Apple gegen das FBI: Demonstranten unterstützen den iPhone-Konzern

Apple bekommt im Streit mit dem FBI weitere Unterstützung: Die US-Behörde hatte vom Unternehmen gefordert, eine Hintertür im Betriebssystem iOS zu installieren, um die Codesperre eines iPhone 5c zu umgehen. Dieses war von einem Straftäter bei einem Terroranschlag in San Bernardino genutzt worden. Apple weigerte sich bislang, der Aufforderung des FBI Folge zu leisten. Nun protestierten auch Apple-Fans gegen die Forderung der US-Bundespolizei.

Vor mehreren Apple Stores in den USA sowie vor der FBI-Zentrale in Washington D.C. protestierten iPhone-Besitzer gegen die Forderung der US-Ermittlungsbehörde für eine iOS-Hintertür, wie die Daily Mail berichtet. Zu den Demonstrationen hatte die Organisation "Fight for the Future" aufgerufen. Wie viele Menschen genau protestierten, ist bislang nicht bekannt, aber insgesamt sollen in 30 US-Städten Demonstrationen stattgefunden haben.

Demonstranten fürchten um den Datenschutz

Bei den Protesten trugen die Demonstranten Schilder mit Aufschriften wie "Knackt nicht unsere Telefone" und "Hört auf zu spionieren". Auf einem weiteren Plakat war zu lesen "Es ist mein iPhone – nicht euer FB-IPhone". Die Demonstranten forderten überdies, dass private Daten auf Smartphones weiterhin geheim bleiben sollten.

Apple selbst äußerte sich zu den Protesten bislang nicht, hatte aber erst kürzlich eine Webseite veröffentlicht, auf dem die Umstände der Auseinandersetzung mit dem FBI erklärt wurden. Darin beteuerte das Unternehmen auch, dass bereits alles getan wurde, um die Behörde nach Kräften bei ihrer Ermittlungsarbeit zu unterstützen. Allerdings weigert sich Apple weiterhin, eine spezielle Version von iOS mit einer Hintertür bereitzustellen, um die Codesperre von iPhones zu überwinden, und erhielt dabei bereits Unterstützung von Google und WhatsApp – während sich Bill Gates hingegen für die Forderung des FBI ausgesprochen hat.


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