Apple achtet bei der iPhone-Fertigung auf die Herkunft von Mineralien

Apple-Chef Tim Cook achtet offenbar nicht nur auf die Umwelt
Apple-Chef Tim Cook achtet offenbar nicht nur auf die Umwelt(© 2017 Apple)

Es ist bereits bekannt, dass Apple bei der Herstellung von iPhone-Modellen auf die Umwelt achtet. Das Unternehmen hat aber auch die Menschen nicht aus den Augen verloren. Demnach wird darauf geachtet, wo die Mineralien (etwa Gold und Zinn) für die Fertigung der Produkte eigentlich herkommen. In diesem Punkt kann offenbar kein anderes Unternehmen Apple das Wasser reichen.

In einer Studie hat sich Enough Project mit 20 der größten Unternehmen beschäftigt, die viele Mineralien verwenden. In einem Ranking wird aufgelistet, welche Firma wie stark bei ihren Produkten darauf achtet, dass die aus dem Kongo beschafften Mineralien "konfliktfrei" sind. Die Liste ist zusätzlich in Rot, Gelb und Grün unterteilt. Apple hat hier den ersten Platz mit 122 von 135 Punkten belegt. Das bedeutet, dass zum Beispiel stark darauf geachtet wird, dass mit den Mineralien weder indirekt noch direkt bewaffnete Gruppierungen finanziert werden.

Großer Abstand zu Samsung

Auf dem zweiten Platz ist Google mit 102,5 Punkten gelandet, HP, Microsoft und Intel sind mit 76, 73 und 72,5 Punkten auch noch im grünen Bereich. Der Abstand zum nächsten Tech-Unternehmen ist anschließend groß: Panasonic befindet sich mit 42,5 Punkten nur ganz knapp im gelben Sektor, mit einem halben Punkt mehr als IBM.

Technik-Riese Sony kommt nur auf einen Wert von 33,5 und befindet sich im vorderen Drittel des roten Bereichs. Samsung hat nur 17,5 Punkte erreicht und achtet demnach nicht so sehr wie Apple darauf, woher die Mineralien stammen. Schlimmer sieht es wohl bei Toshiba aus, hier liegt der Wert bei 9.

Kriterien einsehbar

Falls Ihr aufgrund des Rankings etwas unternehmen wollt, bietet Euch die Webseite von Enough Projekt die Möglichkeit, eine vorformulierte E-Mail an die Firmen zu verschicken. Bei Apple ist dieser Text eher positiv gehalten. Die Version für Unternehmen aus dem roten Ranking-Bereich enthält hingegen den Appell, die eigene Firmenpolitik zu überdenken und verantwortungsvoller damit umzugehen, woher die verwendeten Mineralien kommen.

Ihr findet auf der Webseite von Enoug Projekt auch ein Google-Dokument, das die Bewertungskriterien auflistet und die Antworten der jeweiligen Unternehmen beinhaltet. Demnach tut beispielsweise Samsung durchaus etwas und ist etwa Teil der "Conflict Free Sourcing"-Initiative. Die Bemühungen des südkoreanischen Herstellers waren den Erstellern der Studie wohl aber nicht genug.


Weitere Artikel zum Thema
iOS 11.3.1 ist da: Das müsst ihr zum Update wissen
Francis Lido
Mit iOS 11.3.1 kommen keine größeren Änderungen
iOS 11.3.1 ist da: Das Update könnte vor allem für iPhone-8-Besitzer interessant sein. Außerdem hat Apple die Sicherheit verbessert.
iPhone 2018: LCD-Ausfüh­rung soll 200 Dollar güns­ti­ger sein als OLED-Modelle
Guido Karsten
Auf das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus folgt 2018 womöglich nur noch ein neues iPhone mit LCD-Anzeige
Schon in wenigen Monaten soll die Produktion der nächsten iPhone-Generation beginnen. Womöglich wird zu dieser nur noch ein LCD-Modell gehören.
Power­banks fürs Smart­phone: Darauf müsst ihr beim Kauf achten
Justus Zenker4
Dass man Smartphone-Akkus einfach entnehmen kann, wie hier beim LG G5, ist mittlerweile die absolute Ausnahme.
Auf Reisen macht auch der größte Smartphone-Akku gerne schlapp. Powerbanks schaffen Abhilfe. Worauf man achten muss bei der Anschaffung.