Akkus könnten künftig zehn Jahre ohne Kapazitätsverlust halten

Energie aus Windkraftanlagen könnte mit den neuen Akkus viel besser gespeichert werden
Energie aus Windkraftanlagen könnte mit den neuen Akkus viel besser gespeichert werden(© 2015 CC: Flickr/dearsomeone)

Smartphones entwickeln sich in einem rasanten Tempo weiter, nur die enthaltenen Akkus bekommen von dem Erfindergeist gefühlt nur wenig ab. Umso gespannter sind wir daher jedes Mal, wenn Forscher einen Durchbruch in diesem Bereich verkünden. In diesem Fall stecken Engadget zufolge die klugen Köpfe der Harvard John A. Paulson Shool of Engineering hinter solch einer Erfolgsmeldung.

Akkus stecken heutzutage in vielen Geräten, die unser Leben angenehmer machen, doch sind sie nicht selten auch der Flaschenhals, der die Nutzung zumindest zeitlich limitiert. Nicht selten drehen sich Forschung und die daraus resultierenden Erfolgsmeldungen daher auch um die Erhöhung der Kapazität dieser Energiespender. Doch auch wenn es nur zu schön wäre, ein Smartphone endlich eine Woche lang nicht laden zu müssen, so bezieht sich die Erfindung der Harvard-Forscher auf einen anderen – aber ebenso wichtigen – Bereich.

Wohl eher Nichts für Smartphones

Aktuelle Lithium-Ionen-Akkus, wie sie beispielsweise in Smartphones verbaut sind, sind weder besonders umweltfreundlich noch sicher, noch halten sie auf ewig die gleiche Menge an Energie. Mit der Zeit und nach einigen Ladezyklen bauen sie ab und speichern spürbar weniger Strom. Michael Aziz und Roy Gordon, die Professoren und leitenden Forscher hinter dem Projekt, haben nun einen neuen Typ von Flüssig-Batterie entwickelt, deren Kapazität auch nach tausend vollständigen Lade- und Entladezyklen nur um ein Prozent nachlässt. Professor Aziz zufolge sei dies ein großer Fortschritt, da viele Lithium-Ionen-Akkus tausend vollständige Lade- und Entladezyklen nicht einmal überleben würden.

Eine weitere Besonderheit der neuen Entwicklung soll sein, dass die enthaltenen Elektrolyte in einfachem Wasser gelöst sind. Die Flüssigkeit im Innern der Batterie sei daher nicht ätzend und nicht so gefährlich. Aus diesem Grund müssten auch keine speziellen und säureresistenten Teile für den Bau der Akkus verwendet werden. Die Herstellung sei damit viel günstiger und einfacher. Zudem ist angeblich auch der Schaden ein völlig anderer, wenn eine Batterie doch einmal auslaufen sollte.

Auch wenn die Flüssig-Batterien der Forscher über viele Jahre und etliche Ladezyklen fast ohne ein Nachlassen ihrer Kapazität Energie speichern können, so werden sie wohl nicht so bald in Smartphones oder Computern zum Einsatz kommen: Flüssig-Batterien enthalten – wie der Name schon sagt – Flüssigkeiten, die strömen müssen. Behälter, Kreisläufe und Pumpen brauchen viel Platz und sind viel zu groß für Smartphones. Dafür könnte die Erfindung der Forscher aber dabei helfen, Energie aus Solaranlagen zu speichern, bis sie gebraucht wird – beispielsweise, um nachts unser Smartphone wieder aufzuladen.


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