Achtung, Apple: Die iWatch sollte nicht zu teuer werden

Die Smartwatch aus Cupertino gilt als sichere Sache: Im vierten Quartal, vermutlich im Oktober, lässt Apple die iWatch wohl auf den Markt los. Nur zu welchem Preis? Der prognosesichere Piper Jaffray-Analyst Gene Munster sagt nun nach einer Umfrage der Investmentbank voraus, dass eine zu hohe Bepreisung das Absatzpotenzial erheblich einschränken dürfte.

Die Gerüchte brodeln fast täglich über: LA Lakers-Superstar Kobe Bryant und Dustin Brown, Spieler des Eishockey-Teams Los Angeles Kings, sollen die iWatch bereits zu Testzwecken tragen, war vor Tagen zu hören. Keine Frage: Die iWatch ist Realität – und wird wohl Ende Oktober millionenfach um Handgelenke geschnürt werden.

Ein leicht eckiges Display soll die iWatch aufweisen, in der Diagonalen 2,5 Zoll messen und sich leicht vom Armband abheben, besagen jüngste Spekulationen. Dadurch ergebe sich eine insgesamt gebogene Form der iWatch. Das erste Wearable von Apple soll sich kabellos aufladen lassen und wie erwartet über ein Touch-Interface bedient werden, war zuletzt zu hören.

Analysten uneins: 20 oder 50 Millionen verkaufte iWatch im ersten Jahr

Wie hoch das Absatzpotenzial von Apples erster neuen Produktkategorie seit dem iPad, das im Januar 2010 erschien, nun tatsächlich ausfällt, ist unter Analysten umstritten. Apple selbst setzt seine Produktion mit etwa 50 Millionen Stück im ersten Geschäftsjahr an, war zuletzt zu hören – eine Größenordnung, die für ein komplett neues Produkt durchaus etwas hochgegriffen erscheinen könnte.

Die Investmentbank UBS sagte vor Kurzem Absätze in Höhe des ersten Verkaufsjahres des iPad voraus – das wären rund 20 Millionen Einheiten. Entscheidender Faktor naheliegenderweise: der Preis. Piper Jaffray-Analyst Gene Munster, seit über einem Jahrzehnt der wohl profilierteste Apple-Beobachter der Wall Street, will sich in Millionen-Einheiten nicht festlegen, ist aber eifrig dabei, das Absatzpotenzial zu ermitteln.

Piper Jaffray: Nur 14 Prozent der Befragten wollen iWatch für 350 Dollar kaufen

Im März veröffentlichte Munster eine Studie, nach der 17 Prozent von 7500 befragten amerikanischen Teenagern eine iWatch kaufen würden, wenn sie für stolze 350 Dollar in den Handel kommt. Drei Monate später wiederholte Munster die Frage, diesmal ohne Altersbeschränkung. Ergebnis: Nur 14 Prozent der Befragten gaben an, die iWatch für 350 Dollar kaufen zu wollen.

Die altbekannte Premium-Preispolitik könnte Apple also einmal mehr im Absatzpotenzial beschränken – wenn Munster denn mit seiner 350 Dollar-Prognose richtig liegt. Samsungs Smartwatch Gear 2 kam unlängst für 299 Dollar in den Handel, Sonys Smartwatch 2 startete ab 199 Dollar.

Sollte Apple die iWatch auf einem ähnlichen Preisniveau anbieten, würde sich das Absatzpotenzial schlagartig erhöhen, merkt Munster an. Wenn da nur nicht Apples heilige Marge wäre, die ein Pricing unter 299 Dollar relativ unwahrscheinlich erscheinen lässt…


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