Outdoor Smartphone Test: Die besten Handys fürs Geocaching

Beim Geocaching bietet sich ein passendes Outdoor-Smartphone an.
Beim Geocaching bietet sich ein passendes Outdoor-Smartphone an.(© 2019 Groundspeak Inc. (dba Geocaching))

30Her mit dem Outdoor Smartphone und raus zur Schnitzeljagd 2.0! Geocaching heißt der Freizeitspaß, der in Deutschland immer mehr Anhänger findet. Wir erklären, um was es dabei geht und welche Handys und Gadgets dafür am besten geeignet sind.

Wer jetzt nach Ostern noch nicht genug vom Suchen im Freien hat, für den ist Geocaching genau das richtige. Geocaching, der Name ergibt sich aus der Kombination des griechischen Worts für Erde, „geo“,  und dem englischen Begriff „cache“ ab, was so viel wie „geheimes Versteck" bedeutet. Und so funktioniert das Spiel: Geocacher suchen per GPS nach einem versteckten Behälter, dem Geocache. Die Koordinaten dazu gibt's auf speziellen Geocaching-Websites. Hat man die Koordinaten eines Verstecks, kann man sich mit seinem Smartphone und eingeschaltetem GPS ins Abenteuer stürzen.

Geocaching – so funktioniert's

Wie die meisten Outdoor Trends kommt das Geocaching aus den USA. Dort wurden Anfang der 2000er Jahre die ersten Geocaches versteckt. Heute gibt es weltweit über drei Millionen Geocaches in fast allen Ländern der Erde und noch mehr Geocaching-Fans. Mitmachen ist einfach: Geocacher brauchen im Prinzip nur ein Smartphone mit GPS oder alternativ ein tragbares GPS-Navigationsgerät und die Koordinaten eines versteckten Geocaches. Die gibt’s auf Websites wie etwa www.geocaching.com. Dort kann man sich alle versteckten Geocaches auf dem Bildschirm des Handys anzeigen lassen.

Mit den Koordinaten, dem Smartphone und einer Geocaching-App kann die Suche losgehen. Ein Beispiel ist die App Geocaching, die es für Android und iOS gibt. Ist man an der markierten Stelle angelangt, wird’s spannend: Denn die Geocaches sind meistens gut versteckt. Geocache-Behälter gibt es in verschiedenen Größen. Die kleinsten heißen „Micro“ oder „Nano“ – das sind winzige Metallkapseln, die meist nur einen Papierzettel enthalten. Jeder Geocache enthält ein Logbuch, in das sich der stolze Finder eintragen darf. Danach wird der Behälter für die nächsten Schatzsucher zurück ins Versteck gelegt.

Größere Geocache-Behälter enthalten neben dem Logbuch oft allerlei zusätzliche Gegenstände. Erfolgreiche Schatzsucher können diese gegen etwas anderes tauschen. Beim sogenannten Traden gilt: Wer tauscht, sollte immer einen gleichwertigen oder wertvolleren Gegenstand im Behälter zurücklassen. Neben Tauschobjekten gibt es noch die Trackables. So heißen Gegenstände, die mit einem Tracking-Code versehen sind. Erfolgreiche Geocacher können die Trackables mitnehmen und an einem anderen Geocache hinterlassen.

Das beste Smartphones fürs Geocaching finden

Die frühen Geocacher haben für ihre Schnitzeljagd statt einem Smartphone noch primäre GPS-Geräte genutzt wie zum Beispiel das Garmin eTRex. Inzwischen ist aber auch das GPS der meisten Handys genau genug, um die versteckten Schätze zu finden. Aber aufgepasst! Edle Smartphones wie das iPhone sehen zwar toll aus, im Außeneinsatz sind sie aber auch sehr zerbrechlich. Schnell ist bei der Geocache-Suche im Unterholz das Display gebrochen. Geocacher greifen deshalb besser zum stabilen Outdoor-Handy.

Grundsätzlich sollte man beim Kauf eines Outdoor Smartphones darauf achten, dass es nach der IP-Schutzklasse IP68 zertifiziert ist. Das bedeutet, dass das Outdoor-Handy komplett staub- und wasserdicht ist. Viele Outdoor Smartphones erfüllen sogar die militärische Norm MIL-STD-810. Mit diesem Standard des US-amerikanischen Militärs ist ein Handy so ziemlich gegen sämtliche Umwelteinflüsse geschützt. Das Display des Outdoor-Handys sollte möglichst aus dem bruchfesten Gorilla-Glas bestehen. Speziell fürs Geocaching ist es außerdem sinnvoll, dass das Smartphone mit der GPS-Variante A-GPS ausgerüstet ist. Dieses "Assisted GPS" nutzt erweiterte Informationen zur Standortbestimmung wie etwa das Mobilfunknetz und ist deshalb auch bei der Suche nach einem Geocache noch zuverlässiger.

