Ohne iPhone 7 Plus: So nehmt Ihr trotzdem Bokeh-Effekt-Fotos auf

Naja !14
Für verschwommene Hintergründe mit Bokeh-Effekt braucht es nicht zwingend ein iPhone 7 Plus
Für verschwommene Hintergründe mit Bokeh-Effekt braucht es nicht zwingend ein iPhone 7 Plus(© 2016 CC: Flickr/Groman123)

Tiefenschärfe, Schärfentiefe, Bokeh – was hat es damit auf sich und braucht man ein iPhone 7? Keinesfalls, einen scharfen Vordergrund bei gleichzeitig unscharfem Hintergrund können auch ältere Smartphones aufnehmen, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Wir erklären Euch, in welchen Fällen Ihr ein iPhone 6s oder älter trotzdem für derartige Fotos nutzen könnt.

Eines der neuen Features des iPhone 7 Plus sind Porträts mit dem sogenannten Bokeh-Effekt: Das Smartphone nutzt die beiden Kamera-Linsen der Dual-Kamera, um Fotos mehr Tiefe durch einen unscharfen Hintergrund zu verleihen. In der Vergangenheit waren derartige Effekte teuren Spiegelreflex-Kameras vorbehalten. Diese besitzen nämlich einen vergleichsweise großen Sensor. Modelle wie das iPhone SE oder älter sind aber nicht mit der Technologie des 2016er Topmodells ausgestattet, um den Effekt zu simulieren.

Nah ran

Dafür sind sie in der Lage, trotz kleinem Sensor bestimmte Motive mit geringer Schärfentiefe aufzunehmen. Dazu müsst Ihr mit Eurem iPhone einfach ganz nah an das Motiv herangehen – und zwar bis auf wenige Zentimeter. Auf Porträt-Aufnahmen von Freunden müsst Ihr somit leider verzichten, wenn Ihr nicht nur die Nase vor die Linse nehmen wollt. Der Hintergrund sollte zudem ausreichend weit entfernt sein, mindestens ein paar Meter.

Kreativität ist gefragt

Die Einsatzmöglichkeiten sind daher eingeschränkt. Mit etwas Kreativität lässt sich dieses Hintergrundwissen dennoch anwenden: Für Fotos von Legofiguren beispielsweise. Für Nahaufnahmen von Blüten ist die Methode ebenfalls geeignet. Achtet nur darauf, dass der Hintergrund auch hier weit genug entfernt ist, damit der Unschärfe-Effekt sichtbar wird.

Übrigens: Der Begriff "Bokeh" steht eigentlich für die Qualität der Unschärfe, die Unschärfe selbst nennt der Fachjargon "Schärfentiefe" oder "Tiefenschärfe". "Bokeh" klingt aber anscheinend cooler und ist griffiger, weshalb sich Apple für diesen Namen entschlossen zu haben scheint.

Zusammenfassung:

  • Schärfentiefe erfordert zumeist einen großen Sensor
  • Wenn Ihr Euch mit dem Smartphone bis auf wenige Zentimeter dem Motiv nähert, bekommt Ihr auch ohne iPhone 7 einen Bokeh-Effekt – aber auch nur dann, wenn der Hintergrund weit genug entfernt ist
  • Die Einsatzgebiete sind zwar etwas eingeschränkt, eigenen sich aber beispielsweise für kleine Objekte wie Blüten oder Legofiguren
  • "Bokeh" steht eigentlich für die Qualität des Unschärfe-Effekts, wurde von Apple aber offenbar absichtlich als Synonym für Schärfentiefe verwendet

Weitere Artikel zum Thema
iPhone Xs Max in Einzel­tei­len: Darum ist die Repa­ra­tur offen­bar so teuer
Francis Lido1
Die Glasrückseite ist die Schwachstelle des iPhone Xs Max
Der iFixit-Teardown zum iPhone Xs Max ist da. Dieser offenbart, warum der Austausch der Rückseite kompliziert und teuer ist.
iPhone Xs und Xs Max im Drop­test: Wie wider­stands­fä­hig ist das Glas?
Christoph Lübben
Apple iPhone Xs und Xs Max
Wie viel halten iPhone Xs und iPhone Xs Max aus? In einem Drop-Test treten die Apple-Smartphones gegen das iPhone X von 2017 an.
iPhone Xs, iPhone X, Galaxy S9 Plus und Pixel 2 im Kame­ra­ver­gleich
Jan Johannsen3
Google Pixel 2, iPhone X, iPhone Xs und Samsung Galaxy S9 Plus
Beim iPhone Xs (Max) hat Apple wieder an der Kamera gearbeitet. Die Veränderungen im Vergleich zum iPhone X, Galaxy S9 Plus & Pixel 2 seht ihr hier.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.