
Nokia 5.4 (© 2021 HMD Global )

Die Smartphone-Mittelklasse bilden bei Nokia die Modelle 2.4, 3.4 und 5.4. Das Nokia 5.4 und das Nokia 3.4 sind jeweils 161 x 76 x 8,7 mm groß und wiegen 180 Gramm. Beide sind für Dual-SIM ausgelegt und haben ein 6,39 Zoll großes IPS-Display mit 1560 x 720 Bildpunkten. Beide verfügen über Qualcomm-Prozessoren, die mit Android 10 laufen. Im Nokia 3.4 arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 460, im Nokia 5.4 dagegen der Snapdragon 662.

Nokia 3.4
Nokia 3.4 (© 2021 HMD Global )

Deutliche Unterschiede gibt es bei der Kamera-Ausstattung: Beim Nokia 3.4 finden sich 3 rückwärtige Kameras mit bis zu 13 MP. Dem Nutzer zugewandt ist eine 8-MP-Frontkamera. Das Nokia 5.4 dagegen blickt mit einer Vierfach-Kamera mit 48 MP sowie einer vorderseitigen 16-MP-Selfiekamera in die Welt. Im Nokia 3.4 stecken 3GB und 32 GB Speicher, im Nokia 5.4 sind es 4 GB und 64 GB Speicher. Beide Geräte verfügen über einen 3,5-mm-Lautsprecheranschluss. Das Nokia 5.4 kostet 199 Euro, das Nokia 3.4 liegt bei 149 Euro.

Nur unmerklich größer ist das mit 129 Euro etwas günstigere Nokia 2.4 mit seinen Abmessungen von 166 x 76 x 8,7 mm. Dabei wiegt es mit 195 Gramm kaum mehr als seine beiden Mittelklasse-Geschwister, hat dafür aber ein 6,5 Zoll großes Display.

Nokia 2.4
Nokia 2.4 (© 2021 HMD Global )

Statt eines Qualcomm-Prozessors fungiert hier ein MediaTek Helio P22 als Rechenknecht. Das Nokia 2.4 hat eine 13-MP-Kamera auf der Rückseite und porträtiert euch auf Wunsch mit seiner 5-MP-Frontkamera. 32 GB interner Speicher und 2GB RAM dienen dem Gerät als Lang- und Kurzzeitgedächtnis. Wie bei allen anderen Nokia-Smartphones ist auch hier ein 3,5-mm-Eingang für Kopfhörer an Bord.

Das Einsteiger-Smartphone von Nokia

Das Einsteigermodell unter Nokias Smartphones trägt folgerichtig die Bezeichnung Nokia 1.4. Dessen 6,51 Zoll großes HD-Plus-Display mit einer Auflösung von 1600 x 720 Pixeln steckt in einem 166 x 77 x 8,7 mm großen Kunststoffgehäuse. Damit bringt es 178 Gramm auf die Briefwaage. Das Nokia 1.4 verfügt über einen 3,5-mm-Kopfhörer-Anschluss und in Deutschland 1 GB RAM sowie 16 GB Speicher, während in anderen Ländern zum Teil auch abweichende Speichergrößen verbaut werden.

Nokia 1.4
Nokia 1.4 (© 2021 HMD Global )

Für ausreichend Rechenleistung kommt ein Qualcomm Snapdragon 215 Quad-Core-Prozessor zum Einsatz. Per Fingerabdruck kann das Gerät wie seine größeren Geschwister bequem ver- und entriegelt werden. Das Nokia 1.4 arbeitet mit dem Betriebssystem Android 10 in der für kleinere Smartphones optimierten Go Edition mit zuschaltbarer Jugendschutz-Funktionen beim Surfen. Ein Upgrade auf Android 11 soll ebenfalls möglich werden. Gäbe es die Kategorie der Kinder- oder Schüler-Smartphones, das Nokia 1.4 wäre nach Ausstattung und Preis (110 Euro) ein idealer Vertreter.

Die Feature Phones von Nokia

An Geräten im klassischen Schokoriegel-Design findet ihr beim Hersteller das Nokia 8000 4G, das Nokia 225 4G und das Nokia 800 Tough. Wobei der Beiname Tough („zäh“) hier wörtlich zu nehmen ist, denn bei diesem Gerät handelt es sich um ein sogenanntes Baustellen- oder Outdoor-Handy mit stoßfestem Gehäuse und gummierten Tasten. Alle drei Handys verstehen den Mobilfunkstandard 4G und verfügen über Kamera und Dual-SIM-Unterstützung. Wie die aktuellen Nokia-Smartphones läuft auch dieses Trio unter Googles Android und bringt entsprechende Apps für typische Basisfunktionen mit. Alle Geräte liegen preislich unter der 100-Euro-Grenze, wobei das Nokia 800 Tough auf 99,90 Euro kommt, das Nokia 8000 4G auf 89,90 Euro und das Nokia 225 4G auf günstige 49,90 Euro.

Nokia 225 4G
Nokia 225 4G (© 2021 HMD Global )

Etwas aus der Reihe schlägt als Vierter im Bunde der Feature Phones das Nokia 2720 Flip. Hierbei handelt es sich um ein Klapphandy mit 2,8 Zoll großem Farbdisplay mit 320 x 240 Pixeln und 4 GB internem Speicher. Schon einmal im Jahr 2018 hatten die Finnen mit ihrem auffällig gebogenen Schiebe-Handy 8110 für Nostalgie im Markt gesorgt und entsprechend erinnert auch das Nokia 2720 Flip an das kultige Look and Feel der Jahrtausendwende.

Passend zum Retro-Styling des Geräts sind dessen herausnehmbarer Akku und das schwarz-weiße Front-Display. Die Taste für den Google-Assistenten könnt ihr optional als Notruf-Taste einrichten. Dies und die Brillenträger-freundliche, aufgeräumte Tastatur weisen das Gerät als typischen Kandidaten für die Kategorie der Senioren-Handys aus. Der Preis: 99,90 Euro.

Die neusten Nokia-Modelle: Fazit

Breit aufgestellt und mit Geräten zu bezahlbaren Preisen schicken sich die Gummistiefel-Macher aus Skandinavien an, Marktanteile auf dem umkämpften Handy-Markt zurückerobern und der Konkurrenz aus Fernost und Kalifornien Paroli zu bieten. Wenn ihr vor allem preiswerte Alternativen mit einer aufgeräumten Android-Oberfläche sucht, sind die Smartphone-Modelle von Nokia einen Blick wert.

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