Outdoor Smartphones – unsere Auswahl

Auf der Suche nach dem besten Geocaching-Phone ist man bei vielen bekannten Vergleichsportalen erfolglos. Zum Beispiel gibt es bislang keinen Outdoor-Smartphone Vergleich von Stiftung Warentest. Wir haben uns die besten Outdoor Handys angesehen.

Outdoor-Smartphone-Vergleichssieger ist regelmäßig das Ulefone Armor 6. Das Handy des chinesischen Herstellers hat die IP-Zertifizierung IP68 und ist mit dem aktuellen Standard MIL-STD-810G zertifiziert. Das Gerät hat einen 128 GB großen internen Speicher und 6 GB RAM. Wer sich beim Geocaching gerne filmt oder seine Suchabenteuer später ins Netz stellen möchte, sollte sich das Crosscall Trekker-X4 ansehen. Dieses Outdoor Smartphone hat eine vollwertige Action-Kamera mit 12 Megapixeln gleich integriert. Der interne Speicher ist aber mit 64 GB nur halb so groß wie beim Ulefone Armor. Mit einem Preis von rund 650 Euro ist das Trekker-X4 auch eines der teuersten outdoor-tauglichen Smartphones. Eine günstigere Alternative ist das Crosscall Action-X3, das nur etwa 350 Euro kostet.

Sehr beliebt sind die Outdoor-Handys des Herstellers CAT. Das aktuelle Modell ist das CAT S61. Wie schon das Vorgängermodell CAT S60  hat das wasserdichte Smartphone mit 64 GB Speicher einige ganz besondere Features zu bieten, zum Beispiel eine integrierte Wärmebild-Kamera und ein lasergestützter Distanzmesser – Funktionen, die unter Umständen auch beim Geocaching von Nutzen sein können. Nicht ganz so bekannt, aber ein für Geocacher interessantes Handy ist das Cubot King Kong 3. Mit 64 GB hat das Gerät noch einmal mehr Speicher erhalten als der Vorgänger Cubot King Kong, das nur über 16 GB internen Speicher verfügte. Toll für Geocacher ist der große Akku des robusten Smartphones. Mit einer Kapazität 6.000 mAh hält er auch eine längere Geocache-Suche durch.

Auch aus der bekannten Samsung Galaxy Reihe gibt es ein aktuelles Outdoor Smartphone. Das Samsung Galaxy Xcover 4 ist mit rund 160 Euro das derzeit günstigste unter den expliziten Outdoor-Geräten. Dafür hat  es aber nur 16 GB Speicher und 2 GB Arbeitsspeicher sowie lediglich einen Quad-Core-Prozessor zu bieten. Punkte sammeln kann das jüngste Galaxy Xcover dagegen mit seinem Touchscreen, der sich beim Geocachen auch mit Handschuhen sehr gut bedienen lässt, sowie mit seiner Dual-SIM-Funktion.

Alternative zum reinen Outdoor-Handy

Wer das Geocaching als Einsteiger ausprobieren möchte, aber nicht gleich ein spezielles Outdoor Smartphone kaufen will, kann natürlich auch ein normales Smartphone benutzen. Unsere Empfehlung für ein Allround-Smartphone ist das Huawei P30 Pro. Das Top-Modell ist wasserdicht und hat eine starke Akkulaufzeit. Wem das nicht reicht, der kann auf ein externes Akkupack wie der Intenso Powerbank Slim mit 10.000 mAh zurückgreifen. Und mit einer Outdoor-Schutzhülle wie der bekannten Otter-Box ist das Smartphone bei jedem Abenteuer geschützt. Fürs Geocaching braucht es dann nur noch genug Datenvolumen.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone 11 vs Galaxy Note 10 im Vergleich: Zwei Gigan­ten auf der Über­hol­spur
Claudia Krüger
Wie schlägt sich das iPhone 11 gegen das Galaxy Note 10?
Preislich stehen sich das Samsung Galaxy Note 10 und das iPhone 11 von Apple ziemlich nahe – was sie unterscheidet, erfahrt ihr hier.
Find my iPhone: So nutzt ihr die Handy-Ortung
Francis Lido
"Find my iPhone" ist jetzt keine eigenständige App mehr
Ab iOS 13 ist "Find my iPhone" bzw. "Mein iPhone suchen" in die "Wo ist"-App integriert. Wir erklären euch, wie ihr euer iPhone nun orten könnt.
Fossil-Smart­wat­ches: Neues Update dürfte iPhone-Nutzer freuen
Christoph Lübben
Die fünfte Generation der Fossil-Smartwatches
Update für Fossil-Smartwatches der fünften Generation: Künftig können iPhone-Nutzer direkt über die Uhr mit Freunden reden.